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Referenzliste der Farn- und Blütenpflanzen Rheinland-Pfalz/Saarland

Taxonomische Referenz der im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie der unmittelbaren Grenzregion vorkommenden Farn- und Blütenpflanzen. Die Liste enthält einheimische, eingebürgerte und spontan auftretende unbeständige Arten sowie einige häufig kultivierten Waldbäume. Nicht aufgenommen und erfasst werden Gartenpflanzen, auch wenn sie gelegentlich mit Gartenabfällen außerhalb der Grenzen von Gärten und Parks gefunden werden.

Diese Liste führt nur die akzepierten Sippenname auf. Alle Namen finden Sie in der Synonymliste.

 

Mehr... Artname Autor Deutscher Name Taxnummer Rang Typ. Status RL SL Taxonkommentar Details zur Art BfN
Corylus colurna
L.1677SpeciesU
Crepis biennis
L.Wiesen-Pippau1714SpeciesX
Crepis pulchra
L.Schöner Pippau1737SpeciesX
2
Cucumis melo
L.6739SpeciesU
Cucumis sativus
L.6740SpeciesU
Cucurbita pepo
L.6741SpeciesU
Cuscuta europaea
L.Europäische Seide1786SpeciesX
Cynoglossum officinale
L.Echte Hundszunge1805SpeciesX
V
Cynosurus cristatus
L.Weide-Kammgras1806SpeciesX
Cynosurus echinatus
L.Igel-Kammgras1807SpeciesU
Cyperus esculentus
L.26584SpeciesE
Cyperus flavescens
L.Gelbliches Zypergras1811SpeciesX
0b
Cyperus fuscus
L.Braunes Zypergras1812SpeciesX
3
Cypripedium calceolus
L.Frauenschuh1824SpeciesX
Daphne cneorum
L.Rosmarin-Seidelbast1879SpeciesX
Daphne mezereum
L.Gewöhnlicher Seidelbast1881SpeciesX
Datura stramonium
L.Weißer Stechapfel1885SpeciesE
Die als eingebürgerter Neophyt geführte Art ist möglicherweise schon in der Bronzezeit im Gebiet aufgetreten (trotz seiner Herkunft aus Mittelamerika; Jäger 2011), damit wäre sie als Archäophyt einzustufen.
Dianthus barbatus
L.1915SpeciesU
Dianthus plumarius
L.1943SpeciesU
Dictamnus albus
L.1958SpeciesX
Digitalis ferruginea
L.1959SpeciesU
Dipsacus fullonum
L.Wilde Karde1980SpeciesX
Der Status wurde teilweise ungenügend differenziert; östlich der Elbe ist die des Öfteren aus der Gartenkultur verwildernden Art überwiegend synanthrop, auch anderswo beruhen mehr Angaben auf Verwilderungen (Selbstaussaat) als die Karte zeigt.
Dipsacus laciniatus
L.Schlitzblatt-Karde1981SpeciesX
Dipsacus pilosus
L.Behaarte Karde1982SpeciesX
Doronicum pardalianches
L.Kriechende Gämswurz1995SpeciesX
Draba muralis
L.Mauer-Felsenblümchen2014SpeciesX
Draba verna s. str.
L.32168SpeciesX
Drosera rotundifolia
L.Rundblättriger Sonnentau2028SpeciesX
1
Echium plantagineum
L.2065SpeciesU
Echium vulgare
L.Gewöhnlicher Natternkopf2067SpeciesX
Elaeagnus angustifolia
L.2071SpeciesE
Elatine alsinastrum
L.Quirl-Tännel2073SpeciesX
Elatine hydropiper
L.Wasserpfeffer-Tännel2077SpeciesX
Epilobium angustifolium
L.Schmalblättriges Weidenröschen2113SpeciesX
Epilobium hirsutum
L.Behaartes Weidenröschen2118SpeciesX
Epilobium montanum
L.Berg-Weidenröschen2120SpeciesX
Epilobium palustre
L.Sumpf-Weidenröschen2123SpeciesX
V
Epilobium tetragonum s. str.
L.21651SpeciesX
Die Art wurde nur unvollständig erfasst und oft nur (zusammen mit E. lamyi) als E. tetragonum s. l. kartiert, insbesondere in Niedersachsen.
Epimedium alpinum
L.2129SpeciesE
Equisetum fluviatile
L.Teich-Schachtelhalm2143SpeciesX
Equisetum hyemale
L.Winter-Schachtelhalm2144SpeciesX
Wahrscheinlich wurden hier auch Hybriden mit E. ramosissimum (= E. ×moorei) mit erfasst (Bennert & Böcker 1991).
Equisetum palustre
L.Sumpf-Schachtelhalm2147SpeciesX
Equisetum sylvaticum
L.Wald-Schachtelhalm2150SpeciesX
Erica tetralix
L.Glocken-Heide2165SpeciesX
1
Im Osten und Südosten bzw. außerhalb des zusammenhängenden Areals, abseits der subatlantischen Bereiche, sind die Vorkommen vielfach nur synanthrop; gleichzeitig konnte der Status dort oft nicht zuverlässig bewertet werden.
Erigeron acris s. l.
L.Scharfes Berufkraut (i. w. S.)2167SpeciesX
Zu E. acris s. l. gehören die erst seit kurzem (wieder) auf Artniveau unterschiedenen E. acris s. str., E. angulosus, E. droebachiensis und E. muralis. Bei E. angulosus und E. muralis ist die Erfassung soweit konsolidiert, dass jeweils eine Karte gezeigt wird.
Erigeron acris s. str.
L.29646SpeciesX
Vermutlich sind viele der Angaben von E. acris s. str. in warmen Tieflagen Süddeutschlands falsch und gehören zu E. muralis.
Erigeron bonariensis
L.21686SpeciesU
Erigeron canadensis
L.Kanadisches Berufkraut21687SpeciesE
Eriophorum vaginatum
L.Scheidiges Wollgras2194SpeciesX
0b
Eryngium campestre
L.Feld-Mannstreu2216SpeciesX
Eryngium planum
L.Flachblättrige Mannstreu2219SpeciesX
Die Art erreicht an der Oder ihre westliche natürliche Verbreitungsgrenze. Einige der Angaben aus dem übrigen Gebiet (stets synanthrop, meist aus Gartenkultur verwildert) könnten sich auch auf das ähnliche E. giganteum beziehen.
Euonymus europaeus
L.Europäisches Pfaffenhütchen2245SpeciesX
Euphorbia cyparissias
L.Zypressen-Wolfsmilch2255SpeciesX
Euphorbia exigua
L.Kleine Wolfsmilch2266SpeciesX
V
Euphorbia falcata
L.Sichel-Wolfsmilch2269SpeciesX
Euphorbia helioscopia
L.Sonnenwend-Wolfsmilch2271SpeciesX
Euphorbia lathyris
L.Spring-Wolfsmilch2273SpeciesE
Zumindest in klimatisch begünstigten Regionen, etwa den Weinbaugebieten entlang der Mosel, zeigt die Art inzwischen Etablierungstendenz und wird nicht nur alljährlich neu mit Gartenabfällen eingeschleppt.
Euphorbia maculata
L.Gefleckte Zwergwolfsmilch2275SpeciesE
Euphorbia palustris
L.Sumpf-Wolfsmilch2281SpeciesX
Euphorbia peplus
L.Garten-Wolfsmilch2286SpeciesX
Euphorbia stricta
L.Steife Wolfsmilch2304SpeciesX
V
Euphrasia officinalis s. l.
L.Echter Augentrost13816Species
Festuca ovina s. str.
L.Schaf-Schwingel2396SpeciesX
Die scharfe Westgrenze des geschlossenen Areals in Nordbayern zum aufgelockerten Areal beruht auf zu wenig Daten in Baden-Württemberg und im westlichen Unterfranken.
Festuca rubra
L.2421SpeciesX
Ficus carica
L.2448SpeciesU
Die Art kommt gelegentlich, vor allem im Weinbauklima gepflanzt, ansonsten verwildert vor. Frostereignisse auch unter −15°C sind für einzelne Exemplare an wärmebegünstigten Wuchsorten (Innenstädte, Flussufer) nicht unbedingt ein limitierender Faktor (so im Ruhrgebiet). Solche Exemplare können bis mehrere Jahrzehnte alt werden, bis sie meist einem Pflegeeingriff zum Opfer fallen. Der bislang beobachtete Blüten- und Fruchtansatz brachte im Ruhrgebiet bisher keine reifen Samen hervor, so dass vor Ort keine Verjüngung stattfindet und die Art weiterhin als synanthrop eingestuft werden muss (Keil & al. 2010).
Filago arvensis
L.Acker-Filzkraut2449SpeciesX
1
Filago gallica
L.Französisches Filzkraut2450SpeciesX
0b
Letzter Nachweis 1956, danach in Deutschland ausgestorben (Haffner 1990).
Filago pyramidata
L.Spatelblättriges Filzkraut2456SpeciesX
0a
Fraxinus ornus
L.2478SpeciesE
Fritillaria meleagris
L.Schachblume2481SpeciesE
Die Differenzierung zwischen einheimischen (archäophytischen) und neophytischen Vorkommen ist bei der alten Kulturpflanze vielfach nicht zuverlässig möglich.
Fumaria capreolata
L.2488SpeciesU
Fumaria officinalis s. str.
L.26967Species
Galega officinalis
L.Echte Geißraute2519SpeciesE
Galeopsis ladanum
L.Acker-Hohlzahn2522SpeciesX
Das Erstellen einer Karte zu G. ladanum ist mit besonderen Schwierigkeiten verbunden: (1) Die westliche Verbreitungsgrenze verläuft von Schleswig-Holstein bis Baden- Württemberg durch Deutschland; (2) G. angustifolia wird erst seit wenigen Jahrzehnten auf Artniveau abgetrennt, ältere Angaben zu G. ladanum betreffen oft die die durch den Eisenbahnbau weit verbreitete G. angustifolia; (3) besonders im Westen Deutschland wurde G. ladanum vielfach nicht erkannt, breitblättrige Formen von G. angustifolia wurden für G. ladanum gehalten; (4) solange G. ladanum häufig war, wurde die Pflanze regelmäßig mit Getreide verschleppt, wodurch auch weit entfernt vom Areal öfter unbeständige Vorkommen entstanden; (5) G. ladanum ist als Bewohner extensiv genutzter Äcker extrem stark rückläufig und ist im Bereich der Arealgrenze seltener geworden. Dort sind daher aktuelle Angaben meist falsch, historische oft richtig.
Galeopsis tetrahit
L.Stechender Hohlzahn2528SpeciesX
Die Art wurde in größeren Teilen Südbayerns nicht von G. bifida unterschieden; die Lücken in diesem Bereich sind daher überwiegend nur Erfassungslücken.
Galium aparine
L.Kletten-Labkraut2533SpeciesX
Galium boreale
L.Nordisches Labkraut2540SpeciesX
R
Galium mollugo s. str.
L.Wiesen-Labkraut2555SpeciesX
Die Art wird in Deutschland erst seit relativ kurzer Zeit beachtet und auch heute noch nicht immer von G. album unterschieden. Die Karte bildet Aktivitäten der Erfassung ab, enthält aber vielleicht auch Nachweise von G. album-Schattenformen und Angaben, bei denen zwischen G. mollugo agg. und der namensgleichen Art nicht unterschieden wurde.
Galium palustre s. str.
L.7350SpeciesX
Galium rotundifolium
L.Rundblatt-Labkraut2579SpeciesX
Da die Art häufig in Fichtenforste verschleppt wird, ist das Indigenat vieler Vorkommen nicht gesichert.
Galium rubioides
L.2541SpeciesU
Galium saxatile
L.Harzer Labkraut2585SpeciesX
Galium spurium
L.Kleinfrüchtiges Kletten-Labkraut2534SpeciesX
0c
Galium sylvaticum s. str.
L.Wald-Labkraut2591SpeciesX
Galium uliginosum
L.Moor-Labkraut2596SpeciesX
Genista anglica
L.Englischer Ginster2604SpeciesX
Genista germanica
L.Deutscher Ginster2606SpeciesX
1
Genista pilosa
L.Haar-Ginster2609SpeciesX
V
Genista sagittalis
L.Flügel-Ginster21992SpeciesX
3
Gentiana asclepiadea
L.Schwalbenwurz-Enzian2619Species
Gentiana lutea
L.2629SpeciesX
Gentiana pneumonanthe
L.Lungen-Enzian2635SpeciesX
1
Gentiana utriculosa
L.Schlauch-Enzian2645SpeciesX
Geranium columbinum
L.Tauben-Storchschnabel2672SpeciesX
Geranium dissectum
L.Schlitzblättriger Storchschnabel2673SpeciesX
Geranium lucidum
L.Glänzender Storchschnabel2675SpeciesX
Geranium macrorrhizum
L.2676SpeciesE
Geranium molle
L.Weicher Storchschnabel2679SpeciesX
Die Karte enthält einzelne Nachweise von G. aequale, das erst neuerdings unterschieden wird und entsprechend kaum beachtet wurde. Bisher liegen erst sehr wenige Einzelnachweise vor; über die tatsächliche Häufigkeit kann nichts ausgesagt werden.
Geranium palustre
L.Sumpf-Storchschnabel2681SpeciesX
Geranium phaeum
L.Brauner Storchschnabel2682SpeciesX
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von G. phaeum subsp. phaeum. Von der selteneren G. phaeum subsp. lividum gibt es nur sehr wenige Nachweise im Karwendelgebirge. Die Art ist nur in den Alpen und im Vorland indigen, die indigenen Vorkommen sind allerdings nicht immer von verwilderten eindeutig zu unterscheiden.
Zeige Datensätze 801 bis 900 von 3085

Grundlage: Referenzliste der Farn- und Blütenpflanzen Rheinland-Pfalz/Saarland.
Taxonomische Basis: Buttler, K. P., May, R. & Metzing, D. (2018): Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands - Florensynopse und Synonyme. – Bonn (Bundesamt für Naturschutz): 286 S.
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