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Referenzliste der Farn- und Blütenpflanzen Rheinland-Pfalz/Saarland

Taxonomische Referenz der im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie der unmittelbaren Grenzregion vorkommenden Farn- und Blütenpflanzen. Die Liste enthält einheimische, eingebürgerte und spontan auftretende unbeständige Arten sowie einige häufig kultivierten Waldbäume. Nicht aufgenommen und erfasst werden Gartenpflanzen, auch wenn sie gelegentlich mit Gartenabfällen außerhalb der Grenzen von Gärten und Parks gefunden werden.

Diese Liste führt nur die akzepierten Sippenname auf. Alle Namen finden Sie in der Synonymliste.

 

Mehr... Artname Autor Deutscher Name Taxnummer Rang Typ. Status RL SL Taxonkommentar Details zur Art BfN
Gentiana asclepiadea
L.Schwalbenwurz-Enzian2619Species
Gentiana cruciata subsp. cruciata
Kreuz-Enzian29053SubspeciesX
0a
Gentiana pneumonanthe
L.Lungen-Enzian2635SpeciesX
1
Gentiana utriculosa
L.Schlauch-Enzian2645SpeciesX
Gentianella germanica
(Willd.) BörnerDeutscher Kranzenzian2662SpeciesX
1
Die Unterscheidung von G. aspera und G. germanica ist in Südbayern (Alpenrand und Alpen) schwierig.
Gentianopsis ciliata subsp. ciliata
Fransenenzian29705SubspeciesX
3
Geranium columbinum
L.Tauben-Storchschnabel2672SpeciesX
Geranium dissectum
L.Schlitzblättriger Storchschnabel2673SpeciesX
Geranium divaricatum
Ehrh.Spreizender Storchschnabel2674SpeciesX
Geranium lucidum
L.Glänzender Storchschnabel2675SpeciesX
Geranium molle
L.Weicher Storchschnabel2679SpeciesX
Die Karte enthält einzelne Nachweise von G. aequale, das erst neuerdings unterschieden wird und entsprechend kaum beachtet wurde. Bisher liegen erst sehr wenige Einzelnachweise vor; über die tatsächliche Häufigkeit kann nichts ausgesagt werden.
Geranium palustre
L.Sumpf-Storchschnabel2681SpeciesX
Geranium phaeum
L.Brauner Storchschnabel2682SpeciesX
Die Karte zeigt im Wesentlichen die Verbreitung von G. phaeum subsp. phaeum. Von der selteneren G. phaeum subsp. lividum gibt es nur sehr wenige Nachweise im Karwendelgebirge. Die Art ist nur in den Alpen und im Vorland indigen, die indigenen Vorkommen sind allerdings nicht immer von verwilderten eindeutig zu unterscheiden.
Geranium pratense
L.Wiesen-Storchschnabel2685SpeciesX
Das Indigenat vieler Vorkommen beispielsweise in Südostbayern und Brandenburg ist nicht gesichert. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass die Art gelegentlich mit verwilderten Zierpflanzen und Kulturhybriden verwechselt wurde.
Geranium purpureum
Vill.Purpur-Storchschnabel2690SpeciesE
Der Neophyt breitet sich derzeit stark entlang von Bahnlinien aus und ist inzwischen vermutlich häufiger als in der Karte dargestellt.
Geranium pusillum
L.Zwerg-Storchschnabel2686SpeciesX
Geranium pyrenaicum
Burm. f.Pyrenäen-Storchschnabel2687SpeciesE
Geranium rotundifolium
L.Rundblättriger Storchschnabel2692SpeciesX
Geranium sanguineum
L.Blut-Storchschnabel2693SpeciesX
Geranium sylvaticum subsp. sylvaticum
Wald-Storchschnabel34137SubspeciesX
Der Status einiger verstreuter, als einheimisch dargestellter Einzelfunde in collinen bis submontanen Lagen ist zweifelhaft, so etwa im mittleren Bayern, da G. sylvaticum auch als Zierpflanze kultiviert wird und dann verwildert.
Geum rivale
L.Bach-Nelkenwurz2700SpeciesX
3
Geum urbanum
L.Echte Nelkenwurz2701SpeciesX
Gladiolus palustris
GaudinSumpf-Siegwurz2706SpeciesX
Glaucium corniculatum
(L.) RudolphRoter Hornmohn2707SpeciesX
Glaucium flavum
CrantzGelber Hornmohn2708SpeciesX
Glaux maritima
L.Strand-Milchkraut2709SpeciesX
Glebionis segetum
(L.) Fourr.Saat-Wucherblume32128SpeciesX
Glechoma hederacea
L.Gewöhnlicher Gundermann2711SpeciesX
Globularia bisnagarica
L.Gewöhnliche Kugelblume25891SpeciesX
0a
Glyceria declinata
Bréb.Blaugrüner Schwaden2720SpeciesX
Glyceria fluitans
(L.) R. Br.Flutender Schwaden2721SpeciesX
Die scheinbaren Verbreitungslücken südlich der Donau beruhen zum großen Teil nur auf mangelnder Beobachtung und Nichtunterscheidung von anderen Arten des Glyceria fluitans-Aggregats.
Glyceria notata
Chevall.Falt-Schwaden26260SpeciesX
Gnaphalium sylvaticum
L.Wald-Ruhrkraut2733SpeciesX
Gnaphalium uliginosum subsp. uliginosum
Sumpf-Ruhrkraut29707SubspeciesX
Goodyera repens
(L.) R. Br.Kriechendes Netzblatt2736SpeciesX
1
Im westlichen Deutschland in Gebieten ohne natürliche Kiefernvorkommen (z. B. Eifel, Hunsrück) wurde die Art erst mit dem Kiefernanbau eingeschleppt und ist dort formal als Neophyt zu betrachten. Bei den verschiedenen Kartierungen wurde allerdings der Status nicht differenziert, was auch nachträglich nicht zu ändern war. Alle Funde sind daher als einheimisch dargestellt.
Gratiola officinalis
L.Gottes-Gnadenkraut2738SpeciesX
Groenlandia densa
(L.) Fourr.Dichtes Fischkraut2739SpeciesX
Gymnadenia conopsea s. l.
(L.) R. Br.Große Händelwurz (i. w. S.)2741SpeciesX
3
Zur G. conopsea-Gruppe gehören G. conopsea und G. densiflora. Die Gliederung der Gruppe ist noch unzureichend geklärt, daher kann beim gegenwärtigen Kenntnisstand nur eine Karte der Sippe im weiten Umfang erstellt werden. Hierher gehören auch die von Dworschak (2002) beschriebenen Taxa, deren Zuordnung noch ungeklärt ist.
Gymnadenia odoratissima
(L.) Rich.Duft-Händelwurz2745SpeciesX
0b
Gymnocarpium dryopteris
(L.) NewmanEichenfarn2746SpeciesX
Gymnocarpium robertianum
(Hoffm.) NewmanRuprechtsfarn2747SpeciesX
1
Gypsophila fastigiata subsp. fastigiata
Ebensträußiges Gipskraut29708SubspeciesX
Gypsophila muralis
L.Acker-Gipskraut2751SpeciesX
3
Gypsophila scorzonerifolia
Ser.Schwarzwurzelblättriges Gipskraut6806SpeciesE
Hammarbya paludosa
(L.) KuntzeSumpf-Weichwurz2758SpeciesX
0a
Hedera helix subsp. helix
Gewöhnlicher Efeu29709SubspeciesX
Da die Sippe aus Pflanzungen verwildert, ist das Indigenat der in der Karte als einheimisch dargestellten Vorkommen nicht immer gesichert.
Helianthemum apenninum
(L.) Mill.Apenninen-Sonnenröschen2772SpeciesX
Helianthemum nummularium s. l.
(L.) Mill.Gewöhnliches Sonnenröschen26596Species
Helianthemum nummularium subsp. obscurum
(Pers. ex Wahlenb.) HolubDunkles Sonnenröschen22127SubspeciesX
V
Helianthus tuberosus
L.Topinambur2785SpeciesE
Die Karte enthält vermutlich Nachweise ähnlicher nordamerikanischer Helianthus-Arten, so etwa von H. decapetalus, und von Kulturhybriden, insbesondere von H. laetiflorus. Dennoch dürfte H. tuberosus in naturnaher Vegetation die bei weitem häufigste Helianthus-Art sein, etwa in Uferstaudenfluren. Die größeren Lücken in der Karte dürften teilweise auf mangelnder Erfassung beruhen.
Helichrysum arenarium subsp. arenarium
Sand-Strohblume29710SubspeciesX
0b
Helichrysum luteoalbum
(L.) Rchb.Gelbweiße Strohblume32145SpeciesX
1
Helictotrichon pratense subsp. pratense
Echter Wiesenhafer29711SubspeciesX
R
Heliotropium europaeum
L.Europäische Sonnenwende2797SpeciesX
0b
Helleborus foetidus
L.Stinkende Nieswurz2801SpeciesX
Helminthotheca echioides
(L.) HolubWurmlattich22138SpeciesE
Helosciadium inundatum
(L.) W. D. J. KochUntergetauchter Sumpfschirm27303SpeciesX
Helosciadium nodiflorum
(L.) W. D. J. KochKnotenblütiger Sumpfschirm25837SpeciesX
3
Helosciadium repens
(Jacq.) W. D. J. KochKriechender Sumpfschirm25838SpeciesX
0a
Hepatica nobilis
Mill. ex Schreb.Gewöhnliches Leberblümchen2815SpeciesX
Herminium monorchis
(L.) R. Br.Einknollige Honigorchis2829SpeciesX
Herniaria glabra subsp. glabra
Kahles Bruchkraut2833SubspeciesX
Hesperis matronalis subsp. matronalis
Gewöhnliche Nachtviole15248SubspeciesE
Hieracium acutifolium
Vill.Gabelästiges Habichtskraut33655SpeciesX
Die Karte wird als Beispiel des Verbreitungsbildes einer durch gelegentliche Hybridisierung entstehenden Zwischenart gezeigt.
Hieracium aridum
FreynTrockenheitsliebendes Habichtskraut25601SpeciesX
Die Karte wird als Beispiel des Verbreitungsbildes einer durch gelegentliche Hybridisierung entstehenden Zwischenart gezeigt. Die sehr zerstreuten Nachweise zeigen dabei sowohl die Seltenheit als auch schwere Erkennbarkeit an, aber auch die Regionen intensiverer Nachforschung (Raum München, Ulm).
Hieracium aurantiacum
L.Orangerotes Habichtskraut2856SpeciesX
Außerhalb der Alpen hat die Art nur wenige indigene Vorkommen im Südschwarzwald, vielleicht auch im Oberharz sowie in Mooren im Allgäu und in Norddeutschland; nach Jäger (2011) auch im Bayerischen Wald. Diese werden in der Karte meist von synanthropen Vorkommen überlagert oder sind nur als eingebürgert dargestellt. Alles andere sind Verwilderungen und Einbürgerungen, besonders auffällig in urbanen Bereichen. Daneben spiegelt die Karte auch unterschiedlich intensive Kartieraktivitäten wider.
Hieracium auriculoides
LángPannonisches Habichtskraut2858SpeciesX
Hieracium bauhini
Schult.Bauhin-Habichtskraut2859SpeciesX
Gehäufte Funde zeigen intensiv kartierte Gebiete mit reichlichen Sekundärbiotopen an; H. bauhini zeigt in neuerer Zeit eine verstärkte Ausbreitungstendenz in urbanen Bereichen.
Hieracium bifidum
Kit. ex Hornem.Gabel-Habichtskraut2860SpeciesX
Die isolierten Vorkommen entlang der nördlichen Mittelgebirgsschwelle und in Mecklenburg, auf ehemaligen Moränen, haben stark reliktischen Charakter.
Hieracium caespitosum
Dumort.Wiesen-Habichtskraut2866SpeciesX
V
Die Art kam ursprünglich nur an Feuchtstandorten vor und war nicht häufig. Durch sekundäre Ausbreitung auf Ruderalflächen und an Verkehrswegen ist dieses Arealbild heute stark überprägt. Gehäufte Vorkommen in der Karte zeigen nicht immer die Zentren dieser Ausbreitung, sondern eher Kartieraktivitäten an.
Hieracium calodon
Tausch ex PeterSchönhaariges Habichtskraut2868SpeciesX
Hieracium cymosiforme
Froel.Täuschendes Habichtskraut33703SpeciesX
Hieracium cymosum
L.Trugdoldiges Habichtskraut2872SpeciesX
Die Vorkommen aus der Schwäbisch-Fränkischen Alb gehören größtenteils zur H. cymosum subsp. cymosum, die in diesem Gebiet stark zurückgeht. Die neueren Nachweise in den nördlichen Bundesländern gehören vielfach zu H. cymosum subsp. cymigerum, das sich gern an Straßenrändern ausbreitet.
Hieracium densiflorum
TauschDichtblütiges Habichtskraut2873SpeciesX
Die wärmeliebende Art, die an leicht ruderalisierten Stellen wächst, wurde gelegentlich mit H. bauhini verwechselt und ist daher noch unzureichend erfasst.
Hieracium duerkhemiense
(Touton ex Zahn) Gottschl. & MeierottDürkheimer Habichtskraut32295SpeciesX
Hieracium erythrochristum
(Nägeli & Peter) ÜksipRain-Habichtskraut32571SpeciesX
Die Art war früher fast nur von der bayerischen Hochebene bekannt. Durch die starke Sekundärausbreitung von H. caespitosum und infolge Rezentbastardisierung sind neuerdings auch Funde aus den nördlichen Bundesländern dokumentiert.
Hieracium fallacinum
F. W. SchultzTrügerisches Habichtskraut25618SpeciesX
Die Häufung der Funde im nördlichen Bayern entspricht nicht nur dem von dort bekannten guten Durchforschungsgrad, sondern zeigt auch den Verbreitungsschwerpunkt der Art. Außerhalb dieses Gebietes tritt die Art oft nur vorübergehend auf.
Hieracium flagellare
Willd.Ausläuferreiches Habichtskraut2880SpeciesX
In den westlichen Bundesländern tritt die Art neuerdings als vermutlich fixierte Zwischenart an Sekundärstandorten auf und bildet dort oft schnell Massenpopulationen. Im Raum Regensburg ist die Art fixiert und bildet reichlich Samen.
Hieracium floribundum
Wimm. & Grab.Reichblütiges Habichtskraut2881SpeciesX
0b
Einzelvorkommen außerhalb des Erzgebirges und des Bayerischen Walds sind oft nur unbeständig; in Einzelfällen kommen auch Fehlbestimmungen vor.
Hieracium glaucinum
Jord.Frühblühendes Habichtskraut2887SpeciesX
Deutliche Häufungen in der Karte dokumentieren teilweise eine verstärkte Beachtung. Die Art ist in der Norddeutschen Tiefebene meist nur verschleppt, auch wenn diese Nachweise als einheimisch dargestellt wurden.
Hieracium glomeratum
Froel.Geknäueltköpfiges Habichtskraut30802SpeciesX
Im Flach- und Hügelland breitet sich die Art in letzter Zeit an ruderalen Standorten aus.
Hieracium hypochoeroides
S. GibsonWiesbaur-Habichtskraut32570SpeciesX
Hieracium lachenalii
SuterGewöhnliches Habichtskraut2898SpeciesX
Hieracium lactucella
Wallr.Geöhrtes Habichtskraut2899SpeciesX
G
Die Art geht mit weiter anhaltender Tendenz in den niederen Lagen zurück. Vorkommen in Zierrasen der Siedlungen sind z. B. in Westdeutschland nicht selten und nur unzureichend erfasst.
Hieracium laevigatum
Willd.Glattes Habichtskraut2901SpeciesX
Die Art wurde vermutlich im Südwesten zu wenig erfasst.
Hieracium leptophyton
Nägeli & PeterZartes Habichtskraut2907SpeciesX
Hieracium levicaule
Jord.Dünnstängliges Habichtskraut2900SpeciesX
Hieracium macranthelum
Nägeli & PeterGroßblütiges Habichtskraut26729SpeciesX
Die Art wurde unvollständig erfasst.
Hieracium maculatum
SchrankGeflecktes Habichtskraut2910SpeciesX
Die Art wurde in Teilen Bayerns zu wenig erfasst.
Hieracium murorum
L.Wald-Habichtskraut25659SpeciesX
Die Art wurde in Süd- und Mittelhessen unvollständig erfasst, während die anschließende Verbreitungslücke in Rheinhessen plausibel erscheint.
Hieracium norvegicum
Fr.Norwegisches Habichtskraut25636SpeciesX
Hieracium onosmoides
Fr.Lotwurz-Habichtskraut25637SpeciesX
Hieracium peleterianum
MératLepeletier-Habichtskraut2919SpeciesX
R
Hieracium pilosella
L.Kleines Habichtskraut2923SpeciesX
Hieracium piloselloides
Vill.Florentiner Habichtskraut2924SpeciesX
In Hessen wurde die Art vermutlich zu wenig erfasst.
Hieracium prussicum
Nägeli & PeterPreußisches Habichtskraut25649SpeciesX
Mit der Arealausweitung von H. caespitosum an Verkehrswegen sind auch Nachweise von H. prussicum in letzter Zeit häufiger geworden.
Hieracium rothianum
Wallr.Roth-Habichtskraut25654SpeciesX
Hieracium sabaudum
L.Savoyer Habichtskraut2930SpeciesX
Im nördlichen Rheinland-Pfalz wurde die Art deutlich zu wenig erfasst, wenngleich sie dort tatsächlich seltener ist als in den Nachbarregionen.
Hieracium saxifragum
Fr.Steinbrech-Habichtskraut2933SpeciesX
Hieracium schmidtii
TauschBleiches Habichtskraut24997SpeciesX
R
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Grundlage: Referenzliste der Farn- und Blütenpflanzen Rheinland-Pfalz/Saarland.
Taxonomische Basis: Buttler, K. P., May, R. & Metzing, D. (2018): Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands - Florensynopse und Synonyme. – Bonn (Bundesamt für Naturschutz): 286 S.
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