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Referenzliste der Farn- und Blütenpflanzen Rheinland-Pfalz/Saarland

Taxonomische Referenz der im Saarland und in Rheinland-Pfalz sowie der unmittelbaren Grenzregion vorkommenden Farn- und Blütenpflanzen. Die Liste enthält einheimische, eingebürgerte und spontan auftretende unbeständige Arten sowie einige häufig kultivierten Waldbäume. Nicht aufgenommen und erfasst werden Gartenpflanzen, auch wenn sie gelegentlich mit Gartenabfällen außerhalb der Grenzen von Gärten und Parks gefunden werden.

Diese Liste führt nur die akzepierten Sippenname auf. Alle Namen finden Sie in der Synonymliste.

 

Mehr... Artname Autor Deutscher Name Taxnummer Rang Typ. Status RL SL Taxonkommentar Details zur Art BfN
Coronilla minima
L.30683Species
Coronilla vaginalis
Lam.Scheiden-Kronwicke1661SpeciesX
Corrigiola litoralis subsp. litoralis
Ufer-Hirschsprung21384SubspeciesX
0b
Corydalis cava subsp. cava
Hohler Lerchensporn29686SubspeciesX
Corydalis intermedia
(L.) MératMittlerer Lerchensporn1671SpeciesX
Die Art ist in Osthessen unvollständig erfasst; nach neueren Beobachtungen ist C. intermedia dort weiter verbreitet als hier dargestellt, wird aber wegen ihrer frühen Blütezeit oft übersehen.
Corydalis solida subsp. solida
Finger-Lerchensporn15162SubspeciesX
Corylus avellana
L.Gewöhnliche Hasel1676SpeciesX
Corylus colurna
L.1677SpeciesU
Corynephorus canescens
(L.) P. Beauv.Gewöhnliches Silbergras1679SpeciesX
2
Cosmos bipinnatus
Cav.27359SpeciesU
Cotinus coggygria
Scop.1681SpeciesE
Cotoneaster acutifolius
Turcz.10201SpeciesE
Cotoneaster bullatus
Bois10202SpeciesU
Cotoneaster dammeri
Schneid.10203SpeciesU
Cotoneaster dielsianus
E. Pritz.10204SpeciesE
Die Art verwildert vor allem in den wärmeren Gebieten offenbar bereits nahezu flächendeckend, teilweise in größerer Menge. Sie wurde gelegentlich mit C. franchetii, aber auch mit dem im Süden einheimischen C. tomentosus verwechselt.
Cotoneaster divaricatus
Rehder & E. H. WilsonGespreizte Zwergmispel10205SpeciesE
Die Art wurde nur einigen Kartierungsprojekten intensiv erfasst, ist aber sicher viel weiter verbreitet. Durch Ornithochorie kommt sie auch abseits von Siedlungen in Wäldern und Forsten unbeständig oder mit Einbürgerungstendenz vor.
Cotoneaster horizontalis
Decne.1682SpeciesU
Die Art ist bisher ungleichmäßig erfasst worden, z. T auch überkartiert. Da C. horizontalis lange als mehr oder weniger „einzige“ adventive Art beachtet wurde, dürften sich einige Angaben auf den insgesamt noch häufiger verwilderten C. divaricatus beziehen.
Cotoneaster integerrimus
Medik.Gewöhnliche Zwergmispel1683SpeciesX
R
Alle als kultiviert, synanthrop oder eingebürgert eingestuften Funde beziehen sich wahrscheinlich auf andere, nicht heimische Arten der Gattung. Da die offenbar stark zunehmenden adventiven Cotoneaster-Arten in den gängigen Bestimmungsbüchern lange nicht verschlüsselt waren, betreffen Verwechslungen auch morphologisch stark abweichende Arten (z. B. C. dielsianus, C. divaricatus). Eine Anzahl von Falschangaben als einheimisch verbleibt wahrscheinlich in der Karte. C. integerrimus besitzt ein charakteristisch zerrissenes, weitgehend an natürliche Felsvorkommen gebundenes Areal. Mehrere adventive Cotoneaster- Arten zeigen ähnliche Präferenzen, gehen aber auch weit darüber hinaus. Auch in um die dokumentierten Verbreitungszentren herum (z. B. Mittelrhein-, Nahe-, Mosel-, Ahrtal) besteht die Möglichkeit, dass adventive Arten häufig als „Cotoneaster integerrimus“ kartiert wurden.
Cotoneaster moupinensis
Franch.10208SpeciesE
Cotoneaster multiflorus
Bunge30693SpeciesU
Cotoneaster salicifolius
Franch.10211SpeciesU
Crassula helmsii
(Kirk) Cockayne6731SpeciesE
Crataegus calycina
Peterm.6733SpeciesX
Die Art ist nur einigen Kartierungsprojekten intensiv erfasst worden. Vielfach wurde sie als Varietät von C. macrocarpa kartiert; diese Fundpunkte sind in der Karte von C. macrocarpa s. l. enthalten.
Crataegus domicensis
Hrabetová11511SpeciesX
Die Art wurde bisher meist als Varietät oder Unterart von C. subsphaerica aufgefasst und nicht getrennt erfasst. Sie kann nur im fruchtenden Zustand erkannt werden.
Crataegus laevigata s. l.
(Poir.) DC.Zweigriffliger Weißdorn1701SpeciesX
Verwechslungen mit C. macrocarpa und C. media (die auch Bastarde mit C. laevigata bilden) sind nicht auszuschließen. Teilweise können auch synanthrope, aus Anpflanzungen verwilderte Vorkommen als einheimisch kartiert worden sein.
Crataegus lindmanii
Hrabetová1699SpeciesX
Die Verbreitung der Art ist bisher unzureichend erfasst, da sie nur in fruchtendem Zustand sicher zu erkennen ist und Verwechslungen mit einigen anderen Sippen (z. B. C. rhipidophylla s. str. sowie die Bastarde von C. lindmanii, C. domicensis und C. calycina) möglich sind.
Crataegus macrocarpa s. str.
Hegetschw.1705SpeciesX
Crataegus media
Bechst.50021SpeciesX
Bei C. media handelt es sich um einen Hybridkomplex von C. laevigata × C. monogyna (Jäger 2011, Schmidt 2012). Pflanzen von C. media (oder zugehörige Sorten) werden oft als Ziergehölz oder in Hecken gepflanzt; Verwilderungen sind nicht auszuschließen. Diese Vorkommen wurden z. T. mit C. laevigata verwechselt. C. media wurde einige Zeit als C. ×ovalis bezeichnet und erfasst, heute wird C. ovalis jedoch als Synonym zu C. macrocarpa gestellt, so dass Vorkommen von C. media auch unter C. macrocarpa erfasst sein können.
Crataegus monogyna
Jacq.Eingriffliger Weißdorn1707SpeciesX
C. monogyna ist ohne Zweifel die häufigste Crataegus-Art in Deutschland, wird aber auch seit mehreren Jahrhunderten als einer der beliebtesten Heckensträucher in der Landschaft außerhalb von Siedlungen gepflanzt. Sie kann auch aus Pflanzungen wieder verwildern und sich etablieren. Da ältere Kartierungsprojekte und mehrere publizierte Florenatlanten C. monogyna agg. erfasst haben, ist außerdem davon auszugehen, dass andere eingrifflige Sippen (C. rhipidophylla s. l., C. subsphaericea s. l.) ebenfalls mit kartiert wurden; auch Verwechslungen mit C. subsphaericea, die häufig als Baumschulmaterial angeboten wird, sind zu berücksichtigen. Jedoch dürfte sich an dem Verbreitungsbild auch bei Ausschluss dieser Fehlerquellen, deren Behebung nicht möglich ist, kaum etwas ändern.
Crataegus persimilis
Sarg.30705SpeciesU
Crataegus rhipidophylla s. l.
Gand.26677SpeciesX
Crataegus rhipidophylla s. str.
Gand.29559SpeciesX
Crataegus subsphaerica s. str.
Gand.11504SpeciesX
Die Sippe wurde meist nicht von C. domicensis getrennt erfasst. Sie kann nur im fruchtenden Zustand erkannt werden.
Crepis biennis
L.Wiesen-Pippau1714SpeciesX
Crepis capillaris
(L.) Wallr.Kleinköpfiger Pippau1716SpeciesX
Crepis foetida subsp. foetida
29687SubspeciesX
Crepis paludosa
(L.) MoenchSumpf-Pippau1731SpeciesX
Crepis praemorsa
(L.) WaltherAbbiss-Pippau1736SpeciesX
0b
Crepis pulchra
L.Schöner Pippau1737SpeciesX
2
Crepis sancta subsp. sancta
1744SubspeciesU
Crepis setosa
Haller f.Borsten-Pippau1745SpeciesE
Crepis tectorum subsp. tectorum
Dach-Pippau29688SubspeciesX
Die hohe Verbreitungsdichte in einigen Landschaften beruht möglicherweise auf Verwechslung mit der insgesamt häufigeren C. capillaris. Die beiden Arten sind mit der gebräuchlichen Bestimmungsliteratur nicht sicher zu trennen, weil unpassende vegetative Merkmale in den Vordergrund gestellt werden. Vor allem in Norddeutschland könnte die Punktdichte zu hoch sein, weil C. tectorum eher an ein kontinental geprägtes Klima gebunden ist.
Crepis vesicaria subsp. taraxacifolia
(Thuill.) Thell.Löwenzahn-Pippau21418SubspeciesX
Crocus tommasinianus
Herb.1764SpeciesE
Crocus vernus
(L.) Hill26500SpeciesE
Cruciata laevipes
OpizGewimpertes Kreuzlabkraut1766SpeciesX
Cruciata verna
(Scop.) Gutermann & Ehrend.Kahles Kreuzlabkraut33636SpeciesE
Cucumis melo
L.6739SpeciesU
Cucumis sativus
L.6740SpeciesU
Cucurbita ficifolia
30715SpeciesU
Cucurbita maxima
10231SpeciesU
Cucurbita pepo
L.6741SpeciesU
Cuscuta campestris
Yunck.Nordamerikanische Seide1776SpeciesE
Cuscuta epilinum
WeiheFlachs-Seide1778SpeciesX
0a
Letzter Nachweis 1955, danach in Deutschland ausgestorben (Korneck & al. 1998).
Cuscuta epithymum subsp. epithymum
1782SubspeciesX
1
Cuscuta epithymum subsp. trifolii
(Bab.) Berher6743SubspeciesU
Cuscuta europaea
L.Europäische Seide1786SpeciesX
Cuscuta gronovii
Willd. ex Schult.Gronovius-Seide1787SpeciesE
Cuscuta lupuliformis
Krock.Pappel-Seide1788SpeciesX
R
Die Art hat sich erst im 20. Jahrhundert von Osten her ausgebreitet.
Cuscuta scandens
Brot.29401SpeciesU
Cyclamen coum
Mill.32254SpeciesU
Cydonia oblonga
Mill.1794SpeciesU
Cymbalaria muralis subsp. muralis
Mauer-Zimbelkraut29690SubspeciesE
Cynodon dactylon
(L.) Pers.Gewöhnliches Hundszahngras1800SpeciesE
Cynoglossum germanicum subsp. germanicum
Deutsche Hundszunge29691SubspeciesX
Cynoglossum officinale
L.Echte Hundszunge1805SpeciesX
V
Cynosurus cristatus
L.Weide-Kammgras1806SpeciesX
Cynosurus echinatus
L.Igel-Kammgras1807SpeciesU
Cyperus eragrostis
Lam.6746SpeciesU
Cyperus esculentus
L.26584SpeciesE
Cyperus flavescens
L.Gelbliches Zypergras1811SpeciesX
0b
Cyperus fuscus
L.Braunes Zypergras1812SpeciesX
3
Cypripedium calceolus
L.Frauenschuh1824SpeciesX
Cystopteris dickieana
R. SimRunzelsporiger Blasenfarn1826SpeciesX
Cystopteris fragilis s. str.
(L.) Bernh.Zerbrechlicher Blasenfarn1827SpeciesX
Cytisus multiflorus
(L’Hér.) Sweet6747SpeciesU
Cytisus scoparius subsp. scoparius
1839SubspeciesX
Cytisus striatus
(Hill) Rothm.6748SpeciesU
Dactylis glomerata subsp. glomerata
1844SubspeciesX
Dactylis polygama
Horv.Wald-Knaulgras1846SpeciesX
Die Verbreitung von D. polygama in Schleswig- Holstein ist unklar, die Art wurde selten notiert. Vermutlich liegen auch Verwechslungen mit abweichenden Formen von D. glomerata vor, D. polygama erscheint daher in der Karte gebietsweise als zu häufig.
Dactylorhiza × braunii
10236SpeciesU
Dactylorhiza × godferyana
(Soó) Peitz32260SpeciesX
Dactylorhiza incarnata × majalis
29104SpeciesU
2b
Dactylorhiza incarnata s. str.
(L.) SoóSteifblättrige Fingerwurz1849SpeciesX
2
Dactylorhiza maculata agg.
Gefleckte Fingerwurz (Artengruppe)1852AggregatX
Zum Aggregat gehören D. fuchsii und D. maculata, deren Verbreitung noch in hohem Maße unklar ist, da die in Anwendung befindlichen taxonomischen Konzepte in Raum und Zeit stark variieren. Aus diesem Grund ist auch die infraspezifische Gliederung von D. maculata noch mit vielen Unsicherheiten behaftet.
Dactylorhiza maculata × Gymnadenia conopsea
31673SpeciesX
Dactylorhiza majalis s. str.
(Rchb.) P. F. Hunt & Summerh.Breitblättrige Fingerwurz1862SpeciesX
2
Dactylorhiza praetermissa
(Druce) SoóÜbersehene Fingerwurz1867SpeciesX
R
Dactylorhiza sambucina
(L.) SoóHolunder-Fingerwurz1872SpeciesX
Dactylorhiza traunsteineri s. str.
(Saut.) SoóTraunsteiner-Fingerwurz1871SpeciesX
0a
Die Populationen des südlichen Pfälzer Waldes wurden als eigenständige Sippe abgetrennt, D. traunsteineri subsp. vosagiaca (Kreutz 2011).
Dactylorhiza vosagiaca
(P. Wolff ex Kreutz & P. Wolff) Herr-Heidtke & Heidtke ex P. Wolff35265SpeciesX
Dactylorhiza × wintonii
(Druce ex A. Camus) P. F. Hunt32262SpeciesX
Danthonia decumbens
(L.) DC.Dreizahn1874SpeciesX
V
Danthonia decumbens subsp. decipiens
O. Schwarz & Bässler6749SubspeciesX
Danthonia decumbens subsp. decumbens
1876SubspeciesX
Daphne cneorum
L.Rosmarin-Seidelbast1879SpeciesX
Daphne laureola subsp. laureola
Lorbeer-Seidelbast29693SubspeciesX
Im Mittelrhein-Gebiet beginnt die Art zunehmend zu verwildern, möglicherweise als Folge des Klimawandels. Sie kommt dort zwar auch indigen vor, wird aber vielfach auch in Gärten gehalten, aus denen sie ornithochor verbreitet werden kann.
Daphne mezereum
L.Gewöhnlicher Seidelbast1881SpeciesX
Dasiphora fruticosa
(L.) Rydb.32197SpeciesU
Datura innoxia
10240SpeciesU
Zeige Datensätze 701 bis 800 von 3085

Grundlage: Referenzliste der Farn- und Blütenpflanzen Rheinland-Pfalz/Saarland.
Taxonomische Basis: Buttler, K. P., May, R. & Metzing, D. (2018): Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands - Florensynopse und Synonyme. – Bonn (Bundesamt für Naturschutz): 286 S.
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