Referenzliste der Farn- und Blütenpflanzen Rheinland-Pfalz/Saarland
Taxonomische Referenz der im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie der unmittelbaren Grenzregion vorkommenden Farn- und Blütenpflanzen. Die Liste enthält einheimische, eingebürgerte und spontan auftretende unbeständige Arten sowie einige häufig kultivierten Waldbäume. Nicht aufgenommen und erfasst werden Gartenpflanzen, auch wenn sie gelegentlich mit Gartenabfällen außerhalb der Grenzen von Gärten und Parks gefunden werden.
Diese Liste führt die akzeptierten Sippen inklusive aller dem System bekannten Synonyme auf. Eine Liste mit ausschließlich akzeptierten Sippennamen finden Sie hier.
Mehr... | Artname | Autor | Deutscher Name | akzeptierter Name | Typischer Status | RL SL | Sortierung nach Taxonomie | Taxonkommentar | Details zur Art | BfN | ||||||||||||||||||
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Crataegus domicensis | Hrabetová | Crataegus domicensis | X | 16426 | Die Art wurde bisher meist als Varietät oder Unterart von C. subsphaerica aufgefasst und nicht getrennt erfasst. Sie kann nur im fruchtenden Zustand erkannt werden. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Achillea pratensis | Saukel & R. Länger | Achillea pratensis | X | 55 | Die Art wurde erst in jüngerer Zeit beschrieben (Saukel & Langer 1992), die reale Verbreitung ist bisher ungenügend bekannt. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Carex flava s. str. | L. | Gelb-Segge | Carex flava s. str. | X | 19333 | Die Art wurde gebietsweise mit anderen Arten von Carex flava agg. verwechselt oder mit dem namensgleichen Aggregat gleichgesetzt; sie ist somit vermutlich etwas seltener, als die Karte zeigt. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Carex muricata s. str. | L. | Carex muricata s. str. | X | 19477 | Die Art wurde gebietsweise mit anderen Arten von Carex muricata agg. verwechselt oder mit dem namensgleichen Aggregat gleichgesetzt. Siehe die gemeinsame Karte mit C. pairae. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Carex pairae | F. W. Schultz | Carex pairae | X | 19483 | Die Art wurde gebietsweise mit anderen Arten von Carex muricata agg. verwechselt. Siehe die gemeinsame Karte mit C. muricata. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Amelanchier lamarckii | F. G. Schroed. | Kupfer-Felsenbirne | Amelanchier lamarckii | E | 16224 | Die Art wurde gebietsweise sehr unvollständig erfasst. Wenn sie auch außerhalb des Nordwestdeutschen Tieflands oft nur unbeständig ist und noch kein eigenes Areal aufbaut, so weisen doch die scharf umgrenzten Häufungen auf der Grundlage einiger Regionalfloren auf eine viel weitere Verbreitung hin. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rosa balsamica | Besser | Flaum-Rose | Rosa balsamica | X | 17089 | Die Art wurde gebietsweise zu wenig erfasst, sie ist zwischen ähnlichen Rosa-Arten leicht zu übersehen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Ajuga pyramidalis | L. | Pyramiden-Günsel | Ajuga pyramidalis | X | 5219 | Die Art wurde gelegentlich mit Fichtenkulturen verschleppt. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Salix pentandra | L. | Lorbeer-Weide | Salix pentandra | X | 11446 | Die Art wurde im indigenen Areal gebietsweise vermutlich mit Hybriden mit S. fragilis verwechselt. Insbesondere erscheinen einige Vorkommen in den Mittelgebirgen zweifelhaft. Gepflanzte Vorkommen an Gewässern wurden nur unvollständig erfasst. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Malva moschata | L. | Moschus-Malve | Malva moschata | X | 10936 | Die Art wurde in einigen Gebieten vermutlich zu wenig beachtet, vor allem in Ost- und Südbayern. Der Status war nicht immer richtig einzuschätzen, da die Art als Bestandteil von Ansaatmischungen für Straßenböschungen usw. verwendet wird. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Robinia pseudoacacia | L. | Gewöhnliche Robinie | Robinia pseudoacacia | E | 14706 | Die Art wurde in einigen Gebieten zu wenig erfasst, so dass einige der größeren Lücken in der Karte nur Kartierungslücken darstellen, insbesondere in Schleswig-Holstein. Eingebürgert ist sie dort nur spärlich und höchstens lokal, z. B. auf Bahnanlagen im Südosten des Bundeslandes. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Asparagus officinalis subsp. officinalis | Gemüse-Spargel | Asparagus officinalis subsp. officinalis | X | 22997 | Die Art wurde in einigen Projektgebieten bzw. Bundesländern überwiegend als eingebürgert statt einheimisch erfasst; die Bewertung als Archäophyt oder Neophyt ist vielfach nicht zuverlässig möglich. Einzelpflanzen an Straßenböschungen sind vielfach nur unbeständig, wurden aber dennoch oft als einheimisch erfasst. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Galeopsis tetrahit | L. | Stechender Hohlzahn | Galeopsis tetrahit | X | 5426 | Die Art wurde in größeren Teilen Südbayerns nicht von G. bifida unterschieden; die Lücken in diesem Bereich sind daher überwiegend nur Erfassungslücken. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Epipactis helleborine s. str. | (L.) Crantz | Breitblättrige Ständelwurz | Epipactis helleborine s. str. | X | 23671 | Die Art wurde in Hessen gebietsweise zu wenig erfasst. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Carex acuta | L. | Schlanke Segge | Carex acuta | X | 19044 | Die Art wurde in Mecklenburg-Vorpommern zu wenig erfasst, sie ist dort vor allem in den Flusstälern häufig. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Eragrostis multicaulis | Steud. | Japanisches Liebesgras | Eragrostis multicaulis | E | 21048 | Die Art wurde in Niedersachsen besonders intensiv beachtet, dürfte aber auch in anderen Bundesländern bereits viel weiter verbreitet sein als die Karte zeigt. Neueste Untersuchungen im Saarland zeigen Vorkommen in fast allen Siedlungen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rosa canina s. l. | L. | Hunds-Rose | Rosa canina s. l. | X | 16893 | Die Art wurde in Schleswig-Holstein nicht ausreichend erfasst. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Armoracia rusticana | G. Gaertn., B. Mey. & Scherb. | Meerrettich | Armoracia rusticana | E | 9908 | Die Art wurde in Schleswig-Holstein nur unvollständig erfasst, was durch die scharfe (scheinbare) Verbreitungsgrenze zu Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern verdeutlicht wird. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Hieracium murorum | L. | Wald-Habichtskraut | Hieracium murorum | X | 1606 | Die Art wurde in Süd- und Mittelhessen unvollständig erfasst, während die anschließende Verbreitungslücke in Rheinhessen plausibel erscheint. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Hieracium maculatum | Schrank | Geflecktes Habichtskraut | Hieracium maculatum | X | 1578 | Die Art wurde in Teilen Bayerns zu wenig erfasst. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Utricularia minor s. str. | L. | Kleiner Wasserschlauch | Utricularia minor s. str. | X | 0b | 6324 | Die Art wurde lange nicht von U. bremii unterschieden. Einige Angaben, so aus der Oberrheinebene, könnten sich auf U. bremii beziehen. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Rosa subcanina | (Christ) Vuk. | Falsche Hunds-Rose | Rosa subcanina | X | 16969 | Die Art wurde mitunter nicht von R. canina unterschieden und ist daher zu wenig erfasst; das Areal dürfte bisher unzureichend abgebildet sein. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rosa subcollina | (Christ) Vuk. | Falsche Hecken-Rose | Rosa subcollina | X | 16886 | Die Art wurde mitunter nicht von R. corymbifera unterschieden und ist daher zu wenig erfasst; das Areal dürfte bisher unzureichend abgebildet sein. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Arabis sagittata | (Bertol.) DC. | Pfeilblättrige Gänsekresse | Arabis sagittata | X | 9884 | Die Art wurde nicht immer von der ähnlichen A. hirsuta unterschieden. Anhand von Herbarbelegen verifizierte Verbreitungsdaten wurden in Gregor & Hand (2006) publiziert. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Odontites vernus | (Bellardi) Dumort. | Acker-Zahntrost | Odontites vernus | X | 6777 | Die Art wurde nicht in allen Bundesländern ausreichend von O. vulgaris unterschieden, daher sind einige der größeren Lücken in der Karte wahrscheinlich keine echten Verbreitungslücken, so etwa in Südbayern oder Brandenburg. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Symphytum bohemicum | F. W. Schmidt | Böhmischer Beinwell | Symphytum bohemicum | X | 5169 | Die Art wurde nur bei einigen Projekten gründlich erfasst. Einzelne Verwechslungen mit weiß blühendem S. officinale sind nicht ganz auszuschließen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Cotoneaster divaricatus | Rehder & E. H. Wilson | Gespreizte Zwergmispel | Cotoneaster divaricatus | E | 16292 | Die Art wurde nur einigen Kartierungsprojekten intensiv erfasst, ist aber sicher viel weiter verbreitet. Durch Ornithochorie kommt sie auch abseits von Siedlungen in Wäldern und Forsten unbeständig oder mit Einbürgerungstendenz vor. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Draba praecox | Steven | Draba praecox | X | 10227 | Die Art wurde nur gebietsweise ausreichend erfasst, aber auch mitunter mit einer der beiden anderen Arten von D. verna agg. verwechselt, vor allem mit D. spathulata. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Eranthis hyemalis | (L.) Salisb. | Winterling | Eranthis hyemalis | E | 12859 | Die Art wurde nur gebietsweise ausreichend erfasst, sie ist in Siedlungen häufig verwildert und viel weiter verbreitet. Andererseits können auch Vorkommen in Parks erfasst worden sein, so dass in Städten oft die Grenze der Erfassungswürdigkeit überschritten ist. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Veronica sublobata | M. A. Fisch. | Hecken-Ehrenpreis | Veronica sublobata | X | 7307 | Die Art wurde nur im mittleren Teil Deutschlands ausreichend erfasst, d. h. von V. hederifolia unterschieden. Im Norden, Nordosten und im ganzen Süden ist die Sippe aber als häufige Art in Gärten, Parks und ähnlichen Kulturbeständen, aber auch in Auenwäldern, vermutlich ähnlich dicht verbreitet wie in der Mitte. Insofern zeigt die Karte nur den Stand der bisherigen, z. T. lückenhaften Erfassung. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Epilobium tetragonum s. str. | L. | Epilobium tetragonum s. str. | X | 15352 | Die Art wurde nur unvollständig erfasst und oft nur (zusammen mit E. lamyi) als E. tetragonum s. l. kartiert, insbesondere in Niedersachsen. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Epilobium lamyi | F. W. Schultz | Epilobium lamyi | X | 15350 | Die Art wurde nur unvollständig von E. tetragonum unterschieden, daher wird keine Karte gezeigt. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Carex viridula | Michx. | Späte Segge | Carex viridula | X | 19358 | Die Art wurde öfter mit anderen Arten aus Carex flava agg. verwechselt, vor allem mit C. demissa. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Salix fragilis | L. | Salix fragilis | X | 11362 | Die Art wurde oft mit S. rubens verwechselt, von der sie auch nur im Frühling mittels der Blattbehaarung gut zu unterscheiden ist. Siehe S. fragilis agg. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Phleum nodosum | L. | Knolliges Lieschgras | Phleum nodosum | X | 21904 | Die Art wurde teilweise unvollständig erfasst, aber gelegentlich auch mit P. pratense verwechselt. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Myosotis scorpioides | L. | Myosotis scorpioides | X | 5055 | Die Art wurde uneinheitlich erfasst und offensichtlich häufig nicht von Angaben des Aggregats unterschieden. Zumindest in Südbayern ist M. scorpioides vermutlich stark überrepräsentiert. Siehe die gemeinsame Karte mit M. nemorosa. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Hieracium macranthelum | Nägeli & Peter | Großblütiges Habichtskraut | Hieracium macranthelum | X | 2165 | Die Art wurde unvollständig erfasst. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Mahonia aquifolium | (Pursh) Nutt. | Gewöhnliche Mahonie | Mahonia aquifolium | E | 12501 | Die Art wurde unvollständig erfasst und dürfte auch in den Gebieten der größten Nachweislücken, im Norden, in Baden-Württemberg und in Südbayern, weit verbreitet sein. Unbeständige Vorkommen sind von fest eingebürgerten oft nicht zu unterscheiden. Ob die häufigste gepflanzte und verwilderte Sippe überhaupt M. aquifolium ist oder zur Kulturhybride M. ×decumbens gehört, dem Bastard mit M. repens, ist nicht abschließend geklärt. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Hieracium laevigatum | Willd. | Glattes Habichtskraut | Hieracium laevigatum | X | 1536 | Die Art wurde vermutlich im Südwesten zu wenig erfasst. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Melilotus altissimus | Thuill. | Hoher Steinklee | Melilotus altissimus | X | 14609 | Die Art wurde vermutlich öfter übersehen und als M. officinalis erfasst, zumal M. altissimus nicht nur in Flussauen, sondern auch in Halbtrockenrasen und an Straßenrändern vorkommen kann, wo er nicht erwartet und daher nicht erkannt wird. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Larix kaempferi | (Lam.) Carrière | Larix kaempferi | U | 24158 | Die Art wurde vermutlich vielfach für L. decidua gehalten und ist daher bisher als gepflanzter Forstbaum zu wenig erfasst. In Rheinland-Pfalz, z. B. im Hunsrück, neigt die Art eher als L. decidua zu spontaner Verjüngung. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Rubus hirtus s. l. | Waldst. & Kit. | Dunkeldrüsige Brombeere | Rubus hirtus s. l. | X | 17636 | Die Art wurde vielerorts zu wenig erfasst, beispielsweise im Schwarzwald und am Fuße der Alpen. R. hirtus ist keine Abstammungsgemeinschaft und beinhaltet mehrere regionale und lokale Biotypen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Stellaria apetala | Ucria | Bleiche Sternmiere | Stellaria apetala | X | 8588 | Die Art wurde vielfach für S. media gehalten und lange nicht beachtet. Sie dürfte auch in den Gebieten mit geringer Nachweisdichte weiter verbreitet sein als die Karte zeigt (vgl. Hügin 2012, Klotz 2012a). | ![]() | |||||||||||||||||||||
Hypericum dubium | Leers | Hypericum dubium | X | 11582 | Die Art wurde vielfach nicht von H. maculatum unterschieden, zumal sie oft nur im Unterartrang bewertet wurde. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Rosa gremlii | (Christ) Gremli | Gremli-Rose | Rosa gremlii | X | 17054 | Die Art wurde vielfach nicht von R. rubiginosa oder R. micrantha unterschieden und daher zu wenig erfasst; das Areal dürfte bisher unzureichend abgebildet sein. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rosa inodora | Fr. | Duftarme Rose | Rosa inodora | X | 16995 | Die Art wurde vielfach übersehen und von R. elliptica nicht unterschieden. Daher dürfte R. inodora häufiger sein als die Karte zeigt. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Spergula pentandra | L. | Fünfmänniger Spergel | Spergula pentandra | X | 8516 | Die Art wurde vielfach unzureichend von S. morisonii unterschieden, und es gibt eine Reihe von Nachweisen, die eigentlich nur bei S. pentandra agg. stehen sollten. Eine nachträgliche Differenzierung war vielfach nicht mehr möglich, so etwa in Teilen Bayerns. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Festuca duvalii | (St.-Yves) Stohr | Duval-Schwingel | Festuca duvalii | X | 21155 | Die Art wurde von Kalkfelsen der Vorderpfalz (nördlich Bad Dürkheim) beschrieben. Die Identität der ebenfalls zu F. duvalii gestellten Pflanzen auf Flugsand der nördlichen Oberrheinebene und des mittleren Maingebietes bleibt noch zu klären. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Linaria repens | (L.) Mill. | Streifen-Leinkraut | Linaria repens | X | 6623 | Die Art zeigt Ausbreitungstendenz entlang von Verkehrswegen. Wie weit die indigenen Vorkommen der westsubmediterran- atlantisch verbreiteten Art in Deutschland ostwärts reichen, ist umstritten. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Atriplex rosea | L. | Rosen-Melde | Atriplex rosea | E | 8722 | Die Art zeigte ab Mitte der 1980er Jahre deutliche Ausbreitungstendenz, ist aber inzwischen an zahlreichen vorübergehend neu besiedelten Wuchsorten wieder erloschen. Sie ist möglicherweise in Teilen von Süd- und Ostdeutschland Archäophyt, sonst Neophyt und meist nur unbeständig vorkommend. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Atriplex oblongifolia | Waldst. & Kit. | Langblättrige Melde | Atriplex oblongifolia | E | 8665 | Die Ausbreitung der Art hält weiter an, z. B. entlang von Straßen und Flussufern. Die Frage nach dem floristischen Status in Deutschland ist regional ungeklärt; vermutlich ist die Art, in Teilen der östlichen Bundesländer Archäophyt und in den übrigen Regionen Neophyt, inzwischen vielerorts etabliert. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Saxifraga tridactylites subsp. tridactylites | Finger-Steinbrech | Saxifraga tridactylites subsp. tridactylites | X | 18324 | Die Ausbreitung in den letzten Jahrzehnten auf Gleisschotter vieler Bahnlinien führte zu einer Verdichtung und Ausweitung des Areals. Die Ausbreitung entlang von Bahnstrecken außerhalb früher besiedelter Gebiete ergibt dort strenggenommen einen neophytischen Status; solche Vorkommen konnten aber in der Karte nicht differenziert werden. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Alnus glutinosa | (L.) Gaertn. | Schwarz-Erle | Alnus glutinosa | X | 11973 | Die Ausdünnung auf der Schwäbischen Alb kommt in der Karte im TK-Raster nicht deutlich zum Ausdruck. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rubus armeniacus | Focke | Armenische Brombeere | Rubus armeniacus | E | 17422 | Die aus Gärten verwilderte (oder gelegentlich in Hecken gepflanzte) Art befindet sich in starker Ausbreitung und besitzt gegenüber der Karte inzwischen viel mehr Vorkommen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Xanthium spinosum | L. | Xanthium spinosum | U | 4093 | Die aus Südamerika stammende und hauptsächlich mit Wolle und anderen Frachtgütern immer wieder eingeschleppte Art ist in Deutschland vielfach nachgewiesen worden, doch zeichnet sich bislang keine Einbürgerung ab. Das könnte sich bei einer Klimaerwärmung ändern, da die Art im Gebiet ein Wärmezeiger ist. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Hypopitys monotropa agg. | Echter Fichtenspargel (Artengruppe) | Hypopitys monotropa agg. | X | 10790 | Die beiden Arten H. monotropa und H. hypophegea wurden nur unvollständig und oft auch nicht zuverlässig unterschieden. Während der meisten Zeit des Jahres sind nur vertrocknete, schwer bestimmbare Fruchtstängel zu finden, die Zuordnung zu einem Wirtsbaum ist in Mischwäldern schwierig und zudem ist die Bindung an Laub- oder Nadelbäume nicht strikt genug, als dass man die Artdiagnose allein mit den in der Nähe stehenden Baumarten begründen könnte. Hinzu kommen ungelöste taxonomische Probleme. H. monotropa dürfte sich durch die Fichtenforstkulturen ausgebreitet haben und ist in manchen Gebieten, vor allem der Tiefebene, vielleicht nur Neophyt. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Polygonum aviculare agg. | Echter Vogelknöterich (Artengruppe) | Polygonum aviculare agg. | X | 9522 | Die beiden Arten, P. arenastrum (mit drei Unterarten) und P. aviculare (mit zwei Unterarten), wurden in manchen Bundesländern kaum unterschieden. Daher wird nur die Karte des Aggregats gezeigt. Bei beiden Sippen ist zu erwarten, dass sie im Gebiet in nahezu allen Grundfeldern vorkommen, höchstens von größeren Waldgebieten und höheren Gebirgslagen abgesehen. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Erigeron annuus | (L.) Desf. | Feinstrahl-Berufkraut | Erigeron annuus | E | 1069 | Die beiden Unterarten E. annuus subsp. annuus und E. annuus subsp. septentrionalis (inklusive E. annuus subsp. strigosus) wurden nicht ausreichend unterschieden. Im Norden ist die Art weitgehend unbeständig und befindet sich noch in Ausbreitung. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Salix triandra | L. | Mandel-Weide | Salix triandra | X | 11538 | Die beiden Unterarten S. triandra subsp. amygdalina und S. triandra subsp. triandra (häufigere Sippe), wurden nur in einigen kleineren Projektgebieten konsequent unterschieden. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Scrophularia umbrosa | Dumort. | Flügel-Braunwurz | Scrophularia umbrosa | X | 7115 | Die beiden Unterarten, S. umbrosa subsp. neesii und S. umbrosa subsp. umbrosa, wurden nur in einigen Projektgebieten unterschieden. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rubus raduloides | (W. M. Rogers) Sudre | Rubus raduloides | X | 17845 | Die Belege aus Bayern (Raum Regensburg und Markt Indersdorf) weichen in Einzelmerkmalen leicht ab und gehören möglicherweise zu anderen lokalen Biotypen. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Berteroa incana | (L.) DC. | Graukresse | Berteroa incana | E | 9950 | Die Bewertung als eingebürgerter Neophyt ist nicht in allen Regionen zuverlässig; die Art könnte auch gebietsweise Archäophyt sein. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Lemna turionifera | Landolt | Rote Wasserlinse | Lemna turionifera | E | 18963 | Die bisherigen Nachweise der erst in jüngster Zeit nachgewiesenen neophytischen Art bilden vermutlich nicht die aktuelle Ausbreitung ab. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Fritillaria meleagris | L. | Schachblume | Fritillaria meleagris | E | 23230 | Die Differenzierung zwischen einheimischen (archäophytischen) und neophytischen Vorkommen ist bei der alten Kulturpflanze vielfach nicht zuverlässig möglich. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Sorbus domestica | L. | Speierling | Sorbus domestica | X | 18063 | Die diploide, ost-submediterrane Art ist diploid und kommt in Mitteleuropa vorwiegend in Eichenwäldern der Weinbaugebiete vor. Durch frühere Kultur ist die Grenze zwischen indigenen Vorkommen und Alteinbürgerungen verwischt. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Polygala vulgaris s. l. | L. | Gewöhnliches Kreuzblümchen | Polygala vulgaris s. l. | X | 3 | 15632 | Die drei Unterarten, P. vulgaris subsp. collina, P. vulgaris subsp. oxyptera und P. vulgaris subsp. vulgaris, wurden nur unvollständig unterschieden. Insbesondere P. vulgaris subsp. vulgaris wurde zu wenig von der Gesamtart differenziert, ist aber mit Sicherheit die häufigste der drei Sippen. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Hippophae rhamnoides | L. | Sanddorn | Hippophae rhamnoides | X | 15654 | Die drei Unterarten wurden nur unvollständig differenziert, auch der Status konnte nicht immer richtig erkannt werden. H. rhamnoides subsp. rhamnoides ist nur an den Küsten von Nord- und Ostsee einheimisch, H. rhamnoides subsp. fluviatilis kommt nur in den Flusstälern des Alpenvorlandes vor. Von H. rhamnoides subsp. carpatica gibt es bisher nur sehr wenige, weit verstreute (z. T. synanthrope) Nachweise aus Bayern. Das Arealbild wird durch die vielen gepflanzten (Feld- und Straßenhecken, ökologische Ausgleichsflächen) und in der Nähe von Pflanzungen verwilderten Bestände in und außerhalb der indigenen Arealteile verwischt, wobei die Sippe des Alpenvorlands auch an der Küste gepflanzt sein kann und umgekehrt. Bei den meisten synanthropen Vorkommen wurde die Unterart jedoch nicht erfasst; es dürfte sich dabei meist um H. rhamnoides subsp. fluviatilis handeln. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rumex obtusifolius | L. | Stumpfblättriger Ampfer | Rumex obtusifolius | X | 9704 | Die drei Unterarten wurden nur unvollständig differenziert, zumal eine sichere Bestimmung nur mit reifen bzw. voll ausgewachsenen Früchten möglich ist. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Pyrus pyraster | (L.) Burgsd. | Wild-Birne | Pyrus pyraster | X | 16839 | Die einheimische P. pyraster wurde oft mit verwilderten (Jung-)Pflanzen von P. communis verwechselt, zumal beide Sippen auch Hybriden bilden können und sich die verwilderten Exemplare von P. communis der Wildart morphologisch annähern können. Die Karte zeigt somit auch Funde von P. communis bzw. deren Einkreuzungen. P. communis als kultivierte und verwildernde Sippe wurde aber insgesamt so unvollständig erfasst bzw. vielfach mit P. communis agg. zusammengefasst, dass nur von P. pyraster eine Karte gezeigt wird. In Süddeutschland wurde die Art sicher zu wenig erfasst, während die Ausdünnung in Nordwestdeutschland die realen Verhältnisse gut wiedergibt. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Bolboschoenus laticarpus | Marhold, Hroudová, Duchácek & Zákr. | Breitfrüchtige Strandsimse | Bolboschoenus laticarpus | X | 3 | 19011 | Die erst 2004 beschriebene Sippe wurde seit der Arbeit von Browning & al. (1996) als Hybride aus B. maritimus und B. yagara aufgefasst. Vorher wurde sie oft als B. maritimus subsp. maritimus von der als B. maritimus subsp. compactus (heute B. maritimus s. str.) bezeichneten Küstensippe abgetrennt. B. laticarpus ist in Flusstälern weit verbreitet und oft bestandsbildend. Die Pflanze kommt aber auch an Salzstellen vor, so dass Bolboschoenus- Funde binnenländischer Salzstellen nicht automatisch B. maritimus zugeordnet werden können. Die Karte gibt die tatsächliche Verbreitung nur annähernd wieder. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Urtica subinermis | (R. Uechtr.) Thomé ex Hand & Buttler | Auen-Brennnessel | Urtica subinermis | X | 12205 | Die erst seit gut zehn Jahren regelmäßig beachtete (und oft nur als Varietät bewertete) Art ist an den großen Flüssen zumindest in den breiten Auen, d. h. in den Mittel- und Unterläufen sowie außerhalb enger Durchbruchstäler weiter verbreitet als in der Karte dargestellt. Vor allem die in der Karte als große Lücken am Rhein erscheinenden Abschnitte sind vermutlich nur Beobachtungsdefizite. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Epilobium ciliatum | Raf. | Drüsiges Weidenröschen | Epilobium ciliatum | E | 15233 | Die große Lücke in Südbayern, südlich der Donau, beruht auf nicht ausreichender Beobachtung in den letzten Jahrzehnten; der Neophyt dürfte (zumindest außerhalb der Alpen) inzwischen bayernweit in nahezu jedem Grundfeld vorkommen. Die Art wurde auch in anderen Gebieten unvollständig erfasst, so in Schleswig-Holstein und größeren Teilen Baden-Württembergs. Dies liegt neben möglichen Verwechslungen mit ähnlichen einheimischen Arten auch an einer sehr jungen und starken Ausbreitung, so dass mehrere Jahrzehnte alte Kartierdaten die aktuell weite Verbreitung noch gar nicht abbilden konnten. Die Art, deren Unterarten (E. ciliatum subsp. ciliatum, E. ciliatum subsp. glandulosum, E. ciliatum subsp. adenocaulon) nur sehr unvollständig erfasst wurden, bastardiert mit mehreren einheimischen Arten; eine Gefährdung dieser Arten durch Einkreuzung ist gebietsweise bereits zu erkennen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Dryopteris filix-mas s. str. | (L.) Schott | Gewöhnlicher Wurmfarn (i. e. S.) | Dryopteris filix-mas s. str. | X | 24814 | Die größeren Lücken in der Karte beruhen auf mangelnder Erfassung der Art, vor allem in Bayern zwischen Donau und Alpenvorland. Bei D. filix-mas agg. sind diese Lücken geschlossen, aber eine Zugehörigkeit der Nachweise zu D. filix-mas s. str. als häufigste Art ist in diesen Bereichen nicht immer gesichert. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Dryopteris carthusiana | (Vill.) H. P. Fuchs | Dorniger Wurmfarn | Dryopteris carthusiana | X | 24677 | Die häufigste Art innerhalb von D. carthusiana agg. wurde in den meisten der in der Karte als deutliche Lücken erkennbaren Gebiete nicht ausreichend erfasst. Lediglich in den Trockengebieten in Rheinhessen und im Thüringer Becken gilt eine Verbreitungslücke als gesichert. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Hieracium fallacinum | F. W. Schultz | Trügerisches Habichtskraut | Hieracium fallacinum | X | 2041 | Die Häufung der Funde im nördlichen Bayern entspricht nicht nur dem von dort bekannten guten Durchforschungsgrad, sondern zeigt auch den Verbreitungsschwerpunkt der Art. Außerhalb dieses Gebietes tritt die Art oft nur vorübergehend auf. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Crepis tectorum subsp. tectorum | Dach-Pippau | Crepis tectorum subsp. tectorum | X | 962 | Die hohe Verbreitungsdichte in einigen Landschaften beruht möglicherweise auf Verwechslung mit der insgesamt häufigeren C. capillaris. Die beiden Arten sind mit der gebräuchlichen Bestimmungsliteratur nicht sicher zu trennen, weil unpassende vegetative Merkmale in den Vordergrund gestellt werden. Vor allem in Norddeutschland könnte die Punktdichte zu hoch sein, weil C. tectorum eher an ein kontinental geprägtes Klima gebunden ist. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Hypericum desetangsii | Lamotte | Hypericum desetangsii | X | 11574 | Die hybridogene Art wurde nur in einigen Projektgebieten von H. maculatum und H. dubium unterschieden oder auch mit H. perforatum verwechselt. Die Datenlage erlaubt daher nicht den Druck einer Karte. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Atriplex northusana | Wein | Atriplex northusana | U | 8664 | Die hybridogene Sippe (A. oblongifolia × A. patula) ist bisher nur unvollständig erfasst worden. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Rumex heterophyllus | Schultz | Rumex heterophyllus | X | 2b | 9687 | Die hybridogene Sippe ist bei weitem nicht ausreichend erfasst, da sie meist verkannt und für R. aquaticus gehalten wurde. Sie tritt vielfach auch ohne die (ehemaligen) Elternarten auf und dürfte an vielen größeren Flüssen weit verbreitet sein, so etwa an der bayerischen Donau (Breitfeld & al. 2007). | ![]() | |||||||||||||||||||||
Viola bavarica | Schrank | Bayerisches Veilchen | Viola bavarica | X | 11843 | Die hybridogene Sippe (V. reichenbachiana × V. riviniana) ist außerhalb der Blütezeit kaum von V. riviniana zu unterscheiden. Sehr wahrscheinlich gehören zahlreiche Nachweise bei V. riviniana vielmehr in die Karte von V. bavarica, die in manchen Gebieten häufiger als die Elternarten ist (Jäger 2011). | ![]() | |||||||||||||||||||||
Parietaria officinalis | L. | Aufrechtes Glaskraut | Parietaria officinalis | X | 12191 | Die in Brandenburg vermutlich überwiegend synanthropen Vorkommen wurden in der Karte nicht differenziert. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Sedum hispanicum | L. | Blaugrüne Fetthenne | Sedum hispanicum | E | 15832 | Die in Steingärten und Rabatten häufig gepflanzte Art wurde unvollständig erfasst, was durch die hohe Nachweisdichte in einigen Projektgebieten belegt wird. Sie vermehrt sich innerhalb von Gärten sehr leicht durch Selbstaussaat, verwildert auch vielfach außerhalb der Gärten, aber ortsfern meist nur an Gartenauswurf. Die meisten verwilderten Bestände bleiben kleinflächig über Jahre sehr stabil, breiten sich aber meist kaum aus. Eine Einbürgerung außerhalb von Siedlungen ist daher erst in Ansätzen zu beobachten, etwa an den Rändern wenig benutzter asphaltierter Feldwege und Straßen, wohin die Diasporen durch Fahrzeuge gelangen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Hieracium bifidum | Kit. ex Hornem. | Gabel-Habichtskraut | Hieracium bifidum | X | 1302 | Die isolierten Vorkommen entlang der nördlichen Mittelgebirgsschwelle und in Mecklenburg, auf ehemaligen Moränen, haben stark reliktischen Charakter. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Lolium temulentum | L. | Taumel-Lolch | Lolium temulentum | X | 0b | 21654 | Die jüngeren Nachweise in Berlin gehen auf Ansaaten zurück. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Asplenium scolopendrium subsp. scolopendrium | Hirschzunge | Asplenium scolopendrium subsp. scolopendrium | X | 24485 | Die kalkliebende Art tritt häufig und zunehmend auch außerhalb ihres natürlichen Areals an synanthropen Standorten auf wie z. B. Kellerschächten, Mauerfugen etc. auf. Seit ca. 20 Jahren ist eine Ausbreitungstendenz in das Nordwestdeutsche Tiefland zu beobachten, wo A. scolopendrium subsp. scolopendrium stellenweise durch die Schließung alter Brunnenschächte nach demZweiten Weltkrieg vorübergehend als verschollen galt. Die Art verwildert auch aus Gartenformen (Keil & al. 2012) und breitet sich inzwischen auch in Großstädten (z. B. Mannheim, Saarbrücken) aus. | ![]() | ||||||||||||||||||||||
Salix rubens | Schrank | Hohe Weide | Salix rubens | X | 11370 | Die Karte bildet wohl das Areal im Wesentlichen ab; die hybridogene Art ist (gegenüber S. fragilis) aber sicher noch regional zu wenig erfasst. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Carex vulpina | L. | Fuchs-Segge | Carex vulpina | X | V | 19699 | Die Karte dürfte vor allem in den Kalkgebieten einige Funde von Carex otrubae enthalten. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Atriplex prostrata s. l. | Boucher ex DC. | Spießblättrige Melde | Atriplex prostrata s. l. | X | 8699 | Die Karte enthält auch die Nachweise der Unterarten A. prostrata subsp. deltoidea, A. prostrata subsp. latifolia, A. prostrata subsp. prostrata und A. prostrata subsp. triangularis, die aber unzureichend erfasst wurden. A. prostrata subsp. latifolia ist die häufige Sippe des Binnenlandes. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Diphasiastrum complanatum | (L.) Holub | Gewöhnlicher Flachbärlapp | Diphasiastrum complanatum | X | 1 | 25141 | Die Karte enthält auch gelegentlich Nachweise zu anderen Arten des D. complanatum agg., aufgrund von Verwechslung oder wegen nicht konsequenter Trennung von D. complanatum agg. und D. complanatum. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Salix purpurea | L. | Purpur-Weide | Salix purpurea | X | 11453 | Die Karte enthält auch in Gebieten mit überwiegend einheimischen Vorkommen viele synanthrope Nachweise, die aber oft verkannt wurden. Vor allem in Teilen Norddeutschlands ist das Indigenat fraglich und auch kaum mehr sicher festzustellen. S. purpurea wird auch in Flussauen sehr häufig als ökologische Ausgleichsmaßnahme oder zur Böschungsbefestigung gepflanzt; insofern sind die als einheimisch dargestellten Bereiche in der Karte zu großzügig bemessen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Salix aurita | L. | Ohr-Weide | Salix aurita | X | 11269 | Die Karte enthält auch verkannte Nachweise von S. ×multinervis (= S. aurita × S. cinerea), seltener vielleicht auch von anderen Hybriden. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Euphrasia stricta | J. P. Wolff ex J. F. Lehm. | Steifer Augentrost | Euphrasia stricta | X | V | 6544 | Die Karte enthält aufgrund von Verwechslungen vermutlich auch öfter Nachweise von E. nemorosa. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Euphorbia esula subsp. esula | Esels-Wolfsmilch | Euphorbia esula subsp. esula | X | V | 14108 | Die Karte enthält außerhalb des mitteldeutschen Trockengebiets und der (in der Breite oft eng begrenzten) großen Stromsysteme offenbar zahlreiche Falschangaben eines „E. virgata agg.“, vermutlich überwiegend von E. pseudovirgata. Angaben z. B. aus dem Erzgebirge, Fichtelgebirge und aus Südbayern, vermutlich auch aus vielen anderen montanen Regionen, sind wahrscheinlich falsch und beziehen sich ebenfalls überwiegend auf E. pseudovirgata. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Geranium molle | L. | Weicher Storchschnabel | Geranium molle | X | 15043 | Die Karte enthält einzelne Nachweise von G. aequale, das erst neuerdings unterschieden wird und entsprechend kaum beachtet wurde. Bisher liegen erst sehr wenige Einzelnachweise vor; über die tatsächliche Häufigkeit kann nichts ausgesagt werden. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Alchemilla vulgaris | L. | Spitzlappen-Frauenmantel | Alchemilla vulgaris | X | 16209 | Die Karte enthält sehr wahrscheinlich etliche Angaben, die eigentlich nur auf A. vulgaris agg. bezogen waren und wegen der Namensgleichheit unkritisch oder versehentlich als A. vulgaris (s. str.) abgelegt wurden. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rosa micrantha | Borrer ex Sm. | Kleinblütige Rose | Rosa micrantha | X | 17043 | Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. gremlii. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rosa elliptica | Tausch | Keilblättrige Rose | Rosa elliptica | X | R | 16990 | Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. inodora. | ![]() | ||||||||||||||||||||
Rosa dumalis | Bechst. | Vogesen-Rose | Rosa dumalis | X | 16955 | Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. subcanina. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Rosa caesia s. str. | Sm. | Lederblättrige Rose | Rosa caesia s. str. | X | 16877 | Die Karte enthält sicherlich auch Nachweise der ähnlichen R. subcollina. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Helianthus tuberosus | L. | Topinambur | Helianthus tuberosus | E | 1247 | Die Karte enthält vermutlich Nachweise ähnlicher nordamerikanischer Helianthus-Arten, so etwa von H. decapetalus, und von Kulturhybriden, insbesondere von H. laetiflorus. Dennoch dürfte H. tuberosus in naturnaher Vegetation die bei weitem häufigste Helianthus-Art sein, etwa in Uferstaudenfluren. Die größeren Lücken in der Karte dürften teilweise auf mangelnder Erfassung beruhen. | ![]() | |||||||||||||||||||||
Grundlage: Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands. Florensynopse und Synonyme. (2018) |