Faunistisch-Floristisches Informationsportal des Saarlandes und der Saar-Mosel-Region
Mehr... Artname Deutscher Name akzeptierter Name Taxonomischer Rang Typischer Status Sortierung nach Taxonomie Sippenkommentar Details zur Art BfN
Rosa caesia s. str. Sm.
Lederblättrige Rose
Rosa caesia s. str.
Species16877
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. subcollina.
Rosa dumalis Bechst.
Vogesen-Rose
Rosa dumalis
Species16955
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. subcanina.
Rosa elliptica Tausch
Keilblättrige Rose
Rosa elliptica
Species16990
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. inodora.
Rosa micrantha Borrer ex Sm.
Kleinblütige Rose
Rosa micrantha
Species17043
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. gremlii.
Alchemilla vulgaris L.
Spitzlappen-Frauenmantel
Alchemilla vulgaris
Species16209
Die Karte enthält sehr wahrscheinlich etliche Angaben, die eigentlich nur auf A. vulgaris agg. bezogen waren und wegen der Namensgleichheit unkritisch oder versehentlich als A. vulgaris (s. str.) abgelegt wurden.
Geranium molle L.
Weicher Storchschnabel
Geranium molle
Species15043
Die Karte enthält einzelne Nachweise von G. aequale, das erst neuerdings unterschieden wird und entsprechend kaum beachtet wurde. Bisher liegen erst sehr wenige Einzelnachweise vor; über die tatsächliche Häufigkeit kann nichts ausgesagt werden.
Medicago sativa L.
Echte Luzerne (i. w. S.)
Medicago sativa
Species14597
Die Karte enthält die Nachweise für M. sativa s. str. und M. varia. Letztere umfasst sowohl Spontanhybriden zwischen M. falcata und Kultursippen, kenntlich an den changierenden Blütenfarben, als auch die in der Züchtung entstandenen blauviolettblütigen Sorten. Diese – häufig auch verwildernd – gehören in aller Regel nicht zu M. sativa s. str., sondern sind aufgrund der Hülsenmerkmale in den Formenkreis der M. varia zu stellen. Medicago sativa s. str. ist in Deutschland selten; sichere Nachweise sind nur aus Bayern und Baden-Württemberg bekannt.
Euphorbia esula subsp. esula
Esels-Wolfsmilch
Euphorbia esula subsp. esula
Subspecies14108
Die Karte enthält außerhalb des mitteldeutschen Trockengebiets und der (in der Breite oft eng begrenzten) großen Stromsysteme offenbar zahlreiche Falschangaben eines „E. virgata agg.“, vermutlich überwiegend von E. pseudovirgata. Angaben z. B. aus dem Erzgebirge, Fichtelgebirge und aus Südbayern, vermutlich auch aus vielen anderen montanen Regionen, sind wahrscheinlich falsch und beziehen sich ebenfalls überwiegend auf E. pseudovirgata.
Euphrasia stricta J. P. Wolff ex J. F. Lehm.
Steifer Augentrost
Euphrasia stricta
Species6544
Die Karte enthält aufgrund von Verwechslungen vermutlich auch öfter Nachweise von E. nemorosa.
Salix aurita L.
Ohr-Weide
Salix aurita
Species11269
Die Karte enthält auch verkannte Nachweise von S. ×multinervis (= S. aurita × S. cinerea), seltener vielleicht auch von anderen Hybriden.
Centaurium erythraea subsp. erythraea
Echtes Tausendgüldenkraut (Unterart)
Centaurium erythraea subsp. erythraea
Subspecies4653
Die Karte enthält auch Nachweise von C. capitatum, die von C. erythraea vielfach nicht unterschieden wurde. C. capitatum kommt in Schleswig-Holstein (Amrum, Sylt und bei Grossenbrode) vor (Jäger 2011). Sichere Nachweise für C. erythraea subsp. rhodense liegen aus dem Gebiet nicht vor.
Salix purpurea L.
Purpur-Weide
Salix purpurea
Species11453
Die Karte enthält auch in Gebieten mit überwiegend einheimischen Vorkommen viele synanthrope Nachweise, die aber oft verkannt wurden. Vor allem in Teilen Norddeutschlands ist das Indigenat fraglich und auch kaum mehr sicher festzustellen. S. purpurea wird auch in Flussauen sehr häufig als ökologische Ausgleichsmaßnahme oder zur Böschungsbefestigung gepflanzt; insofern sind die als einheimisch dargestellten Bereiche in der Karte zu großzügig bemessen.
Diphasiastrum complanatum (L.) Holub
Gewöhnlicher Flachbärlapp
Diphasiastrum complanatum
Species25141
Die Karte enthält auch gelegentlich Nachweise zu anderen Arten des D. complanatum agg., aufgrund von Verwechslung oder wegen nicht konsequenter Trennung von D. complanatum agg. und D. complanatum.
Atriplex prostrata s. l. Boucher ex DC.
Spießblättrige Melde
Atriplex prostrata s. l.
Species8699
Die Karte enthält auch die Nachweise der Unterarten A. prostrata subsp. deltoidea, A. prostrata subsp. latifolia, A. prostrata subsp. prostrata und A. prostrata subsp. triangularis, die aber unzureichend erfasst wurden. A. prostrata subsp. latifolia ist die häufige Sippe des Binnenlandes.
Calystegia sepium (L.) R. Br.
Gewöhnliche Zaunwinde
Calystegia sepium
Species7398
Die Karte enthält auch die lokal häufigere, stabilisierte Hybride C. ×lucana, auf die allerdings nur bei wenigen Projekten geachtet wurde. Die auffällige Verbreitungslücke in Bayern südlich der Donau beruht weitgehend auf Kartierungslücken. Dagegen bildet die anschließende Ausdünnung im Bayerischen Wald eine tatsächliche Areallücke ab.
Carex vulpina L.
Fuchs-Segge
Carex vulpina
Species19699
Die Karte dürfte vor allem in den Kalkgebieten einige Funde von Carex otrubae enthalten.
Salix rubens Schrank
Hohe Weide
Salix rubens
Species11370
Die Karte bildet wohl das Areal im Wesentlichen ab; die hybridogene Art ist (gegenüber S. fragilis) aber sicher noch regional zu wenig erfasst.
Festuca guestfalica Boenn. ex Rchb.
Westfälischer Schwingel
Festuca guestfalica
Species21167
Die Karte bildet vielfach nur Kartieraktivitäten ab. In kalkreichen Gebieten wurde die Art sicher oft für die sehr ähnliche, aber azidophytische F. ovina gehalten, d. h. F. guestfalica ist wohl häufiger als dargestellt.
Asplenium scolopendrium subsp. scolopendrium
Hirschzunge
Asplenium scolopendrium subsp. scolopendrium
Subspecies24485
Die kalkliebende Art tritt häufig und zunehmend auch außerhalb ihres natürlichen Areals an synanthropen Standorten auf wie z. B. Kellerschächten, Mauerfugen etc. auf. Seit ca. 20 Jahren ist eine Ausbreitungstendenz in das Nordwestdeutsche Tiefland zu beobachten, wo A. scolopendrium subsp. scolopendrium stellenweise durch die Schließung alter Brunnenschächte nach demZweiten Weltkrieg vorübergehend als verschollen galt. Die Art verwildert auch aus Gartenformen (Keil & al. 2012) und breitet sich inzwischen auch in Großstädten (z. B. Mannheim, Saarbrücken) aus.
Lolium temulentum L.
Taumel-Lolch
Lolium temulentum
Species21654
Die jüngeren Nachweise in Berlin gehen auf Ansaaten zurück.
Hieracium bifidum Kit. ex Hornem.
Gabel-Habichtskraut
Hieracium bifidum
Species1302
Die isolierten Vorkommen entlang der nördlichen Mittelgebirgsschwelle und in Mecklenburg, auf ehemaligen Moränen, haben stark reliktischen Charakter.
Cotoneaster tomentosus (Aiton) Lindl.
Filz-Zwergmispel
Cotoneaster tomentosus
Species16313
Die irrtümlichen Fundmeldungen außerhalb der Alpen und des Vorlands wurden gelöscht, aber auch im Alpengebiet besteht Verwechslungsgefahr mit eingebürgerten Arten, vor allem dem ebenfalls filzig behaarten, häufig gepflanzten und verwildertem C. dielsianus (vgl. Klotz 2009).
Sedum hispanicum L.
Blaugrüne Fetthenne
Sedum hispanicum
Species15832
Die in Steingärten und Rabatten häufig gepflanzte Art wurde unvollständig erfasst, was durch die hohe Nachweisdichte in einigen Projektgebieten belegt wird. Sie vermehrt sich innerhalb von Gärten sehr leicht durch Selbstaussaat, verwildert auch vielfach außerhalb der Gärten, aber ortsfern meist nur an Gartenauswurf. Die meisten verwilderten Bestände bleiben kleinflächig über Jahre sehr stabil, breiten sich aber meist kaum aus. Eine Einbürgerung außerhalb von Siedlungen ist daher erst in Ansätzen zu beobachten, etwa an den Rändern wenig benutzter asphaltierter Feldwege und Straßen, wohin die Diasporen durch Fahrzeuge gelangen.
Pyrola rotundifolia L.
Rundblättriges Wintergrün
Pyrola rotundifolia
Species10830
Die in der Bestimmungsliteratur geführten beiden Unterarten wurden bei der Kartierung nur unzureichend unterschieden, auch scheint es beim derzeitigen Kenntnisstand nicht sinnvoll, infraspezifische Sippen zu differenzieren. Die Taxonomie der Art bleibt zu klären. Nach der gegenwärtigen Gliederung ist P. rotundifolia subsp. rotundifolia im Binnenland verbreitet, die Vorkommen an der Nordseeküste gehören wenigstens zum Teil zu P. rotundifolia subsp. maritima.
Parietaria officinalis L.
Aufrechtes Glaskraut
Parietaria officinalis
Species12191
Die in Brandenburg vermutlich überwiegend synanthropen Vorkommen wurden in der Karte nicht differenziert.
Crassula tillaea Lest.-Garl.
Moos-Dickblatt
Crassula tillaea
Species15724
Die im 19. Jahrhundert im Niederrheingebiet vorkommende Art galt im Bundesgebiet seit 1870 als ausgestorben (Korneck & al. 1998), bis sie in den 1990er Jahren bei Karlsruhe wieder nachgewiesen werden konnte (Kleinsteuber 1995). In Norddeutschland wurde sie 2011 auf Baltrum und 2012 auf Fehmarn gefunden. Diese Funde zeigen vielleicht eine fortschreitende Arealexpansion der Art an, die schon in den Niederlanden und auf den Britischen Inseln beobachtet wurde (Metzing & al. 2011).
Viola bavarica Schrank
Bayerisches Veilchen
Viola bavarica
Species11843
Die hybridogene Sippe (V. reichenbachiana × V. riviniana) ist außerhalb der Blütezeit kaum von V. riviniana zu unterscheiden. Sehr wahrscheinlich gehören zahlreiche Nachweise bei V. riviniana vielmehr in die Karte von V. bavarica, die in manchen Gebieten häufiger als die Elternarten ist (Jäger 2011).
Rumex heterophyllus Schultz
Rumex heterophyllus
Species9687
Die hybridogene Sippe ist bei weitem nicht ausreichend erfasst, da sie meist verkannt und für R. aquaticus gehalten wurde. Sie tritt vielfach auch ohne die (ehemaligen) Elternarten auf und dürfte an vielen größeren Flüssen weit verbreitet sein, so etwa an der bayerischen Donau (Breitfeld & al. 2007).
Atriplex northusana Wein
Atriplex northusana
Species8664
Die hybridogene Sippe (A. oblongifolia × A. patula) ist bisher nur unvollständig erfasst worden.
Hypericum desetangsii Lamotte
Hypericum desetangsii
Species11574
Die hybridogene Art wurde nur in einigen Projektgebieten von H. maculatum und H. dubium unterschieden oder auch mit H. perforatum verwechselt. Die Datenlage erlaubt daher nicht den Druck einer Karte.
Crepis tectorum subsp. tectorum
Dach-Pippau
Crepis tectorum subsp. tectorum
Subspecies962
Die hohe Verbreitungsdichte in einigen Landschaften beruht möglicherweise auf Verwechslung mit der insgesamt häufigeren C. capillaris. Die beiden Arten sind mit der gebräuchlichen Bestimmungsliteratur nicht sicher zu trennen, weil unpassende vegetative Merkmale in den Vordergrund gestellt werden. Vor allem in Norddeutschland könnte die Punktdichte zu hoch sein, weil C. tectorum eher an ein kontinental geprägtes Klima gebunden ist.
Hieracium fallacinum F. W. Schultz
Trügerisches Habichtskraut
Hieracium fallacinum
Species2041
Die Häufung der Funde im nördlichen Bayern entspricht nicht nur dem von dort bekannten guten Durchforschungsgrad, sondern zeigt auch den Verbreitungsschwerpunkt der Art. Außerhalb dieses Gebietes tritt die Art oft nur vorübergehend auf.
Dryopteris carthusiana (Vill.) H. P. Fuchs
Dorniger Wurmfarn
Dryopteris carthusiana
Species24677
Die häufigste Art innerhalb von D. carthusiana agg. wurde in den meisten der in der Karte als deutliche Lücken erkennbaren Gebiete nicht ausreichend erfasst. Lediglich in den Trockengebieten in Rheinhessen und im Thüringer Becken gilt eine Verbreitungslücke als gesichert.
Dryopteris filix-mas s. str. (L.) Schott
Gewöhnlicher Wurmfarn (i. e. S.)
Dryopteris filix-mas s. str.
Species24814
Die größeren Lücken in der Karte beruhen auf mangelnder Erfassung der Art, vor allem in Bayern zwischen Donau und Alpenvorland. Bei D. filix-mas agg. sind diese Lücken geschlossen, aber eine Zugehörigkeit der Nachweise zu D. filix-mas s. str. als häufigste Art ist in diesen Bereichen nicht immer gesichert.
Epilobium ciliatum Raf.
Drüsiges Weidenröschen
Epilobium ciliatum
Species15233
Die große Lücke in Südbayern, südlich der Donau, beruht auf nicht ausreichender Beobachtung in den letzten Jahrzehnten; der Neophyt dürfte (zumindest außerhalb der Alpen) inzwischen bayernweit in nahezu jedem Grundfeld vorkommen. Die Art wurde auch in anderen Gebieten unvollständig erfasst, so in Schleswig-Holstein und größeren Teilen Baden-Württembergs. Dies liegt neben möglichen Verwechslungen mit ähnlichen einheimischen Arten auch an einer sehr jungen und starken Ausbreitung, so dass mehrere Jahrzehnte alte Kartierdaten die aktuell weite Verbreitung noch gar nicht abbilden konnten. Die Art, deren Unterarten (E. ciliatum subsp. ciliatum, E. ciliatum subsp. glandulosum, E. ciliatum subsp. adenocaulon) nur sehr unvollständig erfasst wurden, bastardiert mit mehreren einheimischen Arten; eine Gefährdung dieser Arten durch Einkreuzung ist gebietsweise bereits zu erkennen.
Thymus pulegioides subsp. similialpestris Debray
Thymus pulegioides subsp. similialpestris
Subspecies5855
Die für eine Sippe von T. pulegioides agg. außergewöhnlich frühe Blütezeit, die Blattform an den Blütentrieben (ähnlich T. alpestris) und die spezifischen Standorte (nur Ausschnitt der ökologischen Amplitude von T. pulegioides s. l.) lassen die Auffassung der Sippe als Unterart sinnvoll erscheinen, wogegen der neuerdings von Loos (2010) vorgenommenen Einstufung als Art (T. praeflorens) nicht zugestimmt werden kann. Die Daten sind für eine Atlaskarte zu unvollständig.
Hieracium lycopifolium Froel.
Wolftstrapp-Habichtskraut
Hieracium lycopifolium
Species1575
Die Funde markieren die nordöstliche Arealgrenze der westalpisch verbreiteten Art.
Campanula glomerata L.
Knäuel-Glockenblume
Campanula glomerata
Species4160
Die Funddaten enthalten z. T. nicht im Status differenzierte Nachweise synanthroper Vorkommen oder Kulturformen (Sorten).
Urtica subinermis (R. Uechtr.) Thomé ex Hand & Buttler
Auen-Brennnessel
Urtica subinermis
Species12205
Die erst seit gut zehn Jahren regelmäßig beachtete (und oft nur als Varietät bewertete) Art ist an den großen Flüssen zumindest in den breiten Auen, d. h. in den Mittel- und Unterläufen sowie außerhalb enger Durchbruchstäler weiter verbreitet als in der Karte dargestellt. Vor allem die in der Karte als große Lücken am Rhein erscheinenden Abschnitte sind vermutlich nur Beobachtungsdefizite.
Bolboschoenus laticarpus Marhold, Hroudová, Duchácek & Zákr.
Breitfrüchtige Strandsimse
Bolboschoenus laticarpus
Species19011
Die erst 2004 beschriebene Sippe wurde seit der Arbeit von Browning & al. (1996) als Hybride aus B. maritimus und B. yagara aufgefasst. Vorher wurde sie oft als B. maritimus subsp. maritimus von der als B. maritimus subsp. compactus (heute B. maritimus s. str.) bezeichneten Küstensippe abgetrennt. B. laticarpus ist in Flusstälern weit verbreitet und oft bestandsbildend. Die Pflanze kommt aber auch an Salzstellen vor, so dass Bolboschoenus- Funde binnenländischer Salzstellen nicht automatisch B. maritimus zugeordnet werden können. Die Karte gibt die tatsächliche Verbreitung nur annähernd wieder.
Picris hieracioides s. l. L.
Gewöhnliches Bitterkraut
Picris hieracioides s. l.
Species2667
Die entsprechend dem traditionellen Konzept unterschiedenen vier Unterarten P. hieracioides subsp. hieracioides, P. hieracioides subsp. grandiflora, P. hieracioides subsp. umbellata und P. hieracioides subsp. spinulosa (südeuropäisch, nur adventiv in Deutschland) wurden bei der Kartierung nicht ausreichend beachtet und werden daher nicht separat dargestellt. Für die Art wurde kürzlich eine Neugliederung vorgeschlagen (Slovak & al. 2012), wonach in Mitteuropa nur zwei Sippen unterscheidbar sind: P. hieracioides subsp. hieracioides, weit verbreitet und überwiegend in tieferen Lagen, sowie P. hieracioides subsp. umbellata (inklusive P. hieracioides subsp. grandiflora), seltener und überwiegend in höheren Lagen.
Taraxacum-litorale-Gruppe
Taraxacum-litorale-Gruppe
Gruppe3386
Die einzige identifizierte Art der Gruppe in Deutschland ist T. litorale.
Pyrus pyraster (L.) Burgsd.
Wild-Birne
Pyrus pyraster
Species16839
Die einheimische P. pyraster wurde oft mit verwilderten (Jung-)Pflanzen von P. communis verwechselt, zumal beide Sippen auch Hybriden bilden können und sich die verwilderten Exemplare von P. communis der Wildart morphologisch annähern können. Die Karte zeigt somit auch Funde von P. communis bzw. deren Einkreuzungen. P. communis als kultivierte und verwildernde Sippe wurde aber insgesamt so unvollständig erfasst bzw. vielfach mit P. communis agg. zusammengefasst, dass nur von P. pyraster eine Karte gezeigt wird. In Süddeutschland wurde die Art sicher zu wenig erfasst, während die Ausdünnung in Nordwestdeutschland die realen Verhältnisse gut wiedergibt.
Rumex obtusifolius L.
Stumpfblättriger Ampfer
Rumex obtusifolius
Species9704
Die drei Unterarten wurden nur unvollständig differenziert, zumal eine sichere Bestimmung nur mit reifen bzw. voll ausgewachsenen Früchten möglich ist.
Hippophae rhamnoides L.
Sanddorn
Hippophae rhamnoides
Species15654
Die drei Unterarten wurden nur unvollständig differenziert, auch der Status konnte nicht immer richtig erkannt werden. H. rhamnoides subsp. rhamnoides ist nur an den Küsten von Nord- und Ostsee einheimisch, H. rhamnoides subsp. fluviatilis kommt nur in den Flusstälern des Alpenvorlandes vor. Von H. rhamnoides subsp. carpatica gibt es bisher nur sehr wenige, weit verstreute (z. T. synanthrope) Nachweise aus Bayern. Das Arealbild wird durch die vielen gepflanzten (Feld- und Straßenhecken, ökologische Ausgleichsflächen) und in der Nähe von Pflanzungen verwilderten Bestände in und außerhalb der indigenen Arealteile verwischt, wobei die Sippe des Alpenvorlands auch an der Küste gepflanzt sein kann und umgekehrt. Bei den meisten synanthropen Vorkommen wurde die Unterart jedoch nicht erfasst; es dürfte sich dabei meist um H. rhamnoides subsp. fluviatilis handeln.
Rumex acetosella s. l. L.
Kleiner Sauer-Ampfer
Rumex acetosella s. l.
Species9606
Die drei Unterarten, R. acetosella subsp. acetosella, R. acetosella subsp. acetoselloides und R. acetosella subsp. pyrenaicus wurden nur unvollständig erfasst, zumal sie erst ab der beginnenden Fruchtreife sicher zu bestimmen sind. Von R. acetosella subsp. acetoselloides gibt es erst einen Nachweis, die beiden anderen Unterarten sind häufig und überlappen sich mit ihren Arealen.
Polygala vulgaris s. l. L.
Gewöhnliches Kreuzblümchen
Polygala vulgaris s. l.
Species15632
Die drei Unterarten, P. vulgaris subsp. collina, P. vulgaris subsp. oxyptera und P. vulgaris subsp. vulgaris, wurden nur unvollständig unterschieden. Insbesondere P. vulgaris subsp. vulgaris wurde zu wenig von der Gesamtart differenziert, ist aber mit Sicherheit die häufigste der drei Sippen.
Sorbus domestica L.
Speierling
Sorbus domestica
Species18063
Die diploide, ost-submediterrane Art ist diploid und kommt in Mitteleuropa vorwiegend in Eichenwäldern der Weinbaugebiete vor. Durch frühere Kultur ist die Grenze zwischen indigenen Vorkommen und Alteinbürgerungen verwischt.
Fritillaria meleagris L.
Schachblume
Fritillaria meleagris
Species23230
Die Differenzierung zwischen einheimischen (archäophytischen) und neophytischen Vorkommen ist bei der alten Kulturpflanze vielfach nicht zuverlässig möglich.
Lemna turionifera Landolt
Rote Wasserlinse
Lemna turionifera
Species18963
Die bisherigen Nachweise der erst in jüngster Zeit nachgewiesenen neophytischen Art bilden vermutlich nicht die aktuelle Ausbreitung ab.
Berteroa incana (L.) DC.
Graukresse
Berteroa incana
Species9950
Die Bewertung als eingebürgerter Neophyt ist nicht in allen Regionen zuverlässig; die Art könnte auch gebietsweise Archäophyt sein.
Rubus raduloides (W. M. Rogers) Sudre
Rubus raduloides
Species17845
Die Belege aus Bayern (Raum Regensburg und Markt Indersdorf) weichen in Einzelmerkmalen leicht ab und gehören möglicherweise zu anderen lokalen Biotypen.
Prunus padus L.
Gewöhnliche Trauben-Kirsche
Prunus padus
Species16803
Die bei weitem häufigste Unterart, P. padus subsp. padus, die nahezu vollständig mit dem Kartenbild der Gesamtart übereinstimmt, wurde nur bei wenigen Projekten kritisch erfasst. Daher wird neben der Karte der viel selteneren P. padus subsp. petraea nur die der Gesamtart gezeigt.
Ornithogalum nutans agg.
Nickender Milchstern (Artengruppe)
Ornithogalum nutans agg.
Aggregat23308
Die beiden zum Aggregat gehörigen Arten O. nutans und O. boucheanum wurden nicht ausreichend differenziert. Erschwert wird die Unterscheidung durch den Bastard zwischen beiden und die kurze Blütezeit. Die Karte enthält auch Nachweise in alten Parks (alte Anpflanzungen, Kulturrelikte).
Malva sylvestris L.
Wilde Malve
Malva sylvestris
Species10950
Die beiden Unterarten wurden vielfach nicht ausreichend unterschieden, so dass nur die Karte der Art gezeigt wird. Somit ist auch der Status oft nur unzureichend bewertet, wenn die archäopytische M. sylvestris subsp. sylvestris und die neophytische, z. B. in Gründüngungssaaten enthaltene M. sylvestris subsp. mauritiana nicht getrennt erfasst wurden.
Najas marina s. l. L.
Großes Nixkraut
Najas marina s. l.
Species18611
Die beiden Unterarten wurden nur unvollständig differenziert. N. marina subsp. intermedia hat einen Schwerpunkt im Nordosten, N. marina subsp. marina scheint eher in Süddeutschland verbreitet zu sein, z. B. im Oberrhein- und Donautal. An der bayerischen Donau breitet sich die Art etwa seit dem Jahr 2000 zunehmend aus.
Stipa eriocaulis Borbás
Zierliches Federgras
Stipa eriocaulis
Species22308
Die beiden Unterarten wurden nicht vollständig differenziert. Von S. eriocaulis subsp. lutetiana gibt es nur einen Nachweis bei Lörrach; S. eriocaulis subsp. austriaca wurde an der oberen Donau und bei Berchtesgaden festgestellt.
Stipa borysthenica Klokov ex Prokudin
Sand-Federgras
Stipa borysthenica
Species22290
Die beiden Unterarten wurden nicht ausreichend unterschieden. Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von S. borysthenica subsp. borysthenica; die seltenere S. borysthenica subsp. germanica wurde nur vereinzelt in Nordost-Brandenburg nachgewiesen.
Senecio paludosus L.
Sumpf-Greiskraut
Senecio paludosus
Species2916
Die beiden Unterarten wurden kaum differenziert. Von S. paludosus subsp. paludosus gibt es im Gebiet überhaupt keine kritischen Nachweise, S. paludosus subsp. angustifolius wurde bisher nur in einem kleinen Gebiet im Rhein- und Maintal (Rheinhessen, um Frankfurt) gemeldet.
Ranunculus polyanthemos subsp. polyanthemoides und subsp. polyanthemophyllus
Falscher Vielblütiger und Schlitzblättriger Vielblütiger Hahnenfuß
Ranunculus polyanthemos subsp. polyanthemoides und subsp. polyanthemophyllus
Kombikarte13291
Die beiden Unterarten wurden im Gegensatz zu den anderen drei Unterarten von R. polyanthemos nur unvollständig differenziert und werden in einer gemeinsamen Karte gezeigt.
Viola alba Besser
Weißes Veilchen
Viola alba
Species11746
Die beiden Unterarten V. alba subsp. alba und V. alba subsp. scotophylla wurden nur unvollständig unterschieden. Letztere ist seltener und wurde bisher nur sehr zerstreut in wenigen Grundfeldern vom Bodenseegebiet und aus dem Oberrheintal gemeldet.
Scrophularia umbrosa Dumort.
Flügel-Braunwurz
Scrophularia umbrosa
Species7115
Die beiden Unterarten, S. umbrosa subsp. neesii und S. umbrosa subsp. umbrosa, wurden nur in einigen Projektgebieten unterschieden.
Salix triandra L.
Mandel-Weide
Salix triandra
Species11538
Die beiden Unterarten S. triandra subsp. amygdalina und S. triandra subsp. triandra (häufigere Sippe), wurden nur in einigen kleineren Projektgebieten konsequent unterschieden.
Salix eleagnos Scop.
Lavendel-Weide
Salix eleagnos
Species11351
Die beiden Unterarten, S. eleagnos subsp. angustifolia und die viel häufigere S. eleagnos subsp. eleagnos, wurden kaum unterschieden. Die gepflanzten und gelegentlich auch verwilderten Bestände (meist Streufunde) außerhalb des natürlichen Areals im Oberrheingebiet und von den Alpen bis zur Donau sind im Status gut differenziert.
Pulsatilla pratensis (L.) Mill.
Wiesen-Küchenschelle
Pulsatilla pratensis
Species12942
Die beiden Unterarten, P. pratensis subsp. nigricans und P. pratensis subsp. pratensis, wurden nur unvollständig erfasst. Während P. pratensis subsp. nigricans in (Nord-)Ostdeutschland weit verbreitet ist, gibt es von P. pratensis subsp. pratensis nur Nachweise aus Mecklenburg-Vorpommern.
Phyteuma orbiculare s. l. L.
Kugel-Teufelskralle
Phyteuma orbiculare s. l.
Species4268
Die beiden Unterarten, P. orbiculare subsp. orbiculare und P. orbiculare subsp. tenerum, wurden nur unzureichend unterschieden. Die Karte zeigt dennoch überwiegend die Verbreitung von P. orbiculare subsp. orbiculare; von P. orbiculare subsp. tenerum sind bisher nur wenige Vorkommen aus Rheinland-Pfalz bekannt.
Pteridium aquilinum (L.) Kuhn
Adlerfarn
Pteridium aquilinum
Species24549
Die beiden Unterarten, P. aquilinum subsp. aquilinum und P. aquilinum subsp. pinetorum, wurden nur in Ausnahmefällen, bei einigen kleineren Projektgebieten, unterschieden. Dennoch lässt sich eine Tendenz unterschiedlicher Areale erkennen, mit einer mehr nordöstlichen Verbreitung von P. aquilinum subsp. pinetorum, aber es wird nur die Karte der Gesamtart gezeigt.
Pseudorchis albida (L.) Á. Löve & D. Löve
Gewöhnliche Weißzunge
Pseudorchis albida
Species24049
Die beiden Unterarten, P. albida subsp. albida und P. albida subsp. tricuspis, wurden bisher kaum unterschieden; dennoch ist P. albida subsp. albida als bei weitem häufigste Sippe anzusprechen. Von P. albida subsp. tricuspis gibt es nur einen Nachweis in den Allgäuer Alpen.
Erigeron annuus (L.) Desf.
Feinstrahl-Berufkraut
Erigeron annuus
Species1069
Die beiden Unterarten E. annuus subsp. annuus und E. annuus subsp. septentrionalis (inklusive E. annuus subsp. strigosus) wurden nicht ausreichend unterschieden. Im Norden ist die Art weitgehend unbeständig und befindet sich noch in Ausbreitung.
Mentha longifolia und M. spicata
Ross- und Grüne Minze
Mentha longifolia und M. spicata
Kombikarte5581
Die beiden langblättrigen, stark behaarten Sippen M. longifolia und M. spicata var. spicata sind kaum zu unterscheiden; sie sind daher in einer gemeinsamen Karte dargestellt. Im linksrheinischen Bereich ist M. longifolia über-, M. spicata var. spicata unterkartiert. Mancherorts scheinen aber immer noch alle langblättrigen Minzen mit dichtem Indument automatisch M. longifolia zugeordnet zu werden.
Myosotis nemorosa und M. scorpioides
Hain- und Sumpf-Vergissmeinnicht
Myosotis nemorosa und M. scorpioides
Kombikarte5042
Die beiden häufigsten Sippen aus dem M. palustris agg., M. nemorosa und M. scorpioides, wurden nur unvollständig differenziert und sind daher nur in einer gemeinsamen Karte zuverlässig darstellbar. Aus den bisher vorliegenden Daten lässt sich die Tendenz erkennen, dass M. nemorosa eher in den Mittelgebirgen und auf sauren Böden vorkommt, M. scorpioides eher in den großen Flusstälern und auf neutralen bis kalkreichen Böden.
Juncus articulatus L.
Glieder-Binse
Juncus articulatus
Species22485
Die beiden früher unterschiedenen Unterarten J. articulatus subsp. litoralis und J. articulatus subsp. nigritellus werden nicht mehr als eigenständig anerkannt, sondern in J. articulatus subsp. articulatus einbezogen.
Echinops exaltatus und E. sphaerocephalus
Drüsenlose und Drüsige Kugeldistel
Echinops exaltatus und E. sphaerocephalus
Kombikarte1027
Die beiden Arten wurden oft nicht unterschieden, sondern vielfach nur unter dem Namen der bekannteren Art, E. sphaerocephalus, erfasst, daher wird nur eine gemeinsame Karte gezeigt. Diese kann gelegentlich auch verkannte Nachweise des ähnlichen, aber selteneren E. bannaticus enthalten.
Papaver confine und P. lecoqii
Verkannter und Gelbmilchender Mohn
Papaver confine und P. lecoqii
Kombikarte12436
Die beiden Arten wurden nur unvollständig unterschieden, da sie gemeinsam das Merkmal des rötlich verfärbenden Milchsafts aufweisen. Von P. dubium sind sie jedenfalls leichter unterscheidbar als voneinander, so dass sie nur in einer gemeinsamen Karte dargestellt werden.
Veratrum album s. l. L.
Weißer Germer (i. w. S.)
Veratrum album s. l.
Species23386
Die beiden Arten V. album s. str. und V. lobelianum, wurden unzureichend unterschieden; die Nachweise werden in einer Karte zusammengefasst. Die östlichsten und westlichsten (einheimischen) Vorkommen im Gebiet gehören zu V. lobelianum, der insgesamt häufigeren Sippe.
Polygonum aviculare agg.
Echter Vogelknöterich (Artengruppe)
Polygonum aviculare agg.
Aggregat9522
Die beiden Arten, P. arenastrum (mit drei Unterarten) und P. aviculare (mit zwei Unterarten), wurden in manchen Bundesländern kaum unterschieden. Daher wird nur die Karte des Aggregats gezeigt. Bei beiden Sippen ist zu erwarten, dass sie im Gebiet in nahezu allen Grundfeldern vorkommen, höchstens von größeren Waldgebieten und höheren Gebirgslagen abgesehen.
Hypopitys monotropa agg.
Echter Fichtenspargel (Artengruppe)
Hypopitys monotropa agg.
Aggregat10790
Die beiden Arten H. monotropa und H. hypophegea wurden nur unvollständig und oft auch nicht zuverlässig unterschieden. Während der meisten Zeit des Jahres sind nur vertrocknete, schwer bestimmbare Fruchtstängel zu finden, die Zuordnung zu einem Wirtsbaum ist in Mischwäldern schwierig und zudem ist die Bindung an Laub- oder Nadelbäume nicht strikt genug, als dass man die Artdiagnose allein mit den in der Nähe stehenden Baumarten begründen könnte. Hinzu kommen ungelöste taxonomische Probleme. H. monotropa dürfte sich durch die Fichtenforstkulturen ausgebreitet haben und ist in manchen Gebieten, vor allem der Tiefebene, vielleicht nur Neophyt.
Carex muricata und C. pairae
Sparrige und Paira-Segge
Carex muricata und C. pairae
Kombikarte19482
Die beiden Arten aus dem C. muricata- Aggregat wurden nur unvollständig differenziert und können nur in einer gemeinsamen Karte dargestellt werden.
Centaurea pannonica und C. timbalii
Ungarische und Timbal-Flockenblume
Centaurea pannonica und C. timbalii
Kombikarte544
Die beiden Arten aus dem C. jacea-Aggregat wurden unvollständig differenziert und können nur in einer gemeinsamen Karte dargestellt werden.
Xanthium spinosum L.
Xanthium spinosum
Species4093
Die aus Südamerika stammende und hauptsächlich mit Wolle und anderen Frachtgütern immer wieder eingeschleppte Art ist in Deutschland vielfach nachgewiesen worden, doch zeichnet sich bislang keine Einbürgerung ab. Das könnte sich bei einer Klimaerwärmung ändern, da die Art im Gebiet ein Wärmezeiger ist.
Rubus armeniacus Focke
Armenische Brombeere
Rubus armeniacus
Species17422
Die aus Gärten verwilderte (oder gelegentlich in Hecken gepflanzte) Art befindet sich in starker Ausbreitung und besitzt gegenüber der Karte inzwischen viel mehr Vorkommen.
Alnus glutinosa (L.) Gaertn.
Schwarz-Erle
Alnus glutinosa
Species11973
Die Ausdünnung auf der Schwäbischen Alb kommt in der Karte im TK-Raster nicht deutlich zum Ausdruck.
Saxifraga tridactylites subsp. tridactylites
Finger-Steinbrech
Saxifraga tridactylites subsp. tridactylites
Subspecies18324
Die Ausbreitung in den letzten Jahrzehnten auf Gleisschotter vieler Bahnlinien führte zu einer Verdichtung und Ausweitung des Areals. Die Ausbreitung entlang von Bahnstrecken außerhalb früher besiedelter Gebiete ergibt dort strenggenommen einen neophytischen Status; solche Vorkommen konnten aber in der Karte nicht differenziert werden.
Atriplex oblongifolia Waldst. & Kit.
Langblättrige Melde
Atriplex oblongifolia
Species8665
Die Ausbreitung der Art hält weiter an, z. B. entlang von Straßen und Flussufern. Die Frage nach dem floristischen Status in Deutschland ist regional ungeklärt; vermutlich ist die Art, in Teilen der östlichen Bundesländer Archäophyt und in den übrigen Regionen Neophyt, inzwischen vielerorts etabliert.
Ceratocapnos claviculata (L.) Lidén
Europäischer Rankenlerchensporn
Ceratocapnos claviculata
Species12301
Die atlantische Art breitet sich weiter von Westen nach Osten aus (Lethmate & al. 2002).
Atriplex rosea L.
Rosen-Melde
Atriplex rosea
Species8722
Die Art zeigte ab Mitte der 1980er Jahre deutliche Ausbreitungstendenz, ist aber inzwischen an zahlreichen vorübergehend neu besiedelten Wuchsorten wieder erloschen. Sie ist möglicherweise in Teilen von Süd- und Ostdeutschland Archäophyt, sonst Neophyt und meist nur unbeständig vorkommend.
Linaria repens (L.) Mill.
Streifen-Leinkraut
Linaria repens
Species6623
Die Art zeigt Ausbreitungstendenz entlang von Verkehrswegen. Wie weit die indigenen Vorkommen der westsubmediterran- atlantisch verbreiteten Art in Deutschland ostwärts reichen, ist umstritten.
Claytonia perfoliata subsp. perfoliata
Tellerkraut
Claytonia perfoliata subsp. perfoliata
Subspecies9137
Die Art wurde vor allem durch Gärtnereien und Baumschulen verschleppt und hat sich vorwiegend in den Tieflagen ausgebreitet; diese Ausbreitung hält an.
Festuca duvalii (St.-Yves) Stohr
Duval-Schwingel
Festuca duvalii
Species21155
Die Art wurde von Kalkfelsen der Vorderpfalz (nördlich Bad Dürkheim) beschrieben. Die Identität der ebenfalls zu F. duvalii gestellten Pflanzen auf Flugsand der nördlichen Oberrheinebene und des mittleren Maingebietes bleibt noch zu klären.
Spergula pentandra L.
Fünfmänniger Spergel
Spergula pentandra
Species8516
Die Art wurde vielfach unzureichend von S. morisonii unterschieden, und es gibt eine Reihe von Nachweisen, die eigentlich nur bei S. pentandra agg. stehen sollten. Eine nachträgliche Differenzierung war vielfach nicht mehr möglich, so etwa in Teilen Bayerns.
Rosa inodora Fr.
Duftarme Rose
Rosa inodora
Species16995
Die Art wurde vielfach übersehen und von R. elliptica nicht unterschieden. Daher dürfte R. inodora häufiger sein als die Karte zeigt.
Rosa gremlii (Christ) Gremli
Gremli-Rose
Rosa gremlii
Species17054
Die Art wurde vielfach nicht von R. rubiginosa oder R. micrantha unterschieden und daher zu wenig erfasst; das Areal dürfte bisher unzureichend abgebildet sein.
Hypericum dubium Leers
Hypericum dubium
Species11582
Die Art wurde vielfach nicht von H. maculatum unterschieden, zumal sie oft nur im Unterartrang bewertet wurde.
Stellaria apetala Ucria
Bleiche Sternmiere
Stellaria apetala
Species8588
Die Art wurde vielfach für S. media gehalten und lange nicht beachtet. Sie dürfte auch in den Gebieten mit geringer Nachweisdichte weiter verbreitet sein als die Karte zeigt (vgl. Hügin 2012, Klotz 2012a).
Rubus hirtus s. l. Waldst. & Kit.
Dunkeldrüsige Brombeere
Rubus hirtus s. l.
Species17636
Die Art wurde vielerorts zu wenig erfasst, beispielsweise im Schwarzwald und am Fuße der Alpen. R. hirtus ist keine Abstammungsgemeinschaft und beinhaltet mehrere regionale und lokale Biotypen.
Larix kaempferi (Lam.) Carrière
Larix kaempferi
Species24158
Die Art wurde vermutlich vielfach für L. decidua gehalten und ist daher bisher als gepflanzter Forstbaum zu wenig erfasst. In Rheinland-Pfalz, z. B. im Hunsrück, neigt die Art eher als L. decidua zu spontaner Verjüngung.
Melilotus altissimus Thuill.
Hoher Steinklee
Melilotus altissimus
Species14609
Die Art wurde vermutlich öfter übersehen und als M. officinalis erfasst, zumal M. altissimus nicht nur in Flussauen, sondern auch in Halbtrockenrasen und an Straßenrändern vorkommen kann, wo er nicht erwartet und daher nicht erkannt wird.
Hieracium laevigatum Willd.
Glattes Habichtskraut
Hieracium laevigatum
Species1536
Die Art wurde vermutlich im Südwesten zu wenig erfasst.
Mahonia aquifolium (Pursh) Nutt.
Gewöhnliche Mahonie
Mahonia aquifolium
Species12501
Die Art wurde unvollständig erfasst und dürfte auch in den Gebieten der größten Nachweislücken, im Norden, in Baden-Württemberg und in Südbayern, weit verbreitet sein. Unbeständige Vorkommen sind von fest eingebürgerten oft nicht zu unterscheiden. Ob die häufigste gepflanzte und verwilderte Sippe überhaupt M. aquifolium ist oder zur Kulturhybride M. ×decumbens gehört, dem Bastard mit M. repens, ist nicht abschließend geklärt.
Hieracium macranthelum Nägeli & Peter
Großblütiges Habichtskraut
Hieracium macranthelum
Species2165
Die Art wurde unvollständig erfasst.
Zeige Datensätze 25001 bis 25100 von 25429
Quelle: Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands (2018)