Faunistisch-Floristisches Informationsportal des Saarlandes und der Saar-Mosel-Region
Mehr... Artname Deutscher Name akzeptierter Name Taxonomischer Rang Typischer Status Sortierung nach Taxonomie Sippenkommentar Details zur Art BfN
Atriplex northusana Wein
Atriplex northusana
Species8664
Die hybridogene Sippe (A. oblongifolia × A. patula) ist bisher nur unvollständig erfasst worden.
Rumex heterophyllus Schultz
Rumex heterophyllus
Species9687
Die hybridogene Sippe ist bei weitem nicht ausreichend erfasst, da sie meist verkannt und für R. aquaticus gehalten wurde. Sie tritt vielfach auch ohne die (ehemaligen) Elternarten auf und dürfte an vielen größeren Flüssen weit verbreitet sein, so etwa an der bayerischen Donau (Breitfeld & al. 2007).
Viola bavarica Schrank
Bayerisches Veilchen
Viola bavarica
Species11843
Die hybridogene Sippe (V. reichenbachiana × V. riviniana) ist außerhalb der Blütezeit kaum von V. riviniana zu unterscheiden. Sehr wahrscheinlich gehören zahlreiche Nachweise bei V. riviniana vielmehr in die Karte von V. bavarica, die in manchen Gebieten häufiger als die Elternarten ist (Jäger 2011).
Crassula tillaea Lest.-Garl.
Moos-Dickblatt
Crassula tillaea
Species15724
Die im 19. Jahrhundert im Niederrheingebiet vorkommende Art galt im Bundesgebiet seit 1870 als ausgestorben (Korneck & al. 1998), bis sie in den 1990er Jahren bei Karlsruhe wieder nachgewiesen werden konnte (Kleinsteuber 1995). In Norddeutschland wurde sie 2011 auf Baltrum und 2012 auf Fehmarn gefunden. Diese Funde zeigen vielleicht eine fortschreitende Arealexpansion der Art an, die schon in den Niederlanden und auf den Britischen Inseln beobachtet wurde (Metzing & al. 2011).
Parietaria officinalis L.
Aufrechtes Glaskraut
Parietaria officinalis
Species12191
Die in Brandenburg vermutlich überwiegend synanthropen Vorkommen wurden in der Karte nicht differenziert.
Pyrola rotundifolia L.
Rundblättriges Wintergrün
Pyrola rotundifolia
Species10830
Die in der Bestimmungsliteratur geführten beiden Unterarten wurden bei der Kartierung nur unzureichend unterschieden, auch scheint es beim derzeitigen Kenntnisstand nicht sinnvoll, infraspezifische Sippen zu differenzieren. Die Taxonomie der Art bleibt zu klären. Nach der gegenwärtigen Gliederung ist P. rotundifolia subsp. rotundifolia im Binnenland verbreitet, die Vorkommen an der Nordseeküste gehören wenigstens zum Teil zu P. rotundifolia subsp. maritima.
Sedum hispanicum L.
Blaugrüne Fetthenne
Sedum hispanicum
Species15832
Die in Steingärten und Rabatten häufig gepflanzte Art wurde unvollständig erfasst, was durch die hohe Nachweisdichte in einigen Projektgebieten belegt wird. Sie vermehrt sich innerhalb von Gärten sehr leicht durch Selbstaussaat, verwildert auch vielfach außerhalb der Gärten, aber ortsfern meist nur an Gartenauswurf. Die meisten verwilderten Bestände bleiben kleinflächig über Jahre sehr stabil, breiten sich aber meist kaum aus. Eine Einbürgerung außerhalb von Siedlungen ist daher erst in Ansätzen zu beobachten, etwa an den Rändern wenig benutzter asphaltierter Feldwege und Straßen, wohin die Diasporen durch Fahrzeuge gelangen.
Cotoneaster tomentosus (Aiton) Lindl.
Filz-Zwergmispel
Cotoneaster tomentosus
Species16313
Die irrtümlichen Fundmeldungen außerhalb der Alpen und des Vorlands wurden gelöscht, aber auch im Alpengebiet besteht Verwechslungsgefahr mit eingebürgerten Arten, vor allem dem ebenfalls filzig behaarten, häufig gepflanzten und verwildertem C. dielsianus (vgl. Klotz 2009).
Hieracium bifidum Kit. ex Hornem.
Gabel-Habichtskraut
Hieracium bifidum
Species1302
Die isolierten Vorkommen entlang der nördlichen Mittelgebirgsschwelle und in Mecklenburg, auf ehemaligen Moränen, haben stark reliktischen Charakter.
Lolium temulentum L.
Taumel-Lolch
Lolium temulentum
Species21654
Die jüngeren Nachweise in Berlin gehen auf Ansaaten zurück.
Asplenium scolopendrium subsp. scolopendrium
Hirschzunge
Asplenium scolopendrium subsp. scolopendrium
Subspecies24485
Die kalkliebende Art tritt häufig und zunehmend auch außerhalb ihres natürlichen Areals an synanthropen Standorten auf wie z. B. Kellerschächten, Mauerfugen etc. auf. Seit ca. 20 Jahren ist eine Ausbreitungstendenz in das Nordwestdeutsche Tiefland zu beobachten, wo A. scolopendrium subsp. scolopendrium stellenweise durch die Schließung alter Brunnenschächte nach demZweiten Weltkrieg vorübergehend als verschollen galt. Die Art verwildert auch aus Gartenformen (Keil & al. 2012) und breitet sich inzwischen auch in Großstädten (z. B. Mannheim, Saarbrücken) aus.
Festuca guestfalica Boenn. ex Rchb.
Westfälischer Schwingel
Festuca guestfalica
Species21167
Die Karte bildet vielfach nur Kartieraktivitäten ab. In kalkreichen Gebieten wurde die Art sicher oft für die sehr ähnliche, aber azidophytische F. ovina gehalten, d. h. F. guestfalica ist wohl häufiger als dargestellt.
Salix rubens Schrank
Hohe Weide
Salix rubens
Species11370
Die Karte bildet wohl das Areal im Wesentlichen ab; die hybridogene Art ist (gegenüber S. fragilis) aber sicher noch regional zu wenig erfasst.
Carex vulpina L.
Fuchs-Segge
Carex vulpina
Species19699
Die Karte dürfte vor allem in den Kalkgebieten einige Funde von Carex otrubae enthalten.
Calystegia sepium (L.) R. Br.
Gewöhnliche Zaunwinde
Calystegia sepium
Species7398
Die Karte enthält auch die lokal häufigere, stabilisierte Hybride C. ×lucana, auf die allerdings nur bei wenigen Projekten geachtet wurde. Die auffällige Verbreitungslücke in Bayern südlich der Donau beruht weitgehend auf Kartierungslücken. Dagegen bildet die anschließende Ausdünnung im Bayerischen Wald eine tatsächliche Areallücke ab.
Atriplex prostrata s. l. Boucher ex DC.
Spießblättrige Melde
Atriplex prostrata s. l.
Species8699
Die Karte enthält auch die Nachweise der Unterarten A. prostrata subsp. deltoidea, A. prostrata subsp. latifolia, A. prostrata subsp. prostrata und A. prostrata subsp. triangularis, die aber unzureichend erfasst wurden. A. prostrata subsp. latifolia ist die häufige Sippe des Binnenlandes.
Diphasiastrum complanatum (L.) Holub
Gewöhnlicher Flachbärlapp
Diphasiastrum complanatum
Species25141
Die Karte enthält auch gelegentlich Nachweise zu anderen Arten des D. complanatum agg., aufgrund von Verwechslung oder wegen nicht konsequenter Trennung von D. complanatum agg. und D. complanatum.
Salix purpurea L.
Purpur-Weide
Salix purpurea
Species11453
Die Karte enthält auch in Gebieten mit überwiegend einheimischen Vorkommen viele synanthrope Nachweise, die aber oft verkannt wurden. Vor allem in Teilen Norddeutschlands ist das Indigenat fraglich und auch kaum mehr sicher festzustellen. S. purpurea wird auch in Flussauen sehr häufig als ökologische Ausgleichsmaßnahme oder zur Böschungsbefestigung gepflanzt; insofern sind die als einheimisch dargestellten Bereiche in der Karte zu großzügig bemessen.
Centaurium erythraea subsp. erythraea
Echtes Tausendgüldenkraut (Unterart)
Centaurium erythraea subsp. erythraea
Subspecies4653
Die Karte enthält auch Nachweise von C. capitatum, die von C. erythraea vielfach nicht unterschieden wurde. C. capitatum kommt in Schleswig-Holstein (Amrum, Sylt und bei Grossenbrode) vor (Jäger 2011). Sichere Nachweise für C. erythraea subsp. rhodense liegen aus dem Gebiet nicht vor.
Salix aurita L.
Ohr-Weide
Salix aurita
Species11269
Die Karte enthält auch verkannte Nachweise von S. ×multinervis (= S. aurita × S. cinerea), seltener vielleicht auch von anderen Hybriden.
Euphrasia stricta J. P. Wolff ex J. F. Lehm.
Steifer Augentrost
Euphrasia stricta
Species6544
Die Karte enthält aufgrund von Verwechslungen vermutlich auch öfter Nachweise von E. nemorosa.
Euphorbia esula subsp. esula
Esels-Wolfsmilch
Euphorbia esula subsp. esula
Subspecies14108
Die Karte enthält außerhalb des mitteldeutschen Trockengebiets und der (in der Breite oft eng begrenzten) großen Stromsysteme offenbar zahlreiche Falschangaben eines „E. virgata agg.“, vermutlich überwiegend von E. pseudovirgata. Angaben z. B. aus dem Erzgebirge, Fichtelgebirge und aus Südbayern, vermutlich auch aus vielen anderen montanen Regionen, sind wahrscheinlich falsch und beziehen sich ebenfalls überwiegend auf E. pseudovirgata.
Medicago sativa L.
Echte Luzerne (i. w. S.)
Medicago sativa
Species14597
Die Karte enthält die Nachweise für M. sativa s. str. und M. varia. Letztere umfasst sowohl Spontanhybriden zwischen M. falcata und Kultursippen, kenntlich an den changierenden Blütenfarben, als auch die in der Züchtung entstandenen blauviolettblütigen Sorten. Diese – häufig auch verwildernd – gehören in aller Regel nicht zu M. sativa s. str., sondern sind aufgrund der Hülsenmerkmale in den Formenkreis der M. varia zu stellen. Medicago sativa s. str. ist in Deutschland selten; sichere Nachweise sind nur aus Bayern und Baden-Württemberg bekannt.
Geranium molle L.
Weicher Storchschnabel
Geranium molle
Species15043
Die Karte enthält einzelne Nachweise von G. aequale, das erst neuerdings unterschieden wird und entsprechend kaum beachtet wurde. Bisher liegen erst sehr wenige Einzelnachweise vor; über die tatsächliche Häufigkeit kann nichts ausgesagt werden.
Alchemilla vulgaris L.
Spitzlappen-Frauenmantel
Alchemilla vulgaris
Species16209
Die Karte enthält sehr wahrscheinlich etliche Angaben, die eigentlich nur auf A. vulgaris agg. bezogen waren und wegen der Namensgleichheit unkritisch oder versehentlich als A. vulgaris (s. str.) abgelegt wurden.
Rosa micrantha Borrer ex Sm.
Kleinblütige Rose
Rosa micrantha
Species17043
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. gremlii.
Rosa elliptica Tausch
Keilblättrige Rose
Rosa elliptica
Species16990
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. inodora.
Rosa dumalis Bechst.
Vogesen-Rose
Rosa dumalis
Species16955
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. subcanina.
Rosa caesia s. str. Sm.
Lederblättrige Rose
Rosa caesia s. str.
Species16877
Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. subcollina.
Senecio erucifolius L.
Raukenblättriges Greiskraut
Senecio erucifolius
Species2827
Die Karte enthält vermutlich auch einige Fehlangaben, die auf Verwechslungen mit S. jacobaea zurückgehen.
Melampyrum sylvaticum L.
Wald-Wachtelweizen
Melampyrum sylvaticum
Species6734
Die Karte enthält vermutlich einige Nachweise von klein- und intensiv gelbblütigen Formen von M. pratense.
Helianthus tuberosus L.
Topinambur
Helianthus tuberosus
Species1247
Die Karte enthält vermutlich Nachweise ähnlicher nordamerikanischer Helianthus-Arten, so etwa von H. decapetalus, und von Kulturhybriden, insbesondere von H. laetiflorus. Dennoch dürfte H. tuberosus in naturnaher Vegetation die bei weitem häufigste Helianthus-Art sein, etwa in Uferstaudenfluren. Die größeren Lücken in der Karte dürften teilweise auf mangelnder Erfassung beruhen.
Rumex aquaticus subsp. aquaticus
Wasser-Ampfer
Rumex aquaticus subsp. aquaticus
Subspecies9636
Die Karte enthält vermutlich reichlich Nachweise des hybridogenen R. heterophyllus, welcher aufgrund des schief herzförmigen Blattgrunds oft für R. aquaticus gehalten wird, auch wenn die sonstigen Merkmale oft eher an R. hydrolapathum erinnern. Einige solcher Angaben an der Donau konnten bereinigt werden, andere bleiben zu überprüfen (Breitfeld & al. 2007).
Quercus pubescens Willd.
Flaum-Eiche
Quercus pubescens
Species12072
Die Karte enthält wahrscheinlich auch Hybriden mit den beiden anderen einheimischen Quercus-Arten, die aber oft nicht als solche erkannt wurden.
Carex cespitosa L.
Rasen-Segge
Carex cespitosa
Species19219
Die Karte enthält wohl auch Nachweise von C. nigra, die gelegentlich mit C. cespitosa verwechselt wird.
Salicornia europaea s. l. L.
Gewöhnlicher Queller
Salicornia europaea s. l.
Species8967
Die Karte für die diploide S. europaea fasst die Unterarten S. europaea subsp. europaea und S. europaea subsp. brachystachya zusammen. Letztere kommt auch im Binnenland an Salzstellen vor. Nach Kadereit & al. (2013) sind die dort vorkommenden Pflanzen jedoch anhand molekularer (aber nicht morphologischer) Merkmale von S. europaea zu trennen und der kontinental verbreiteten S. perennans subsp. perennans zuzuordnen.
Cochlearia danica L.
Dänisches Löffelkraut
Cochlearia danica
Species10127
Die Karte ist ein Musterbeispiel für die neophytische Ausbreitung einer Art überwiegend entlang der Autobahnen. Die Ausbreitung ist offenbar noch nicht abgeschlossen und auch im aktuellen Zustand nicht vollständig erfasst.
Calystegia pulchra Brummitt & Heywood
Schöne Zaunwinde
Calystegia pulchra
Species7392
Die Karte ist problembelastet. Zum einen können Vorkommen nicht erfasst worden sein, da die Art in nicht blühendem Zustand kaum zu erkennen, d. h. von C. sepium zu trennen ist. Zum anderen ist der Status der Vorkommen schwierig einzuschätzen, da gepflanzte, aber wuchernde Pflanzen schwierig von spontan aufgewachsenen zu unterscheiden sind.
Rosa rubiginosa L.
Wein-Rose
Rosa rubiginosa
Species17060
Die Karte kann auch einzelne Nachweise von R. gremlii oder R. micrantha enthalten.
Rhinanthus glacialis Personnat
Begrannter Klappertopf
Rhinanthus glacialis
Species6986
Die Karte kann einige Falschangaben in Nordund Mitteldeutschland enthalten, teilweise bedingt durch den Gebrauch des Namens „Rhinanthus angustifolius auct. p. p.“, der sich hier auf R. serotinus bezieht.
Euphorbia virgata Waldst. & Kit.
Ruten-Wolfsmilch
Euphorbia virgata
Species14109
Die Karte könnte noch einige Nachweise von verkannter E. pseudovirgata enthalten, auch wenn viele der Falschmeldungen inzwischen bereinigt wurden.
Bromus hordeaceus agg.
Bromus hordeaceus agg.
Aggregat20390
Die Karte repräsentiert die Verbreitung von B. hordeaceus; außerdem gehört B. lepidus zum Aggregat. Die Verbreitungslücken im Schwarzwald und Bayerischen Wald zeigen die tatsächlichen Verhältnisse, zumindest in den höheren Lagen. Nur in einigen kleineren Gebieten wurde B. hordeaceus unvollständig erfasst.
Pimpinella saxifraga agg.
Kleine Pimpinelle (Artengruppe)
Pimpinella saxifraga agg.
Aggregat13857
Die Karte repräsentiert die Verbreitung von P. saxifraga; das Aggregat umfasst außerdem P. nigra (mit einer eigenen Karte).
Noccaea caerulescens (J. Presl & C. Presl) F. K. Mey.
Noccaea caerulescens agg.
Species10514
Die Karte umfasst die beiden Unterarten N. caerulescens subsp. caerulescens und N. caerulescens subsp. sylvestris (einschließlich N. caerulescens subsp. calaminaris, Meyer 2006). Die letzte ist auf schwermetallhaltige Böden Westdeutschlands beschränkt, reicht ostwärts mit zerstreuten Vorkommen bis Südniedersachen, Nordhessen und die thüringische Rhön. N. caerulescens subsp. caerulescens besiedelt ein breiteres Standortsspektrum und ist in Süd- und Ostdeutschland weit verbreitet.
Buglossoides arvensis s. l. (L.) I. M. Johnst.
Acker-Rindszunge (i. w. S.)
Buglossoides arvensis s. l.
Species4899
Die Karte umfasst neben B. arvensis (weiß blühend) auch B. incrassata subsp. splitgerberi (weiß, rosa oder blau blühend). Sie wurden während der Kartierungen nicht unterschieden, sind aber beide für verschiedene Bundesländer nachgewiesen. Blau blühende Exemplare gehören immer zu B. incrassata subsp. splitgerberi (Clermont & al. 2003).
Genista tinctoria L.
Färber-Ginster
Genista tinctoria
Species14369
Die Karte umfasst neben der weit verbreiteten G. tinctoria subsp. tinctoria auch G. tinctoria subsp. littoralis, die an der Westküste von Schleswig-Holstein sowie auf den Inseln Sylt, Amrum und Föhr vorkommt (Jäger 2011).
Phedimus hybridus (L.) tŽHart
Phedimus hybridus
Species15780
Die Karte umfasst vermutlich auch zahlreiche (oder sogar die meisten) Nachweise von P. florifer und P. kamtschaticus, also einen großen Teil der gelbblühenden, mehr oder weniger polsterförmigen, offenbar zunehmend verwildernden Sippe. Die Art scheint auch in höheren Lagen der Alpen (als eine von hier noch relativ wenigen synanthropen Sippen) zunehmend zu verwildern.
Aconitum napellus subsp. lusitanicum Rouy
Blauer Eisenhut
Aconitum napellus subsp. lusitanicum
Subspecies12522
Die Karte von Aconitum napellus enthält deutlich mehr Nachweise als die von A. napellus subsp. lusitanicum und den anderen Taxa der Gesamtart zusammen. Sie enthält aber vermutlich auch zahlreiche synanthrope Nachweise von Gartenhybriden (A. × cammarum), jedoch konnten Angaben von Wildsippen und Gartenpflanzen nicht zuverlässig getrennt werden. Daher wird auf eine Darstellung von Aconitum napellus s. l. verzichtet. Die nicht einheimischen Vorkommen, insbesondere aus Regionen weitab des indigenen Areals, gehören vielfach zu anderen Taxa.
Hieracium acutifolium Vill.
Gabelästiges Habichtskraut
Hieracium acutifolium
Species1853
Die Karte wird als Beispiel des Verbreitungsbildes einer durch gelegentliche Hybridisierung entstehenden Zwischenart gezeigt.
Syn: Hieracium aridum Freyn
Hieracium pilosella × piloselloides
Species2209
Die Karte wird als Beispiel des Verbreitungsbildes einer durch gelegentliche Hybridisierung entstehenden Zwischenart gezeigt. Die sehr zerstreuten Nachweise zeigen dabei sowohl die Seltenheit als auch schwere Erkennbarkeit an, aber auch die Regionen intensiverer Nachforschung (Raum München, Ulm).
Viola scabra F. Braun
Raues Veilchen
Viola scabra
Species11864
Die Karte zeigt den noch sehr lückenhaften Beobachtungsstand für die hybridogene Sippe. So lange (im Frühling) noch keine Ausläufer entwickelt sind, kann V. scabra mit einem ihrer Eltern, V. hirta, verwechselt werden, ansonsten auch leicht mit dem anderen Elter, V. odorata. Im Verbreitungsgebiet von V. odorata dürfte V. scabra viel häufiger sein als derzeit darstellbar.
Tragopogon pratensis s. l. L.
Wiesen-Bocksbart (i. w. S.)
Tragopogon pratensis s. l.
Species3996
Die Karte zeigt die Nachweise für T. pratensis s. str., T. orientalis und T. minor. Die beiden häufigsten Arten wurden nur unvollständig differenziert: Während auf T. orientalis recht zuverlässig geachtet wurde, wurde T. pratensis s. str. auch in einigen größeren Gebieten nicht von der Art im weiteren Sinne differenziert. Die seltenste der drei Arten, T. minor, wurde stärker beachtet, zumal sie leichter zu unterscheiden ist.
Vaccinium uliginosum s. l. L.
Moor-Heidelbeere (i. w. S.)
Vaccinium uliginosum s. l.
Species10890
Die Karte zeigt die Nachweise für V. gaultherioides und V. uliginosum s. str. Es zeichnet sich ab, dass V. gaultherioides in Deutschland auf die Hochlagen der Alpen und die subalpine Stufe des Schwarzwaldes beschränkt ist. Da es bisher keine umfassende fundierte morphologische und zytologische Analyse der Bestände gibt, wird hier nur die Karte von V. uliginosum s. l. gezeigt.
Myosotis arvensis (L.) Hill
Acker-Vergissmeinnicht
Myosotis arvensis
Species4984
Die Karte zeigt die Verbreitung der bei weitem häufigeren Unterart M. arvensis subsp. arvensis. Die seltenere, nicht für Äcker, sondern nur für waldnahe Habitate angegebene M. arvensis subsp. umbrata wurde zu wenig beachtet. Sie spielt aber dennoch für das Areal der Art keine Rolle, da außerhalb der Hochlagen Quadranten ohne M. arvensis subsp. arvensis kaum zu erwarten sind.
Origanum vulgare L.
Gewöhnlicher Dost
Origanum vulgare
Species5677
Die Karte zeigt die Verbreitung der bei weitem häufigsten Unterart, dem einheimischen O. vulgare subsp. vulgare, das aber nur bei einigen Projekten konkret unterschieden wurde. Von der verwilderten Kultursippe, O. vulgare subsp. megastachyum, liegen bisher nur 13 Quadrantennachweise vor. Die Art wurde in Südbayern zu wenig erfasst.
Pedicularis palustris L.
Sumpf-Läusekraut
Pedicularis palustris
Species6935
Die Karte zeigt die Verbreitung der bei weitem häufigsten Unterart, P. palustris subsp. palustris. Die seltene P. palustris subsp. opsiantha ist bisher nur aus einem Quadranten (1939/1) in Mecklenburg-Vorpommern belegt.
Ranunculus acris L.
Scharfer Hahnenfuß
Ranunculus acris
Species12983
Die Karte zeigt die Verbreitung der bei weitem häufigsten Unterart, R. acris subsp. acris. Von der seltenen und womöglich auch oft übersehenen R. acris subsp. friesianus gibt es über das ganze Gebiet verstreute Nachweise, die jedoch vielfach in der Bestimmung nicht abgesichert sind.
Armeria maritima s. l. (Mill.) Willd.
Gewöhnliche Grasnelke
Armeria maritima s. l.
Species9204
Die Karte zeigt die Verbreitung der einzigen in Deutschland vorkommenden Unterart, A. maritima subsp. elongata (Jäger 2011). Die Unterart A. maritima subsp. maritima besiedelt die Küsten im atlantischen Europa und reicht ostwärts nur bis zu den Niederlanden. An der deutschen Nord- und Ostseeküste kommen intermediäre Formen vor, deren taxonomischer Status unterschiedlich beurteilt wird. Deren Eigenständigkeit wurde bereits von Marsson (1869) erkannt, heute trennen vor allem skandinavische Autoren sie als eigene Unterart A. maritima subsp. intermedia ab.
Phalaris arundinacea L.
Rohr-Glanzgras
Phalaris arundinacea
Species21847
Die Karte zeigt die Verbreitung der Wildsippe, P. arundinacea var. arundinacea. In der Karte sind auch Angaben für das Ziergras P. arundinacea var. picta enthalten, das an Gartenteichen gepflanzt wird und öfter mit Gartenauswurf verwildert. Das Arealbild der Wildsippe wird dadurch nicht verändert.
Stellaria nemorum s. l. L.
Hain-Sternmiere (i. w. S.)
Stellaria nemorum s. l.
Species8602
Die Karte zeigt die Verbreitung von S. nemorum s. str. (häufige, weit verbreite Sippe) und S. montana (seltene, aber auch zu wenig erfasste Sippe).
Salix cinerea s. l. L.
Grau-Weide
Salix cinerea s. l.
Species11318
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung der einheimischen (aber durchaus auch öfter gepflanzten) S. cinerea subsp. cinerea; die vermutlich nur neophytische S. cinerea subsp. oleifolia wurde bisher nur in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Unterfranken nachgewiesen.
Hordeum murinum s. l. L.
Mäuse-Gerste
Hordeum murinum s. l.
Species21550
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung der Unterart H. murinum subsp. murinum, die in Deutschland einheimisch ist. H. murinum subsp. leporinum und H. murinum subsp. glaucum sind seltene bzw. sehr seltene Adventivsippen, wurden aber möglicherweise gelegentlich übersehen, weil nicht auf sie geachtet wird.
Festuca pulchella Schrad.
Zierlicher Schwingel
Festuca pulchella
Species21294
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von F. pulchella subsp. pulchella; in den Berchtesgadener und Chiemgauer Alpen kommt auch F. pulchella subsp. jurana vor.
Geranium phaeum L.
Brauner Storchschnabel
Geranium phaeum
Species15050
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von G. phaeum subsp. phaeum. Von der selteneren G. phaeum subsp. lividum gibt es nur sehr wenige Nachweise im Karwendelgebirge. Die Art ist nur in den Alpen und im Vorland indigen, die indigenen Vorkommen sind allerdings nicht immer von verwilderten eindeutig zu unterscheiden.
Phleum pratense agg.
Wiesen-Lieschgras (Artengruppe)
Phleum pratense agg.
Aggregat21901
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von P. pratense. Das ebenfalls über Deutschland weit verbreitete, doch insgesamt etwas seltenere P. nodosum wurde in vielen Projektgebieten nicht ausreichend getrennt kartiert.
Silene vulgaris (Moench) Garcke
Gewöhnliches Leimkraut
Silene vulgaris
Species8466
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von S. vulgaris subsp. vulgaris. Die nur aus Südbayern bekannte S. vulgaris subsp. glareosa wird in einer eigenen Karte dargestellt.
Veronica anagallis-aquatica agg.
Blauer Wasser-Ehrenpreis (Artengruppe)
Veronica anagallis-aquatica agg.
Aggregat7226
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von V. anagallis-aquatica, allerdings gibt es bei dieser Art erhebliche Beobachtungslücken. Die beiden anderen Arten des Aggregats, V. anagalloides und V. catenata, werden in eigenen Karten dargestellt.
Cornus sanguinea L.
Blutroter Hartriegel
Cornus sanguinea
Species14047
Die Karte zeigt überwiegend die Verbreitung der einheimischen C. sanguinea subsp. sanguinea. Die ebenfalls wahrscheinlich einheimische Unterart C. sanguinea subsp. hungarica kommt selten bis zerstreut in wärmebegünstigten Gebieten Süddeutschlands vor, wurde aber wenig beachtet. Sie wird ebenso wie die nichteinheimische C. sanguinea subsp. australis häufig in Baumschulen vermehrt und gelangt über Heckenpflanzungen in die freie Feldflur, wo sie Etablierungstendenzen zeigt. Dadurch ist das indigene Areal gebietsweise durch Bestände der sehr häufig in Hecken gepflanzten Art verwischt.
Prunus spinosa agg.
Schlehe (Artengruppe)
Prunus spinosa agg.
Aggregat16818
Die Karte zeigt überwiegend die Verbreitung der einheimischen P. spinosa. Diese Art wurde aber nur in einigen Projektgebieten von der selteneren Kulturhybride P. fruticans unterschieden, die nach der Datenlage in einigen gut untersuchten Bereichen sogar relativ häufig (synanthrop) nachgewiesen werden konnte.
Draba verna agg.
Frühlings-Hungerblümchen (Artengruppe)
Draba verna agg.
Aggregat10214
Die Karte zeigt überwiegend die Verbreitung von D. verna; allerdings wurden die anderen Arten des Aggregats, D. praecox und D. spathulata, nicht überall ausreichend unterschieden.
Hypericum perforatum L.
Tüpfel-Hartheu
Hypericum perforatum
Species11604
Die Karte zeigt überwiegend die Verbreitung von H. perforatum subsp. perforatum; von H. perforatum subsp. veronense gibt es nur wenige Nachweise, vor allem aus den mittleren Bundesländern. Darüber hinaus besteht (im Bereich bodenfeuchter Habitate) Verwechslungsgefahr mit der H. maculatum-Hybride H. desetangsii, wenn diese in den Merkmalen H. perforatum angenähert ist.
Lathraea squamaria L.
Gewöhnliche Schuppenwurz
Lathraea squamaria
Species6591
Die Karte zeigt überwiegend die Verbreitung von L. squamaria subsp. squamaria. Von der seltenen L. squamaria subsp. tatrica gibt es bisher nur Einzelangaben aus dem Allgäu und dem Nationalpark Bayerischer Wald.
Stipa pulcherrima s. l. K. Koch
Großes Federgras
Stipa pulcherrima s. l.
Species22327
Die Karte zeigt überwiegend die Verbreitung von S. pulcherrima subsp. pulcherrima. Die beiden anderen Unterarten sind extrem selten: S. pulcherrima subsp. bavarica ist nur vom Finkenstein bei Neuburg a. d. Donau, S. pulcherrima subsp. palatina nur von Bad Dürkheim bekannt.
Juncus bufonius agg.
Kröten-Binse (Artengruppe)
Juncus bufonius agg.
Aggregat22502
Die Karte zeigt weitgehend die Verbreitung von J. bufonius; allerdings wurde diese Art vor allem in Südbayern nicht ausreichend erfasst. Die beiden selteneren Arten J. minutulus und J. ranarius wurden unvollständig kartiert, wobei lediglich der Datenstand von J. ranarius eine eigene Karte rechtfertigt. Die taxonomische Eigenständigkeit von J. minutulus ist umstritten (Cope & Stace 1978). Zum Aggregat gehört außerdem J. foliosus, die als mediterrane Art bisher nur einmal in Bamberg adventiv beobachtet wurde.
Lathyrus laevigatus (Waldst. & Kit.) Gren.
Gelbe Platterbse
Lathyrus laevigatus
Species14435
Die Karte zeigt weitgehend die Verbreitung von L. laevigatus subsp. occidentalis. Der seltenere L. laevigatus subsp. scopolii ist nur aus den Berchtesgadener Alpen nachgewiesen, wo aber auch L. laevigatus subsp. occidentalis vorkommt.
Trifolium pratense L.
Rot-Klee
Trifolium pratense
Species14798
Die Karte zeigt weit überwiegend die Verbreitung von T. pratense subsp. pratense. Weder diese Unterart noch T. pratense subsp. maritimum (nur an den Küsten) wurden ausreichend differenziert. Nur T. pratense subsp. nivale wird in einer eigenen Karte vorgestellt. Eine weitergehende Unterscheidung von Unterarten wurde nicht für sinnvoll erachtet.
Atriplex littoralis L.
Strand-Melde
Atriplex littoralis
Species8658
Die Küstenart tritt im Binnenland an Salzstandorten meist nur vorübergehend adventiv auf. An Kalihalden existieren aber seit mehr als 30 Jahren etablierte Vorkommen (Garve & Garve 2000).
Carex depauperata Curtis ex With.
Verarmte Segge
Carex depauperata
Species19240
Die lange als verschollen geltende Art wurde neuerdings im Umfeld des alten Fundorts spärlich wieder beobachtet.
Ranunculus rhombilobus Borch.-Kolb
Ranunculus rhombilobus
Species13195
Die lokale Verbreitung der Art im Bayerischen Wald ist gut bekannt, und das Vorkommen besteht nur aus wenigen Populationen.
Campanula rapunculoides L.
Acker-Glockenblume
Campanula rapunculoides
Species4192
Die markante Verbreitungslücke in den Hochlagen der östlichen silikatischen Mittelgebirgen, vor allem im Thüringer Wald, kommt im TK-Raster nicht deutlich zum Ausdruck.
Polycnemum arvense L.
Acker-Knorpelkraut
Polycnemum arvense
Species8959
Die Mehrzahl vor allem der neueren Angaben dürfte zu P. majus gehören. Die Identität wäre an vorhandenen Belegen zu prüfen; die Karte konnte bisher dahingehend nicht bereinigt werden.
Cicerbita macrophylla (Willd.) Wallr.
Großblättriger Milchlattich
Cicerbita macrophylla
Species739
Die meisten Nachweise gehören vermutlich zu C. macrophylla subsp. uralensis; diese Unterart wurde aber nur in wenigen Fällen erfasst.
Nymphaea alba subsp. alba
Weiße Seerose
Nymphaea alba subsp. alba
Subspecies12289
Die Menge der einheimischen Vorkommen ist in der Karte sicher überbewertet. Pflanzungen (Ansalbungen) sind oft nur dann gut zu erkennen, wenn es sich um kräftig rosa blühende Kulturhybriden handelt. Weißblütige Kulturhybriden sind vielfach nicht von der Wildsippe zu trennen.
Biscutella laevigata L.
Glattes Brillenschötchen
Biscutella laevigata
Species9962
Die nach derzeitiger Gliederung im Gebiet auftretenden sieben Unterarten (B. laevigata subsp. gracilis, B. laevigata subsp. guestphalica, B. laevigata subsp. kerneri, B. laevigata subsp. laevigata, B. laevigata subsp. subaphylla, B. laevigata subsp. tenuifolia und B. laevigata subsp. varia) wurden nur unvollständig unterschieden.
Cerastium lucorum (Schur) Möschl
Großfrüchtiges Hornkraut
Cerastium lucorum
Species7952
Die Nachweise bilden das Areal vermutlich im Großen und Ganzen ab, wenngleich in einigen Regionen mit Verdichtungen der Nachweise zu rechnen ist.
Festuca csikhegyensis Simonk.
Blaugrüner Schwingel
Festuca csikhegyensis
Species21150
Die Nachweise im Donautal sind nicht gesichert; die Art ist leicht mit F. pallens zu verwechseln.
Zannichellia palustris subsp. pedicellata (Wahlenb. & Rosén) Syme
Gestielter Sumpf-Teichfaden
Zannichellia palustris subsp. pedicellata
Subspecies18887
Die noch stärker als Zannichellia palustris subsp. palustris an salzhaltige Standorte gebundene Unterart wurde nicht überall konsequent unterschieden. Dennoch bildet die Karte die Verbreitung hinreichend ab.
Hieracium fuscocinereum Norrl.
Pfeil-Habichtskraut
Hieracium fuscocinereum
Species1403
Die nordisch-subozeanische Art erreicht im Gebiet die Südgrenze ihrer Verbreitung (Schuhwerk 1984).
Digitalis purpurea subsp. purpurea
Roter Fingerhut
Digitalis purpurea subsp. purpurea
Subspecies6443
Die Ostgrenze des natürlichen Areals ist nicht genau bekannt. Durch die unterschiedliche Bewertung des Status in einigen benachbarten Bundesländern entstehen Statusgrenzen in der Karte, die nicht die tatsächlichen Verhältnisse widerspiegeln. Insbesondere in Bayern und Thüringen stoßen indigene und synanthrope Vorkommen zusammen oder überlagern sich, ohne dass sich die Grenze des natürlichen Areals festlegen ließe.
Dactylorhiza traunsteineri s. str. (Saut.) Soó
Traunsteiner-Fingerwurz
Dactylorhiza traunsteineri s. str.
Species23594
Die Populationen des südlichen Pfälzer Waldes wurden als eigenständige Sippe abgetrennt, D. traunsteineri subsp. vosagiaca (Kreutz 2011).
Arctium nemorosum Lej.
Hain-Klette
Arctium nemorosum
Species197
Die regional merkwürdig anmutenden Verbreitungsgrenzen im westlichen Deutschland beruhen ganz überwiegend nicht auf Kartierdefiziten. So ist die Art in der Eifel nicht selten, fehlt aber völlig im Hunsrück und auch weiter südlich anschließenden Landschaften.
Scorzoneroides helvetica (Mérat) Holub
Schweizer Schuppenlöwenzahn
Scorzoneroides helvetica
Species2771
Die Richtigkeit der zahlreichen neuen Angaben für die Berchtesgadener Alpen ist zu überprüfen.
Mentha rotundifolia, M. suaveolens und M. villosa
Falsche Apfel-, Rundblättrige und Zottige Minze
Mentha rotundifolia, M. suaveolens und M. villosa
Kombikarte5600
Die rundblättrigen, stark behaarten, teilweise hybridogenen Mentha-Arten innerhalb des M. spicata-Aggregats sind schwer bestimmbar und wurden nur unvollständig differenziert; sie sind daher in einer gemeinsamen Karte dargestellt.
Festuca ovina s. str. L.
Schaf-Schwingel
Festuca ovina s. str.
Species21206
Die scharfe Westgrenze des geschlossenen Areals in Nordbayern zum aufgelockerten Areal beruht auf zu wenig Daten in Baden-Württemberg und im westlichen Unterfranken.
Poa pratensis s. str. L.
Wiesen-Rispengras
Poa pratensis s. str.
Species22084
Die scheinbaren Verbreitungslücken (Ausdünnungen) in einigen Bundesländern beruhen auf mangelnder Unterscheidung von den beiden anderen Kleinarten des P. pratensis-Aggregats. P. pratensis ist im Gebiet eine der häufigsten Pflanzenarten überhaupt, nicht nur in Wiesen, sondern auch in fast allen anderen kulturbedingten Habitaten, bis hin zu Extremstandorten wie etwa Pflasterfugen. Lediglich in großen Waldgebieten tritt die Sippe zurück.
Glyceria fluitans (L.) R. Br.
Flutender Schwaden
Glyceria fluitans
Species21401
Die scheinbaren Verbreitungslücken südlich der Donau beruhen zum großen Teil nur auf mangelnder Beobachtung und Nichtunterscheidung von anderen Arten des Glyceria fluitans-Aggregats.
Chenopodium suecicum Murr
Grüner Gänsefuß
Chenopodium suecicum
Species8835
Die schwer zu erkennende Art besiedelt ein boreal-temperates Areal in Eurasien und im westlichen Nordamerika (Uotila 1978). Sie wurde wahrscheinlich zu wenig erfasst und dürfte in Norddeutschland häufiger sein. Die Sippe wird aufgrund ihres Areals als archäophytisch eingestuft.
Scilla siberica Haw.
Sibirischer Blaustern
Scilla siberica
Species23131
Die sehr häufig zur Zierde in Park- und Gartenrasen gepflanzte Art wurde unvollständig erfasst, was durch die hohe Nachweisdichte in einigen Projektgebieten belegt wird. Neben der oft bewussten Nichterfassung von (verwilderten) Zierpflanzen ist dies auch in der kurzen phänologischen Beobachtungszeit begründet. Allerdings wurden auch bei manchen Projekten verwilderte Bestände in Parks und Friedhöfen aufgenommen, über deren Erfassungswürdigkeit unterschiedliche Auffassungen bestehen, da die Habitate nicht zur freien Feldflur gehören.
Sorbus aucuparia subsp. glabrata (Wimm. & Grab.) Cajander
Kahle Vogelbeere
Sorbus aucuparia subsp. glabrata
Subspecies18049
Die Sippe bildet oft Übergänge zu S. aucuparia subsp. aucuparia, hierzu gehören auch manche Kulturformen.
Chaerophyllum bulbosum subsp. bulbosum
Rüben-Kälberkropf
Chaerophyllum bulbosum subsp. bulbosum
Subspecies13597
Die Sippe breitet sich in jüngerer Zeit regional aus, so z. B. in Niedersachsen von den Flussmarschen auf die Geest (Wittig 2003). Im linksrheinischen Bereich ist die Art in einigen Naturräumen wie etwa im Moseltal nachweislich ein Neophyt, der sich erst ab dem 20. Jahrhundert lebhaft ausgebreitet hat.
Zeige Datensätze 401 bis 500 von 25429
Quelle: Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands (2018)