Faunistisch-Floristisches Informationsportal des Saarlandes und der Saar-Mosel-Region
Mehr... Artname Deutscher Name akzeptierter Name Taxonomischer Rang Typischer Status Sortierung nach Taxonomie Sippenkommentar Details zur Art BfN
Thalictrum simplex L.
Einfache Wiesenraute
Thalictrum simplex
Species13362
Die Angaben zur Verbreitung der drei in Deutschland vorkommenden Unterarten stützen sich ganz überwiegend auf die Revision von Herbarbelegen. Vor allem auf der Schwäbischen Alb und in angrenzenden Naturräumen besteht vereinzelt noch Klärungsbedarf der Zugehörigkeit zu T. simplex subsp. galioides und T. simplex subsp. tenuifolium (Hand 2001).
Carex binervis Sm.
Zweinervige Segge
Carex binervis
Species19144
Die Angaben in Haeupler & Schönfelder (1989) für Hessen und Nordbaden (TK 5818, 6418, 6419) waren falsch.
Orobanche hederae Duby
Efeu-Sommerwurz
Orobanche hederae
Species6868
Die Angaben beruhen vielfach auf Verwilderungen in botanischen Gärten, doch sind diese nicht immer bei der Kartierung berücksichtigt worden.
Datura stramonium L.
Weißer Stechapfel
Datura stramonium
Species7537
Die als eingebürgerter Neophyt geführte Art ist möglicherweise schon in der Bronzezeit im Gebiet aufgetreten (trotz seiner Herkunft aus Mittelamerika; Jäger 2011), damit wäre sie als Archäophyt einzustufen.
Salix repens subsp. dunensis Rouy
Dünen-Kriech-Weide
Salix repens subsp. dunensis
Subspecies11480
Die Abgrenzung von S. repens subsp. repens und S. repens subsp. dunensis scheint, gerade bei Vorkommen im Binnenland, nicht immer möglich zu sein.
Bolboschoenus maritimus s. str. (L.) Palla
Gewöhnliche Strandsimse
Bolboschoenus maritimus s. str.
Species19015
Die Abgrenzung und Verbreitung der Art ist mittlerweile gut bekannt (Hroudova & al. 2007, 2009). Vorher wurden alle Bolboschoenus-Arten unter B. maritimus zusammengefasst. Die erneute Typisierung erfolgte erst 1999. Bis dahin wurde unter B. maritimus oft B. laticarpus verstanden. B. maritimus zeigt eine deutliche Affinität zu Salzstellen und ist an den Küsten von Nord- und Ostsee verbreitet und oft bestandsbildend. Vorkommen im Binnenland sind weitgehend auf natürliche Salzstellen beschränkt. Verbreitungsangaben im Binnenland beruhen auf geprüften Herbarbelegen. Die Karte gibt die Verbreitung im Küstenbereich nur unvollständig wieder.
Ribes spicatum subsp. spicatum
Ährige Johannisbeere
Ribes spicatum subsp. spicatum
Subspecies15961
Die Abgrenzung synanthroper Vorkommen zu verwilderten Beständen von R. rubrum ist oft nicht gesichert.
Syn: Sorbus graeca auct.
Sorbus graeca s. str.
Species18029
Die Abgrenzung an den Arealrändern zu anderen Sippen ist teilweise unsicher. Eine rein morphologische Abgrenzung zu S. aria ist generell problematisch und erfolgte teilweise durch Zuordnung derbblättriger Formen zu S. graeca. Ähnliches gilt für die Übergänge zwischen S. aria und S. graeca, die unter dem Namen S. pannonica zusammengefasst sind. Zu beiden Problemen sind weitere Untersuchungen notwendig. Dem gegenwärtigen Kenntnisstand wird nur eine gemeinsame Darstellung der Angaben zu S. graeca und S. pannonica in einer Karte gerecht.
Hieracium glaucinum Jord.
Frühblühendes Habichtskraut
Hieracium glaucinum
Species1417
Deutliche Häufungen in der Karte dokumentieren teilweise eine verstärkte Beachtung. Die Art ist in der Norddeutschen Tiefebene meist nur verschleppt, auch wenn diese Nachweise als einheimisch dargestellt wurden.
Euphrasia picta Wimm.
Bunter Augentrost
Euphrasia picta
Species6522
Der Vergleich der Karte von E. kerneri mit den Karten von E. picta, E. officinalis subsp. picta usw. zeigt, dass bei der Kartierung die Arten wahrscheinlich nicht ausreichend unterschieden wurden. Das hängt damit zusammen, dass durch das Zusammenführen von E. rostkoviana und E. picta zu E. officinalis die Trennkriterien nicht präzise formuliert sind und die Abtrennung der E. kerneri als eigene Art dann schwierig ist.
Dipsacus fullonum L.
Wilde Karde
Dipsacus fullonum
Species4391
Der Status wurde teilweise ungenügend differenziert; östlich der Elbe ist die des Öfteren aus der Gartenkultur verwildernden Art überwiegend synanthrop, auch anderswo beruhen mehr Angaben auf Verwilderungen (Selbstaussaat) als die Karte zeigt.
Bromus erectus Huds.
Aufrechte Trespe
Bromus erectus
Species20379
Der Status wurde in verschiedenen Florenprojekten unterschiedlich bewertet. In Nordrhein-Westfalen ist die Art wohl nur in den Kalk- und Lössgebieten indigen. Daneben ist sie immer wieder in Einsaaten enthalten und z. T. hieraus an Straßenrändern eingebürgert. In Niedersachsen ist die Art im Tiefland vor allem an Straßen- und Bahnböschungen oder in Rasenansaaten zu finden (Garve 2007).
Onobrychis viciifolia Scop.
Saat-Esparsette
Onobrychis viciifolia
Species14636
Der Status wurde in den Bundesländern unterschiedlich bewertet, woraus die teilweise künstlich erscheinenden Statusgrenzen resultieren. Auch im überwiegend als einheimisch (archäophytisch) bewerteten Arealanteil sind viele Nachweise enthalten, die nur Verwilderungen aus jüngeren Ansaaten darstellen.
Berberis vulgaris subsp. vulgaris
Gewöhnliche Berberitze
Berberis vulgaris subsp. vulgaris
Subspecies12493
Der Status vieler Vorkommen ist nicht sicher geklärt. Zum Teil sind gepflanzte oder verwilderte Vorkommen als indigen erfasst worden, besonders außerhalb des Hügellandes.
Salix myrsinifolia subsp. myrsinifolia
Schwarz-Weide
Salix myrsinifolia subsp. myrsinifolia
Subspecies11445
Der Status vieler Vorkommen in Norddeutschland konnte vielfach nicht geklärt werden. Es gibt ursprüngliche Vorkommen, die Sippe wurde aber bereits früher vielfach gepflanzt und tritt heute meist an Sekundärstandorten auf (Poppendieck & al. 2010, Seitz & al. 2012). Synanthrope Vorkommen wurden offensichtlich regional unterschiedlich intensiv erfasst.
Trisetum flavescens (L.) P. Beauv.
Gold-Grannenhafer
Trisetum flavescens
Species22371
Der Status konnte vielfach nicht klar differenziert werden, da die Art häufig in Wiesenansaaten enthalten ist. In der Tiefebene ist das fehlende Indigenat sicher richtig bewertet, aber auch in den Mittelgebirgslagen gibt es zahlreiche synanthrope (kultivierte) Vorkommen.
Physalis alkekengi L.
Gewöhnliche Blasenkirsche
Physalis alkekengi
Species7584
Der Status konnte oft nicht zuverlässig erkannt werden. Vermutlich zeigt die Karte zu viele als einheimisch erfasste Vorkommen, zumal die archäophytische P. alkekengi var. alkekengi oft nicht von der häufig in Gärten gepflanzten, leicht verwildernden, neophytischen P. alkekengi var. franchetii unterschieden wurde.
Lolium multiflorum Lam.
Vielblütiger Lolch
Lolium multiflorum
Species21630
Der Status konnte nicht ausreichend differenziert werden; insbesondere konnten zwischen Ansaaten in Wiesen und spontanen, unbeständigen bis eingebürgerten Beständen oft nicht unterschieden werden.
Sambucus racemosa L.
Roter Holunder
Sambucus racemosa
Species4353
Der Status konnte im Übergang von den Mittelgebirgen zur Tiefebene nur ungenügend differenziert werden. Insbesondere in den tieferen Lagen Nordrhein-Westfalens ist der Bereich des indigenen Areals zu großzügig dargestellt, ohne dass aber eine klare Grenze zu den synanthropen Bereichen gezogen werden kann.
Securigera varia (L.) Lassen
Bunte Beilwicke
Securigera varia
Species14716
Der Status konnte im Übergang von den Mittelgebirgen zur Tiefebene nur ungenügend differenziert werden; dies wurde in den betroffenen Bundesländern uneinheitlich bewertet, so dass die Grenze zwischen einheimisch und synanthrop in der Karte künstlich gezogen erscheint.
Pulmonaria officinalis L.
Geflecktes Lungenkraut
Pulmonaria officinalis
Species5149
Der Status ist gebietweise schwer einzuschätzen. Außerdem muss immer wieder mit Verwechslungen mit P. obscura gerechnet werden.
Populus alba L.
Silber-Pappel
Populus alba
Species11177
Der Status einzelner Vorkommen kann nicht immer zuverlässig bewertet werden, da die Art auch in Flussauen gepflanzt wird, etwa zur Uferbefestigung. Zudem besteht gerade bei Pflanzungen Verwechslungsgefahr mit P. canescens. Das indigene Areal wird dennoch in der Karte weitgehend richtig dargestellt.
Geranium sylvaticum subsp. sylvaticum
Wald-Storchschnabel
Geranium sylvaticum subsp. sylvaticum
Subspecies15077
Der Status einiger verstreuter, als einheimisch dargestellter Einzelfunde in collinen bis submontanen Lagen ist zweifelhaft, so etwa im mittleren Bayern, da G. sylvaticum auch als Zierpflanze kultiviert wird und dann verwildert.
Anthriscus cerefolium (L.) Hoffm.
Garten-Kerbel
Anthriscus cerefolium
Species13449
Der Status, d. h. die Abgrenzung zwischen archäophytischen und neophytischen Vorkommen, ist vielfach nicht zuverlässig zu ermitteln.
Centaurea calcitrapa L.
Stern-Flockenblume
Centaurea calcitrapa
Species488
Der Status der Vorkommen ist gebietsweise schwer zu bewerten. Insbesondere ist die Unterscheidung zwischen einheimisch und eingebürgert vielfach nicht möglich, so dass die Karte zum Status nur eine Annäherung ermöglicht.
Nepeta nuda subsp. nuda
Pannonische Katzenminze
Nepeta nuda subsp. nuda
Subspecies5664
Der Status der Vorkommen in Deutschland ist unsicher. Es bleibt unklar, ob alle als einheimisch kartierten Vorkommen korrekt eingestuft sind.
Salvia verticillata L.
Quirl-Salbei
Salvia verticillata
Species5724
Der Status der Art mit eurasiatisch-kontinentalem Areal ist in den verschiedenen Landschaften Deutschlands nicht zweifelsfrei geklärt. Müller (in Jäger 2011) hält die Vorkommen im südlichen Ostdeutschland und den Mittelgebirgen Süd- und Mitteldeutschlands für archäophytisch. In der Karte ist die Art generell als (neophytisch) eingebürgert dargestellt, da eine befriedigende Differenzierung in ältere und jüngere Vorkommen nicht möglich war.
Viola odorata L.
März-Veilchen
Viola odorata
Species11819
Der Status der Art ist oft nicht eindeutig zu bestimmen. Obwohl die Art eine alte Heil- und Zierpflanze ist, die sich schon im Mittelalter als Archäophyt einbürgern konnte, gehen viele (auch sehr beständige) Vorkommen auf junge Verwilderungen aus Gartenkultur zurück, z. B. in siedlungsnahen Wäldern oder in Parks. Archäophytische und neophytische Bestände konnten vielfach nicht zuverlässig unterschieden werden, so dass die Karte nur die oft pauschal vereinheitlichten Statusangaben diverser Projektgebiete zeigt. Gelegentlich kann V. odorata mit der vergleichsweise seltenen V. suavis (oder der gemeinsamen Hybride V. ×erdneri) verwechselt worden sein. Für Schleswig-Holstein ist die Art in der Karte unterrepräsentiert, da sie nicht systematisch erfasst wurde. Dort ist sie zerstreut siedlungsnah eingebürgert, z. B. in den Knicks.
Calepina irregularis (Asso) Thell.
Wendich
Calepina irregularis
Species10020
Der Status der Art in Deutschland ist umstritten. Die Art wird von den meisten Autoren als Neophyt angesehen, doch gibt es auch die gegenteilige Meinung, dass die Vorkommen in den Weinbaugebieten Südwestdeutschlands (Pfalz, Nahetal, Rheinhessen, unteres Moseltal) und am Oberrhein schon länger bestehen und als archäophytisch einzustufen sind.
Picea abies (L.) H. Karst.
Gewöhnliche Fichte
Picea abies
Species24161
Der Status der Art als einer der wirtschaftlich wichtigsten Forstbäume ist besonders schwer zu bewerten. Kultiviert, aus Kulturen massenhaft verwildert und eingebürgert kommt P. abies fast in ganz Deutschland vor. Aus archäobotanischen Untersuchungen und der Kenntnis der Standortansprüche wurden für die meisten Gebirge pauschal bestimmte Höhenlagen abgeleitet, ab denen P. abies als indigen anzusehen ist: so etwa für den Harz ab 600 m und für den Schwarzwald ab 900 m. Damit konnten aber keine kleinräumigen Vorkommen an Sonderstandorten in niedrigeren Lagen (Moore, lokale Kaltluftlagen) herausgearbeitet werden. In manchen Bundesländern werden alle Vorkommen als synanthrop dargestellt, weil es auch in ggf. vorhandenen Mittelgebirgsanteilen keine Belege für indigene Vorkommen gibt.
Nymphaea candida J. Presl & C. Presl
Kleine Seerose
Nymphaea candida
Species12293
Der Sippe wurden (und werden) oft auch Vorkommen südlich der Donau zugeordnet, die jedoch nach Glück (1936) alle zu N. alba var. minor gehören.
Lepidium neglectum Thell.
Verkannte Kresse
Lepidium neglectum
Species10441
Der seit 1900 im Gebiet nachgewiesene Neophyt ist vermutlich nicht ausreichend beachtet worden.
Symphoricarpos albus (L.) S. F. Blake
Weiße Schneebeere
Symphoricarpos albus
Species4358
Der sehr häufig kultivierte, oft verwilderte oder auch in der freien Feldflur gepflanzte Zierstrauch wurde in einigen Gebieten nicht ausreichend erfasst. Die Lücken in Süddeutschland, von Ostbayern bis Hessen und Rheinland-Pfalz, sowie in Schleswig-Holstein, gehen mehr auf mangelnde Beachtung zurück als auf fehlende Vorkommen. Der Status ist nicht immer einfach zu bewerten und wurde uneinheitlich erfasst. Einbürgerungen sind nicht allzu häufig (insofern sind etliche Angaben als eingebürgert sicher voreilig erfolgt), aber die Art hält sich oft lange im nahen Umfeld von (sub)spontanen oder gepflanzten Beständen, auch wenn sie sich nicht nennenswert verjüngt.
Syringa vulgaris L.
Gewöhnlicher Flieder
Syringa vulgaris
Species6383
Der sehr häufig gepflanzte Zierstrauch verwildert häufig, wurde aber nur unvollständig erfasst.
Artemisia verlotiorum Lamotte
Verlot-Beifuß
Artemisia verlotiorum
Species278
Der Neophyt ist inzwischen vielleicht weiter verbreitet als in der Karte dargestellt. Die Art ist nicht immer einfach zu erkennen, vor allem bei kleinen Initialbeständen, und kann daher übersehen werden.
Epilobium brachycarpum C. Presl
Kurzfrüchtiges Weidenröschen
Epilobium brachycarpum
Species15227
Der Neophyt (Erstnachweis 1994) breitet sich erst seit wenigen Jahren rasch und mit zwei deutlichen Ausbreitungszentren beginnend aus. Weitere verstreute Vorkommen außerhalb des dargestellten Areals könnten bisher übersehen worden sein, zumal die Art erst in den neuesten Exkursionsfloren enthalten und daher noch wenig bekannt ist. Sie kann auch wegen ihres unauffälligen Habitus leicht übersehen werden.
Impatiens glandulifera Royle
Drüsiges Springkraut
Impatiens glandulifera
Species14997
Der Neophyt dringt seit den 1990er Jahren auch massiv auf relativ trockene Standorte vor, insbesondere in aufgelichtete, gestörte Forste und die zugehörigen Schlagfluren. Dort kann I. glandulifera hektarweise Dominanzbestände bilden und von da aus weitere Nischen besiedeln. Die Bindung an Fließgewässer ist somit in vielen Gebieten längst aufgehoben. Die Art wurde in Schleswig-Holstein zu wenig erfasst, wie die scharfe (scheinbare) Verbreitungsgrenze zu Hamburg und Niedersachsen belegt. Die inzwischen auch in ganz Bayern flächendeckende Verbreitung wird wegen fehlender aktueller Daten ebenfalls nicht abgebildet.
Geranium purpureum Vill.
Purpur-Storchschnabel
Geranium purpureum
Species15066
Der Neophyt breitet sich derzeit stark entlang von Bahnlinien aus und ist inzwischen vermutlich häufiger als in der Karte dargestellt.
Aesculus hippocastanum L.
Gewöhnliche Rosskastanie
Aesculus hippocastanum
Species18448
Der leicht verwildernde Parkbaum wurde uneinheitlich erfasst. In einigen Bundesländern wurden spontan aufwachsende Jungpflanzen zu wenig notiert, dagegen können besonders in Städten auch gepflanzte Bestände erfasst worden sein. Insgesamt sind unbeständige Vorkommen sicher weiter verbreitet als derzeit in der Karte darstellbar.
Vicia lathyroides L.
Platterbsen-Wicke
Vicia lathyroides
Species14900
Der gebietsweise deutliche Rückgang ist in der Karte nicht gut zu erkennen. Die Art wurde wahrscheinlich aber auch zu wenig erfasst, da man sie nur in einem kurzen Zeitraum des Jahres sicher erkennen kann.
Poa glauca Vahl
Blaugrünes Rispengras
Poa glauca
Species22017
Der einzige gesicherte Nachweis der arktisch-alpin verbreiteten Art in den bayerischen Alpen stammt aus den Tölzer Bergen. In den Allgäuer Alpen kommt P. glauca nur auf österreichischem Gebiet bei Reutte vor (Dörr & Lippert 2001).
Chenopodium probstii Aellen
Chenopodium probstii
Species8886
Der C. album ähnelnde Neophyt wurde bisher erst von wenigen Spezialisten kartiert, die Verbreitung im Gebiet ist unzureichend bekannt.
Sorbus doerriana N. Mey.
Dörr-Zwerg-Mehlbeere
Sorbus doerriana
Species18071
Der Apomikt (S. mougeotii × S. chamaemespilus) ist ein Regionalendemit der Allgäuer Alpen.
Fallopia bohemica und F. japonica
Bastard- und Japanischer Flügelknöterich
Fallopia bohemica und F. japonica
Kombikarte9327
Da vermutlich die meisten Verwechslungen von F. bohemica mit einer der Elternarten sich auf F. japonica beziehen und F. bohemica offenbar nur sehr unvollständig erfasst wurde, werden beide Sippen in einer gemeinsamen Karte dargestellt.
Papaver dubium s. l. L.
Saat-Mohn (i. w. S.)
Papaver dubium s. l.
Species12433
Das weit gefasste P. dubium enthält die Sippen P. confine, P. dubium subsp. dubium und P. lecoqii. Eine Karte zu P. dubium subsp. dubium wird nicht gezeigt, da vor allem ältere Angaben auch zu den anderen beiden Arten gehören können.
Melampyrum nemorosum subsp. nemorosum
Hain-Wachtelweizen
Melampyrum nemorosum subsp. nemorosum
Subspecies6695
Das Vorkommen des ähnlichen M. subalpinum in Brandenburg und Sachsen bedarf noch weiterer Überprüfung.
Geranium pratense L.
Wiesen-Storchschnabel
Geranium pratense
Species15056
Das Indigenat vieler Vorkommen beispielsweise in Südostbayern und Brandenburg ist nicht gesichert. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die Art gelegentlich mit verwilderten Zierpflanzen und Kulturhybriden verwechselt wurde.
Primula hirsuta All.
Behaarte Primel
Primula hirsuta
Species11119
Das Indigenat ist nach Philippi (in Sebald & al. 1993b) nicht gesichert.
Carex brizoides L.
Zittergras-Segge
Carex brizoides
Species19155
Das Indigenat ist im Norden unsicher; die Art wurde im Tiefland gebietsweise wohl erst in neuerer Zeit eingeschleppt und hat sich eingebürgert.
Galium parisiense subsp. parisiense
Pariser Labkraut
Galium parisiense subsp. parisiense
Subspecies6187
Das Indigenat der Art mit einem (sub-)medional-atlantischen Areal in Deutschland ist umstritten. Die Vorkommen im mitteldeutschen Trockengebiet werden zuweilen als archäophytisch angesehen, doch ist nicht auszuschließen, dass diese wie auch die übrigen Vorkommen in Deutschland neophytisch sind.
Succisella inflexa (Kluk) Beck
Eingebogener Moorabbiss
Succisella inflexa
Species4477
Das Indigenat der Art in Deutschland ist umstritten, Merxmüller (1977) hält es für unsicher. Hier werden einige der Vorkommen in Bayern, auch aufgrund eines Neufundes (TK 8038; Zahlheimer 1986), und das erloschene Vorkommen in Südhessen als indigen eingestuft.
Heracleum sphondylium subsp. glabrum (Huth) Holub
Grünblühende Bärenklau
Heracleum sphondylium subsp. glabrum
Subspecies13711
Das in der Karte dargestellte Areal der Unterart dürfte unvollständig sein, da die Sippe nicht überall beachtet wurde. Mit weiteren Vorkommen ist besonders in den nordöstlichen Bundesländern zu rechnen, vereinzelt wohl auch weiter westlich. Thellung (in Hegi 1926) nennt ein Vorkommen bei Gummersbach, hält aber die Angaben für Sachsen, Thüringen und Bayern falsch. Eine kritische Überprüfung ist angebracht.
Allium schoenoprasum L.
Schnittlauch
Allium schoenoprasum
Species22840
Das früher unterschiedene A. schoenoprasum subsp. sibiricum (A. schoenoprasum var. alpinum) wird heute nicht mehr von A. schoenoprasum subsp. schoenoprasum getrennt (Friesen & Blattner 2000).
Galeopsis ladanum L.
Acker-Hohlzahn
Galeopsis ladanum
Species5397
Das Erstellen einer Karte zu G. ladanum ist mit besonderen Schwierigkeiten verbunden: (1) Die westliche Verbreitungsgrenze verläuft von Schleswig-Holstein bis Baden- Württemberg durch Deutschland; (2) G. angustifolia wird erst seit wenigen Jahrzehnten auf Artniveau abgetrennt, ältere Angaben zu G. ladanum betreffen oft die die durch den Eisenbahnbau weit verbreitete G. angustifolia; (3) besonders im Westen Deutschland wurde G. ladanum vielfach nicht erkannt, breitblättrige Formen von G. angustifolia wurden für G. ladanum gehalten; (4) solange G. ladanum häufig war, wurde die Pflanze regelmäßig mit Getreide verschleppt, wodurch auch weit entfernt vom Areal öfter unbeständige Vorkommen entstanden; (5) G. ladanum ist als Bewohner extensiv genutzter Äcker extrem stark rückläufig und ist im Bereich der Arealgrenze seltener geworden. Dort sind daher aktuelle Angaben meist falsch, historische oft richtig.
Oenothera-drawertii-Gruppe
Drawert-Nachtkerze (Artengruppe)
Oenothera-drawertii-Gruppe
Gruppe15486
Das einzige in Einbürgerung begriffene Taxon der Gruppe in Deutschland ist O. hoelscheri.
Rubus dasyphyllus (W. M. Rogers) E. S. Marshall
Rubus dasyphyllus
Species17512
Das disjunkte Areal auf dem Festland dürfte auf wiederholte ornithochore Ansiedlungen der auf den Britischen Inseln sehr häufigen Art zurückzuführen sein.
Chenopodium opulifolium Schrad. ex W. D. J. Koch & Ziz
Schneeballblättriger Gänsefuß
Chenopodium opulifolium
Species8820
Das Areal der Art reicht von Mitteleuropa über das Mediterrangebiet südwärts bis ins tropische Afrika, ostwärts bis Südwestasien. Ob die Vorkommen nördlich der Alpen jüngere Einschleppungen sind (Aellen in Rechinger 1959– 1979), die Art dann als Neophyt einzustufen wäre, oder ob die Besiedlung bereits früher stattfand, kann nicht mit letzter Sicherheit entschieden werden. Das kontinuierliche Areal von Südeuropa bis nach Mitteleuropa lässt vermuten, dass die Vorkommen zumindest in Teilen Deutschlands als archäophytisch einzustufen sind.
Gagea spathacea (Hayne) Salisb.
Scheiden-Goldstern
Gagea spathacea
Species23271
Das Areal der Art ist gebietsweise, z. B. in Ost- und Nordosthessen, unvollständig erfasst.
Gagea villosa (M. Bieb.) Sweet
Acker-Goldstern
Gagea villosa
Species23273
Das Areal der Art ist gebietsweise, insbesondere in Hessen, unvollständig erfasst und bleibt hinter dem Datenstand von Haeupler & Schönfelder (1989) zurück.
Leonurus cardiaca L.
Echtes Herzgespann
Leonurus cardiaca
Species5496
Das Arealbild des archäophytischen L. cardiaca subsp. cardiaca wird inzwischen durch zahlreiche Nachweise der neophytischen Sippen L. cardiaca subsp. intermedius und L. cardiaca subsp. villosus verwischt. Diese beiden werden z. B. von Imkern oder als Bestandteil von „Wildblumen“-Ansaaten auch in der freien Feldflur gepflanzt bzw. angesät. Da die drei Unterarten (gerade auch durch den morphologisch vermittelnden L. cardiaca subsp. intermedius) recht leicht zu verwechseln sind, wurde auch der Status oft nicht ausreichend differenziert; es sind sicher mehr Nachweise bei der Gesamtart synanthrop, als die Karte zeigt.
Ambrosia artemisiifolia L.
Beifuß-Ambrosie
Ambrosia artemisiifolia
Species107
Da Samen der Art z. T. in Vogelfutter- oder Saatmischungen enthalten sind, können daraus keimende Pflanzen immer wieder unbeständige, oft sehr individuenarme Vorkommen bilden. Derartige (Einzel-)Bestände wurden oft nicht erfasst, d. h. übersehen, so dass die Art inzwischen deutlich weiter verbreitet sein dürfte, als die Karte wiedergibt.
Salix fragilis agg.
Bruch-Weide (Artengruppe)
Salix fragilis agg.
Aggregat11360
Das Aggregat umfasst S. fragilis und S. rubens. Wahrscheinlich sind hierunter aber gelegentlich auch andere S. fragilis-Bastarde erfasst worden. Der Status konnte oft nicht sicher bewertet werden, da S. fragilis und S. rubens oft auch an Ufern gepflanzt werden und die Bestände natürlichen Beständen ähneln können.
Myosotis scorpioides agg.
Myosotis scorpioides agg.
Aggregat5005
Das Aggregat umfasst M. laxa, M. nemorosa, M. praecox, M. rehsteineri und M. scorpioides.
Montia fontana agg.
Bach-Quellkraut (Artengruppe)
Montia fontana agg.
Aggregat9142
Das Aggregat umfasst M. arvensis, M. fontana subsp. amporitana und M. fontana subsp. fontana.
Galium mollugo agg.
Wiesen-Labkraut (Artengruppe)
Galium mollugo agg.
Aggregat6145
Das Aggregat umfasst in Deutschland G. album subsp. album und G. album subsp. pycnotrichum, G. mollugo und G. truniacum. Die Karte von G. mollugo agg. zeigt weitgehend die Verbreitung der häufigsten Sippe, G. album subsp. album.
Euphrasia nemorosa agg.
Hain-Augentrost (Artengruppe)
Euphrasia nemorosa agg.
Aggregat6468
Das Aggregat umfasst im Gebiet E. micrantha und E. nemorosa. Die Datenlage für eine Kartendarstellung der zugehörigen Arten ist nicht ausreichend.
Galium verum agg.
Echtes Labkraut (Artengruppe)
Galium verum agg.
Aggregat6247
Das Aggregat umfasst G. verum und G. wirtgenii. Ersteres wurde nicht überall konsequent unterschieden, so dass zusätzlich zur Karte von G. wirtgenii auch die Karte des Aggregats gedruckt ist.
Galium palustre agg.
Sumpf-Labkraut (Artengruppe)
Galium palustre agg.
Aggregat6174
Das Aggregat umfasst G. elongatum und G. palustre. Die Karte des Aggregats zeigt weitgehend die Verbreitung der häufigeren Sippe, G. palustre.
Mentha verticillata agg.
Quirl-Minze (Artengruppe)
Mentha verticillata agg.
Aggregat5621
Das Aggregat umfasst die stabilisierten Hybriden von M. arvensis mit Arten (vorwiegend) aus der M. spicata- Artengruppe: M. carinthiaca, M. dalmatica, M. gracilis, M. smithiana und M. verticillata. Von diesen fünf schwer unterscheidbaren Hybriden bzw. hybridogenen Sippen liegen keine ausreichenden Beobachtungen vor, so dass nur die Karte des Aggregats gezeigt wird.
Valeriana officinalis agg.
Arznei-Baldrian (Artengruppe)
Valeriana officinalis agg.
Aggregat4499
Das Aggregat besteht in Deutschland aus V. excelsa mit drei Unterarten, V. officinalis und V. pratensis mit ebenfalls drei Unterarten. Wegen der schwierigen Unterscheidbarkeit wurden insbesondere die beiden häufigsten und weit verbreiteten Sippen, V. officinalis und V. excelsa, nur unvollständig differenziert. Zwei Unterarten von V. pratensis sowie V. excelsa subsp. versifolia werden in eigenen Karten gezeigt.
Leucanthemum vulgare agg.
Wiesen-Margerite (Artengruppe)
Leucanthemum vulgare agg.
Aggregat2543
Das Aggregat besteht in Deutschland aus L. adustum, L. ircutianum subsp. ircutianum und L. vulgare. Auch das noch nicht etablierte neophytische L. superbum (= L. maximum auct.) gehört hierzu. Die Sippen sind schwer unterscheidbar und werden in den Standardfloren unterschiedlich gefasst. Zudem erschweren die zahlreichen Gartenformen das Unterscheiden der Taxa, so dass neben der Aggregatkarte lediglich zu L. adustum eine separate Karte gedruckt ist.
Myosotis sylvatica agg.
Myosotis sylvatica agg.
Aggregat5078
Das Aggregat besteht im Gebiet aus M. alpestris subsp. alpestris, M. decumbens subsp. decumbens und M. sylvatica subsp. sylvatica.
Populus canadensis und P. nigra
Kanadische und Schwarz-Pappel
Populus canadensis und P. nigra
Kombikarte11192
Da die Unterscheidung zwischen P. nigra und der hybridogenen P. canadensis schwierig ist, z. B. wegen der diagnostisch wichtigen Blattbehaarung, die an hochstämmigen Bäumen oft nicht feststellbar ist, konnten Wildpflanzen und Kulturhybriden vielfach nicht unterschieden werden bzw. sie wurden sogar regelmäßig verwechselt, auch in größeren Projektgebieten. Insbesondere kommt die Seltenheit von reinrassiger P. nigra wegen einer Übererfassung zu Ungunsten von P. canadensis (und von Rückkreuzungsprodukten) in den vorliegenden Daten nicht zum Ausdruck; daher wird nur eine Karte beider Sippen gezeigt. P. nigra ist eine Stromtalpflanze mit Schwerpunkt in den Auen von Rhein, Elbe und Donau und deren größeren Nebenflüssen und sie wird (von der auffälligen P. nigra ‘Italica’ abgesehen) nur selten gepflanzt, während P. canadensis auch in Forstgebieten außerhalb von Auen regelmäßig kultiviert wird und dort auch verwildert.
Polygala vulgaris subsp. oxyptera (Rchb.) Schübl. & G. Martens
Spitzflügliges Kreuzblümchen
Polygala vulgaris subsp. oxyptera
Subspecies15639
Da die Unterart wahrscheinlich nicht immer unterschieden wurde, zeigt die Karte nicht die vollständige Verbreitung. Vor allem im mittleren Deutschland dürfte das Areal weniger aufgelockert sein.
Hedera helix subsp. helix
Gewöhnlicher Efeu
Hedera helix subsp. helix
Subspecies14005
Da die Sippe aus Pflanzungen verwildert, ist das Indigenat der in der Karte als einheimisch dargestellten Vorkommen nicht immer gesichert.
Salix dasyclados Wimm.
Salix dasyclados
Species11345
Da dieser Name sowohl für eine osteuropäisch bis nordasiatisch verbreitete Art, deren Areal bis an das Kartiergebiet reichen könnte, als auch für die oft gepflanzten Bastarde S. caprea × S. cinerea × S. viminalis und S. cinerea × S. viminalis verwendet wurde, enthält die Karte vermutlich ziemlich heterogene Daten. Sowohl die Abgrenzung als auch die Nomenklatur bedürfen weiterer Klärung. Hinzu kommt die hohe Verwechslungsgefahr mit S. ×smithiana. Der Status der gepflanzten, aber auch spontanen Vorkommen konnte nicht immer richtig bewertet werden.
Polypodium vulgare agg.
Gewöhnlicher Tüpfelfarn (Artengruppe)
Polypodium vulgare agg.
Aggregat25042
Da die häufigere Art, P. vulgare, nicht immer kritisch erfasst wurde und insbesondere in ganz Niedersachsen fast keine Daten dazu vorliegen, wird nur die Karte des Aggregats abgebildet. Zum Aggregat gehört außerdem P. interjectum.
Matteuccia struthiopteris (L.) Tod.
Straußenfarn
Matteuccia struthiopteris
Species24902
Da die Art seit langem häufig als Zierpflanze kultiviert wird, ist das Indigenat nicht bei allen als einheimisch dargestellten Angaben gesichert. Zudem wurden synanthrope Vorkommen gebietsweise nicht ausreichend erfasst.
Galium rotundifolium L.
Rundblatt-Labkraut
Galium rotundifolium
Species6222
Da die Art häufig in Fichtenforste verschleppt wird, ist das Indigenat vieler Vorkommen nicht gesichert.
Crataegus monogyna Jacq.
Eingriffliger Weißdorn
Crataegus monogyna
Species16377
C. monogyna ist ohne Zweifel die häufigste Crataegus-Art in Deutschland, wird aber auch seit mehreren Jahrhunderten als einer der beliebtesten Heckensträucher in der Landschaft außerhalb von Siedlungen gepflanzt. Sie kann auch aus Pflanzungen wieder verwildern und sich etablieren. Da ältere Kartierungsprojekte und mehrere publizierte Florenatlanten C. monogyna agg. erfasst haben, ist außerdem davon auszugehen, dass andere eingrifflige Sippen (C. rhipidophylla s. l., C. subsphaericea s. l.) ebenfalls mit kartiert wurden; auch Verwechslungen mit C. subsphaericea, die häufig als Baumschulmaterial angeboten wird, sind zu berücksichtigen. Jedoch dürfte sich an dem Verbreitungsbild auch bei Ausschluss dieser Fehlerquellen, deren Behebung nicht möglich ist, kaum etwas ändern.
Barbarea vulgaris s. str. R. Br.
Barbarea vulgaris s. str.
Species9943
B. vulgaris wurde vielfach nicht von B. arcuata unterschieden, daher ist hier keine Karte gedruckt. Trotzdem wurde sie vermutlich oft als Art im engeren Sinne (bzw. als B. vulgaris subsp. vulgaris) erfasst.
Stipa pennata agg.
Stipa pennata agg.
Aggregat22288
Bis auf S. capillata zählen alle heimischen Stipa- Arten zum S. pennata-Aggregat: S. borysthenica, S. dasyphylla, S. eriocaulis, S. pennata, S. pulcherrima sowie S. tirsa.
Consolida regalis subsp. regalis
Feld-Ackerrittersporn
Consolida regalis subsp. regalis
Subspecies12844
Bestände in Ruderalfluren, außerhalb von Äckern, können mitunter mit C. ajacis (Gartenflüchtling, Bestandteil von Ansaatmischungen) verwechselt worden sein.
Crataegus media Bechst.
Crataegus media
Species16368
Bei C. media handelt es sich um einen Hybridkomplex von C. laevigata × C. monogyna (Jäger 2011, Schmidt 2012). Pflanzen von C. media (oder zugehörige Sorten) werden oft als Ziergehölz oder in Hecken gepflanzt; Verwilderungen sind nicht auszuschließen. Diese Vorkommen wurden z. T. mit C. laevigata verwechselt. C. media wurde einige Zeit als C. ×ovalis bezeichnet und erfasst, heute wird C. ovalis jedoch als Synonym zu C. macrocarpa gestellt, so dass Vorkommen von C. media auch unter C. macrocarpa erfasst sein können.
Festuca makutrensis Zapal.
Festuca makutrensis
Species21201
Bei Benkert & al. (1996) sind Vorkommen in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg dargestellt. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass diese Pflanzen zu anderen Taxa des F. ovina-Aggregates zählen. Offenbar kommt F. makutrensis in Deutschland nicht vor.
Fallopia japonica (Houtt.) Ronse Decr.
Fallopia japonica
Species9334
Bei älteren Nachweisen (vor 1995) sind Verwechslungen mit der hybridogenen F. bohemica nicht ausgeschlossen.
Fallopia sachalinensis (F. Schmidt) Ronse Decr.
Sachalin-Flügelknöterich
Fallopia sachalinensis
Species9366
Bei älteren Nachweisen (vor 1995) sind Verwechslungen mit der hybridogenen F. bohemica nicht ausgeschlossen.
Pastinaca sativa subsp. urens (Req. ex Godr.) Celak.
Brenn-Pastinak
Pastinaca sativa subsp. urens
Subspecies13810
Bei älteren Angaben, die aus der Zeit vor der lebhaften Ausbreitung der letzten Jahrzehnte stammen, ist zu bezweifeln, ob immer die ursprünglich überwiegend atlantischmediterrane Unterart P. sativa subsp. urens gemeint war. Eine sichere Bestimmung der Unterarten war mit den früher üblicherweise verwendeten Merkmalen kaum möglich. Zudem sind regional Übergangsformen zu P. sativa subsp. sativa nicht selten, etwa im Moselgebiet, wo fast von einer „Aufzehrung“ der P. sativa subsp. sativa gesprochen werden kann.
Ulmus glabra Huds.
Berg-Ulme
Ulmus glabra
Species12156
Außer in Teilen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens wurde U. glabra meist als einheimisch bewertet, obwohl es auch dort immer wieder gepflanzte Bestände gibt (aus denen heraus die Art auch verwildert). Insofern enthält die Karte im indigenen Arealanteil zumindest auch eingestreut synanthrope Nachweise, die aber nicht erkannt wurden.
Sedum album subsp. album
Weiße Fetthenne
Sedum album subsp. album
Subspecies15810
Außerhalb von Naturräumen mit Felsen kommt die Sippe meist nur synanthrop vor, oft auf Bahnanlagen oder in Siedlungen im Umfeld von Gärten (z. B. in Pflasterfugen), da sie nicht selten in Steingärten und an Gartenmauern gepflanzt wird. Solche verwilderten Vorkommen können auch vereinzelt zu S. album subsp. micranthum gehören. Die meisten Nachweise, insbesondere alle einheimischen, gehören jedoch zu S. album subsp. album.
Salvinia natans (L.) All.
Gewöhnlicher Schwimmfarn
Salvinia natans
Species25063
Außerhalb einiger Stromtäler (Oberrhein, Elbe, Havel, Oder) sind die Vorkommen wahrscheinlich nur synanthrop, wenn auch teilweise als einheimisch dargestellt. Bei angesalbten Beständen besteht zusätzlich Verdacht auf Verwechslungen mit S. molesta.
Leontodon saxatilis subsp. saxatilis
Nickender Löwenzahn
Leontodon saxatilis subsp. saxatilis
Subspecies2513
Außerhalb des verdichteten Areals im Norden und (Süd-)Westen wurden die zahlreichen, in Garten- und Parkrasen eingeschleppten Bestände nur zufällig oder bei detaillierten regionalen Projekten erfasst. Unbeständige bis eingebürgerte Vorkommen dürfte es daher auch in der Mitte und im Süden des Gebiets häufiger geben, als die Karte zeigt. Die Sippe wird nicht nur öfter übersehen, sondern auch mit L. hispidus verwechselt.
Abies alba Mill.
Weiß-Tanne
Abies alba
Species24131
Außerhalb des süddeutschen, indigenen Areals ist die Art vielfach gepflanzt; diese Vorkommen sind dort aber ungleichmäßig erfasst worden.
Mentha suaveolens Ehrh.
Mentha suaveolens
Species5606
Außerhalb des Rheintals beruhen viele der verstreuten Funde sicher auf Verwechslungen mit M. villosa, daher wird auch eine Summenkarte der rundblättrigen Mentha-Sippen (M. rotundifolia, M. suaveolens und M. villosa) gezeigt.
Ilex aquifolium L.
Europäische Stechpalme
Ilex aquifolium
Species14010
Außerhalb des natürlichen Areals verwildert die als Zierstrauch beliebte Art gelegentlich aus der Kultur. Innerhalb des Areals verdichten sich die Vorkommen durch Gartenflüchtlinge zurzeit gebietsweise stark.
Campanula persicifolia subsp. persicifolia
Pfirsichblättrige Glockenblume
Campanula persicifolia subsp. persicifolia
Subspecies4184
Außerhalb des natürlichen Areals ist die Sippe oft aus Gartenkultur verwildert; solche Bestände wurden nur in einigen regionalen Projekten regelmäßig erfasst.
Rubus ulmifolius Schott
Rubus ulmifolius
Species17927
Außerhalb des kleinen indigenen Areals im Rheinland, insbesondere um Aachen, beruhen die Nachweise vorwiegend auf Verschleppung durch Anpflanzungen aus Baumschulen (vor allem an Straßen- und Autobahnböschungen). Eine Ausnahme ist Helgoland, wo R. ulmifolius vielleicht indigen ist.
Galanthus nivalis subsp. nivalis
Gewöhnliches Schneeglöckchen
Galanthus nivalis subsp. nivalis
Subspecies22941
Außerhalb des indigenen Areals in Süddeutschland ist die Art als häufig kultivierte Zierpflanze oft verwildert und eingebürgert. Bei den synanthropen Vorkommen ist die Karte heterogen; teils wurden verwilderte Vorkommen nur lückenhaft erfasst, teils aber auch kultivierte Bestände aufgenommen.
Brachypodium rupestre (Host) Roem. & Schult.
Felsen-Zwenke
Brachypodium rupestre
Species20317
Außerhalb des Hauptverbreitungsgebiets in Bayern südlich der Donau und im Bodenseegebiet ist das Indigenat vieler Vorkommen unsicher, da die Art auch in Böschungsansaaten auftritt. Der Status dieser Funde wurde oft unzureichend dokumentiert.
Brassica nigra (L.) W. D. J. Koch
Senf-Kohl
Brassica nigra
Species9991
Außerhalb der Stromtäler tritt die Art meist nur unbeständig auf; diesem Umstand wurde bei den Statusangaben nicht immer Rechnung getragen.
Zeige Datensätze 25301 bis 25400 von 25429
Quelle: Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands (2018)